Steuererklärung leicht gemacht: So bereiten Sie sich gut vor
Jedes Jahr das gleiche Drama: Die Steuererklärung 2025 steht bevor. Einigen Betroffenen treibt das schon lange vor Abgabeschluss die Schweißperlen auf die Stirn. Doch das muss nicht sein.
Die jährliche Steuererklärung 2025 ist für viele Pflicht, für manche Kür – aber für fast alle ein Projekt, das gern mal aufgeschoben wird. Doch je besser die zur Erstellung notwendigen Unterlagen vorbereitet werden, desto schneller ist die Erklärung erstellt – und desto geringer das Risiko, relevante Abzüge zu übersehen. Das gilt für die Lohnsteuererklärung genauso wie für die Einkommenssteuererklärung.
Steuerexpertin Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler rät zu einem simplen, aber wirkungsvollen System: "Einem zentralen Sammelort, analog oder digital." So sollten Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in einem Ordner "Steuer 2025" sämtliche Belege abheften und sortieren, die später Eingang in die Steuererklärung 2025 finden sollen. Sinnvoll gewählte Unterordner wie "Beruf", "Vorsorge", "Spenden" oder "Immobilien" beugen später lästigem Suchen vor.
Einkommensteuererklärung: Formulare und Belege, die wichtig sind
Vom Arbeitgeber kommt die Lohnsteuerbescheinigung, die Basis jeder Erklärung. Schon jetzt sollten zudem die Pendeltage zur Arbeit und die einfache Entfernungskilometerzahl dorthin notiert werden. Auch die Anzahl der Homeoffice-Tage sollte fein säuberlich ermittelt werden – sie lassen sich später pauschal ohne Einzelquittung ansetzen.
Gekaufte Arbeitsmittel wie Laptop, Software oder Fachliteratur gehören ebenfalls in die Sammlung, genauso Fortbildungs- und Reisekostenabrechnungen mit Tickets und Hotelkosten, sofern diese nicht vom Arbeitgeber erstattet wurden. Wer seine Steuererklärung 2025 effizient erledigen will, spart damit später Zeit – ob bei der Lohnsteuererklärung oder der Einkommenssteuererklärung.
Bei Vorsorge und Gesundheit lohnt der genaue Blick: Nachweise zu Kranken- und Pflegeversicherungen, aber auch zu außergewöhnlichen Belastungen wie einer Sehhilfe, einem zahnärztlichen Eingriff, Medikamenten oder Therapiefahrten können die Steuerlast senken. Voraussetzung ist, dass der zumutbare Eigenanteil, der sich unter anderem nach dem Einkommen und dem Familienstand richtet, überschritten wurde.
Gemeinnützige Spenden erfordern Quittungen, Ehrenamtspauschalen eine Bescheinigung des Trägers. Häufig unterschätzt werden Abzüge rund um die eigenen vier Wände. Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen sind steuerlich relevant, entscheidend ist der ausgewiesene Arbeitsanteil. Für Familien zählen zudem Betreuungs- und Kitakosten. Diese sind im Veranlagungsjahr 2025 bis zu 80 Prozent absetzbar, maximal jedoch in Höhe von bis zu 4.800 Euro pro Jahr und Kind.
Übrigens: Die „Steuererklärung“ ist der Oberbegriff – bei Arbeitnehmern handelt es sich dabei fast immer um die Einkommensteuererklärung, die umgangssprachlich oft „Lohnsteuererklärung“ genannt wird.
Steuererklärung 2025: Frist zur Abgabe ist in der Regel der 31. Juli 2026
Für Vermieter wird die Vorbereitung schnell komplex. Grundsteuerbescheide 2025, Mietübersichten, Makler-, Notar- und Reparaturrechnungen, Darlehenszinsen oder Bauunterlagen für die Abschreibung sollten lückenlos abgelegt werden. Eine standardisierte Benennung der Dateien erleichtert später die Steuererklärung über Elster oder über eine Steuersoftware. Bei möglichen Rückfragen des Finanzamts kann das zusätzlich ein Vorteil sein – gerade bei der Steuererklärung 2025.
"Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung 2025 ist für pflichtveranlagte Steuerzahler ohne steuerliche Beratung der 31. Juli 2026", sagt Daniela Karbe-Geßler. Wer sich bei der Erstellung seiner Steuererklärung von einem Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater unterstützen lässt, hat für die Abgabe bis zum 1. März 2027 Zeit. Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, haben sogar vier Jahre Zeit – also bis zum 31. Dezember 2029.
Betriebsausgaben sauber dokumentieren: Das gilt für Unternehmer bei der Steuererklärung
Für Unternehmer und Selbstständige ist die Steuererklärung oft deutlich umfangreicher als bei Arbeitnehmern, weil neben der Einkommensteuer meist auch Themen wie Gewinnermittlung und Umsatzsteuer dazukommen. Gerade bei Einzelunternehmern und Freiberuflern spielt die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) eine zentrale Rolle: Die Anlage EÜR ist nach den Vorgaben der Finanzverwaltung elektronisch und authentifiziert zu übermitteln, in der Regel über Elster – dafür wird ein Zertifikat benötigt. Wer seine Unterlagen früh strukturiert, reduziert Rückfragen und spart bei der Dateneingabe Zeit.
In der Praxis lohnt es sich, für die Steuererklärung bei betrieblichen Ausgaben besonders sorgfältig zu dokumentieren, ob Kosten eindeutig betrieblich veranlasst sind – etwa bei Arbeitsmitteln, Software, Fortbildungen, Reisen oder anteiligen Raumkosten. Zusätzlich sollten Selbstständige die Umsatzsteuer im Blick behalten: Seit dem 1. Januar 2025 wurde die Kleinunternehmerregelung umsatzsteuerlich neu gefasst (Neufassung des § 19 UStG sowie Einführung von § 19a UStG), was je nach Geschäftsmodell Auswirkungen auf Rechnungsstellung und Pflichten haben kann. Auch wer als Kleinunternehmer gilt, sollte seine Umsätze sauber nachvollziehbar aufbereiten, um die Einstufung gegenüber dem Finanzamt belegen zu können.
Für die Abgabe gilt grundsätzlich: Die Steuererklärung 2025 muss ohne steuerliche Beratung regelmäßig bis 31. Juli 2026 eingereicht werden; mit Steuerberater verlängert sich die Frist. Unternehmer und Arbeitgeber nutzen diese Unterstützung durch einen Profi gerne aus, aber: Wer hier zu spät dran ist, riskiert unnötigen Druck – und übersieht am Ende leicht Betriebsausgaben, Sonderausgaben oder Fristen bei der Umsatzsteuer.
Steuererklärung 2025 selber machen und entspannt abschließen
Ob Arbeitnehmer oder Arbeitgeber – wer die Steuererklärung 2025 früh plant, spart Zeit, Stress und oft auch Geld. Entscheidend ist, Belege konsequent zu sammeln und sinnvoll zu sortieren. Denken Sie an alle Formulare von Vorsorgeunterlagen über Spendennachweise bis hin zu Nachweisen für Kapitalerträge, für Immobilienkäufe sowie für Lohn und Gehalt.
Viele Abzüge gehen verloren, weil beispielsweise Pendeltage, Homeoffice oder Arbeitsmittel nicht sauber dokumentiert werden. Auch Gesundheitskosten, haushaltsnahe Dienstleistungen und Betreuungskosten können die Steuerlast senken, wenn Nachweise vollständig vorliegen. Besonders Vermieter profitieren von einer strukturierten Ablage. Wer die Fristen kennt und rechtzeitig handelt, reduziert Fehler und erhöht die Chance, alle Vorteile auszuschöpfen. Wenn Sie Ihr Steuererklärung selber machen, dann beginnen Sie also besser jetzt mit den Vorbereitungen – das spart Stress und Sie vermeiden typische Fehler.


