Finanzen

Ripple XRP News: Digitale Zahlungen im Asien-Pazifik-Raum wachsen stark

XRP, die Kryptowährung von Ripple, könnte sich bald von Bitcoin abkoppeln. In Singapur erhält das Unternehmen eine erweiterte Lizenz, um XRP- und RLUSD-Zahlungen auszubauen. Experten sehen darin einen Wendepunkt für digitale Zahlungen in Asien und ein Signal für institutionelle Investoren, dass die Nutzung von XRP unabhängig von spekulativen Marktzyklen steigen könnte.
02.12.2025 14:53
Aktualisiert: 02.12.2025 14:53
Lesezeit: 2 min

Ripple XRP News: Grünes Licht für Ausbau von XRP- und RLUSD-Zahlungen in Singapur

Ripple (XRP) darf seine Zahlungsdienste in Singapur deutlich erweitern. Die Finanzaufsicht des Landes hat dem Unternehmen eine erweiterte Lizenz erteilt. Damit rückt eine breitere Akzeptanz regulierter Kryptozahlungen in Asien in greifbare Nähe, schreibt das Internetportal Newsbit.de

Major Payment Institution-Lizenz ermöglicht Wachstum

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat Ripple eine erweiterte Major Payment Institution-Lizenz erteilt. Damit kann das Unternehmen seine regulierten Zahlungsdienste ausbauen, darunter Transaktionen mit XRP und dem an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin RLUSD. Ripple gab dies am Montag bekannt.

Laut Ripple-Präsidentin Monica Long nimmt Singapur eine Vorreiterrolle bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte ein: "Die MAS hat einen wegweisenden Standard für regulatorische Klarheit im Bereich digitaler Assets gesetzt, und wir schätzen Singapurs fortschrittlichen Ansatz außerordentlich. Ripple hat stets einen ‚Regulation-first‘-Ansatz verfolgt, und Singapur zeigt, dass Innovation aufblüht, wenn die Regeln klar sind."

Long betonte zudem, dass die erweiterte Lizenz Ripple besser befähigt, in der Region zu investieren: "Diese erweiterte Lizenz stärkt unsere Fähigkeit, weiterhin in Singapur zu investieren und die Infrastruktur aufzubauen, die Finanzinstitute benötigen, um Geld effizient, schnell und sicher zu bewegen."

Digitale Zahlungen im Asien-Pazifik-Raum auf Wachstumskurs

Ripple nutzt die Token XRP und RLUSD, um schnelle, transparente grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen. Kunden sind Banken, Kryptounternehmen und Fintechs. Fiona Murray, Vice President und Managing Director Asia-Pacific bei Ripple, beobachtet einen starken Anstieg digitaler Vermögenswerte:

"Der Asien-Pazifik-Raum ist weltweit führend bei der tatsächlichen Nutzung digitaler Assets, mit einer On-Chain-Aktivität, die im Jahresvergleich um rund 70 Prozent gestiegen ist. Singapur steht im Zentrum dieses Wachstums. Dank der erweiterten Lizenz können wir die Institutionen, die es vorantreiben, besser unterstützen und ein breiteres Spektrum regulierter Zahlungsdienste anbieten."

Ripple XRP News: Könnte sich von Bitcoin lösen

Der Ripple-Kurs könnte sich bald von den Preisschwankungen von Bitcoin entkoppeln.

Die Preise vieler Kryptowährungen folgen derzeit stark den Schwankungen von Bitcoin. Doch der XRP-Kurs könnte sich davon lösen. Versan Aljarrah, Gründer von Black Swan Capitalist, prognostiziert, dass XRP allmählich unabhängiger von Bitcoin und spekulativen Marktzyklen wird. Trotz steigender institutioneller Nutzung und vielfältiger Anwendungsfälle hängt der Preis von XRP noch immer an Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

Aljarrah betont, dass der echte Wert von XRP in seiner Technologie und seiner Rolle im globalen Finanzwesen liegt, nicht in kurzfristigen Preisschwankungen. XRP verarbeitet Milliarden von Transaktionen mit niedrigen Gebühren und übertrifft traditionelle Systeme wie SWIFT in Geschwindigkeit und Kosteneffizienz. Seine begrenzte Verfügbarkeit und Teilbarkeit sichern Skalierbarkeit und Erschwinglichkeit, selbst bei steigenden Preisen.

Marktentwicklung: XRP kämpft

Trotz Ripples Erfolgen zeigen sich in der XRP-Kursentwicklung weiterhin Schwierigkeiten: Der Token, der im vergangenen Sommer ein neues Allzeithoch bei 3,65 US-Dollar erreichte, tendiert derzeit um rund 2 US-Dollar. Auf Monatssicht liegt er 20 Prozent im Minus.

XRP richtet sich an Banken, nicht Endverbraucher

Ripple (XRP), der "Bitcoin für Banken", zielt nicht auf Endverbraucher, sondern auf Banken. Über das Ripple-Netzwerk können sie Zahlungen in Echtzeit durchführen. Während andere Kryptowährungen Banken umgehen wollen, bindet Ripple sie aktiv ein. Grundlage ist die Blockchain, in der alle Transaktionen und übertragenen Gegenwerte gespeichert werden. XRP-Coins lassen sich mit dem Online-Wallet von Ripple verwalten. Da alle Coins bereits emittiert wurden, entstehen keine neuen durch Mining. Kernmerkmal dieser Währung sind schnelle, fälschungssichere Transaktionen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Misstrauensvotum in Rumänien: Prowestliche Regierung stürzt
05.05.2026

Rumäniens Regierung ist nach einem überraschenden Bündnis aus Rechtsextremen und Sozialdemokraten gestürzt. Hinter dem Misstrauensvotum...

DWN
Politik
Politik Trump erhöht Druck auf Grönland: US-Experte warnt vor Folgen für Europa
05.05.2026

Trump verschiebt die geopolitischen Machtlinien der USA und verbindet den Zugriff auf Grönland mit Energiefragen und Zugeständnissen an...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Teilkrankschreibung gegen hohe Fehlzeiten: Ist die Regelung sinnvoll?
05.05.2026

Krank, aber nicht ganz arbeitsunfähig – das soll künftig möglich sein: Im Zuge der neuen Gesundheitsreform hat die Bundesregierung die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Stromnetz im Kostencheck: Welche Technologien langfristig überzeugen
05.05.2026

Europas Stromversorgung steht vor einer neuen Kostenlogik, in der erneuerbare Energien, Speichertechnologien und verlässliche Grundlast...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie steigt trotz schwachem Quartal
05.05.2026

Die Zahlen fallen schwächer aus als erwartet, doch die Aktie reagiert überraschend robust. Statt Abverkauf setzt Rheinmetall auf eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit greift Commerzbank an: Übernahme rückt näher
05.05.2026

Unicredit macht Ernst und treibt die Übernahme der Commerzbank mit Tempo voran. Doch Widerstand aus Berlin und Frankfurt könnte den Deal...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Biontech-Aktie: 1.860 Stellen in Gefahr
05.05.2026

Biontech zieht die Notbremse und fährt Kapazitäten drastisch herunter. Der Sparkurs trifft Standorte weltweit – und bringt Tausende...

DWN
Politik
Politik Olena Zelenska über den Krieg: Was die Ukraine heute zusammenhält
05.05.2026

Olena Zelenska steht im Ukraine-Krieg für eine Form von Widerstand, die weit über Politik hinausreicht und psychische Gesundheit,...