Politik

Förderung Elektroautos: Regierung vertagt Details zur neuen E-Auto Prämie 2026

Wer auf eine baldige Klarheit zur neuen Kaufprämie für Elektroautos gehofft hat, muss sich weiter gedulden. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verschiebt die angekündigte Vorstellung der Förderbedingungen wegen noch offener Abstimmungen in der Koalition.
16.01.2026 09:20
Aktualisiert: 16.01.2026 09:20
Lesezeit: 1 min

Prämie soll ab Jahresanfang gelten

Über Einzelheiten der künftigen Förderung berichtete die "Bild"-Zeitung bereits. So soll die Prämie rückwirkend für E-Autos gelten, die seit dem Jahreswechsel neu zugelassen wurden. Je nach Einkommen, Familienstand und weiteren Kriterien sollen demnach Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro möglich sein.

"Die Mittel reichen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren", sagte Schneider der Zeitung. Union und SPD hatte sich im vergangenen Jahr auf neue milliardenschwere Kaufanreize geeinigt, die insbesondere Haushalten mit kleinem und mittlerem Einkommen zugutekommen sollen. Für Familien mit Kindern soll es demnach mehr Geld geben. Die festgelegte Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndes Haushaltsjahreseinkommen.

Portal für Anträge kommt erst später

Bis Autokäuferinnen und -käufer die neue Prämie erhalten, könnten noch einige Monate vergehen. Es müsse erst ein entsprechendes Portal freigeschaltet werden, heißt es in der «Bild». Anträge könnten voraussichtlich von Mai an gestellt werden.

Offen sind bislang hingegen noch Details, zum Beispiel, in welchem Umfang sogenannte Plug-in-Hybride gefördert werden. Das sind Fahrzeuge, die sowohl batteriebetrieben also auch mit Treibstoff fahren können.

Etwa jede fünfte Neuzulassung ist ein Elektroauto

Der Anteil reiner Elektroautos an allen Neuzulassungen lag im vergangenen Jahr bei gut 19 Prozent. Die Fahrzeuge sollen gefördert werden, um den Verkehr klimafreundlicher zu machen.

Es gab in der Vergangenheit bereits eine Kaufprämie für elektrische Pkw. Die damalige Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP stellte sie Ende 2023 abrupt ein, um Haushaltslöcher zu stopfen.

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