Der S&P 500 stieg um 0,55 Prozent und der Dow Jones Industrial Average um 0,63 Prozent. Auch der technologielastige Nasdaq Composite legte um 0,91 Prozent zu.
Der Anstieg wurde vor allem durch die Tesla-Aktie gestützt, die um 4,15 Prozent kletterte. Zuvor hatte CEO Elon Musk die Hoffnung geäußert, bereits im nächsten Monat die behördliche Zulassung für das Fahrerassistenzsystem des Unternehmens in Europa und China zu erhalten, und in den sozialen Medien ein Video über die Fortschritte bei der Einführung von Robotaxis geteilt.
An den Rohstoffmärkten überschritt der Goldpreis erstmals die Marke von 4.900 US-Dollar pro Feinunze. Die Rohöl-Futures für Brent und West Texas Intermediate (WTI) fielen beide um 1,8 Prozent. Der Ölpreis erreichte ein Wochentief, nachdem Trump seine Haltung gegenüber Grönland und dem Iran gemildert hatte und es Anzeichen für mögliche Fortschritte bei der Beendigung des Krieges in der Ukraine gab.
Die Marktstimmung hellte sich auf, als Trump die für Februar geplanten Zölle in Höhe von 10 Prozent für acht NATO-Mitgliedstaaten aussetzte. Dennoch bleibt eine gewisse Vorsicht am Markt bestehen, da zwischen den USA und der Europäischen Union weiterhin Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft Grönlands herrschen.
Trump teilte am Mittwoch in den sozialen Medien mit, dass er mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine Rahmenvereinbarung zum Thema Grönland erzielt habe. Der dänische Ministerpräsident betonte hingegen am Donnerstag, dass die territoriale Souveränität des Landes nicht verhandelbar sei.
Makroökonomisch betrachtet zeigte der von der Federal Reserve bevorzugte Inflationsindikator, der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), dass die Verbraucherpreise im November im Jahresvergleich um 2,8 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig stiegen nach Angaben des US-Arbeitsministeriums die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 17. Januar auf 200.000, verglichen mit 199.000 Anträgen in der Vorwoche.
Zudem wuchs das Bruttoinlandsprodukt der USA im dritten Quartal 2025 auf das Jahr hochgerechnet um 4,4 Prozent. Dies ist das schnellste Wachstum seit zwei Jahren und übertraf die vorherige Schätzung der Regierung.
Angesichts dieser Daten gehen Investoren davon aus, dass die Federal Reserve die Zinssätze in der kommenden Woche unverändert lassen wird.
Bergbauaktien im Aufwind, Medizinunternehmen unter Druck
Die Aktien von Bergbauunternehmen legten dank der verbesserten Marktstimmung und des hohen Goldpreises zu. Die stärksten Gewinne verzeichneten Evolution Metals & Technologies (+23,68 Prozent), Critical Metals (+20,89 Prozent), Americas Gold and Silver (+18,93 Prozent) und Hycroft Mining (+17,99 Prozent).
Auch die Aktie des Biotechnologieunternehmens Regencell Bioscience verzeichnete einen deutlichen Kursanstieg (+40,44 Prozent).
Der größte Verlierer des Handelstages war Inspire Medical Systems; die Aktie fiel um 16 Prozent, nachdem neue Abrechnungsprobleme bei der wichtigsten Behandlungsdienstleistung des Unternehmens aufgetreten waren. Das Problem entstand, nachdem zwei Verwaltungspartner des Medizinunternehmens einen wichtigen Abrechnungscode aus dem System entfernt hatten.
Die Abbott-Aktie gab um 10,04 Prozent nach, da der Quartalsumsatz des Unternehmens hinter den Erwartungen der Wall Street zurückblieb. Die Aktie von GE Aerospace verbilligte sich um 7,38 Prozent, obwohl die Quartalsergebnisse besser als erwartet ausfielen. Der Umsatz des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 18 Prozent, und der Gewinn übertraf die Prognosen um 0,14 Dollar.
Deutliche Verluste verzeichneten auch die Aktien von Old Republic International (–9,3 Prozent) und McCormick & Company (–8,05 Prozent).


