Finanzen

Deutsche Bank-Aktie: DAX-Wert 2025 mit Gewinn auf Rekordniveau

Die Deutsche Bank-Aktie sorgt mit einem Rekordgewinn für Aufmerksamkeit an den Märkten. Doch während starke Zahlen und eine solide Bilanz Investoren begeistern, werfen neue Ermittlungen Fragen auf: Kann der DAX-Wert diesen Erfolg dauerhaft sichern?
29.01.2026 08:42
Lesezeit: 2 min
Deutsche Bank-Aktie: DAX-Wert 2025 mit Gewinn auf Rekordniveau
Wolken spiegeln sich in der Glasfassade der Zentrale der Deutschen Bank: Die Deutsche Bank-Aktie steht nach den Quartalszahlen im Fokus der Anleger (Foto: dpa). Foto: Arne Dedert

Deutsche Bank-Aktie: Gewinn 2025 auf Rekordniveau

Die Deutsche Bank-Aktie steht 2025 im Zeichen eines historischen Gewinnsprungs. Die Deutsche Bank (ISIN: DE0005140008) erreichte mit gut 9,7 Milliarden Euro vor Steuern das beste Vorsteuerergebnis ihrer Geschichte. Damit untermauern die Deutsche Bank-Zahlen eindrucksvoll die Stärke des Frankfurter DAX-Werts. Unter dem Strich meldete das größte deutsche Geldhaus einen Überschuss von 6,1 Milliarden Euro. Höher war der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn nur 2007 mit rund 6,5 Milliarden Euro. Auch der Deutsche Bank-Aktienkurs reagiert auf diese starke Deutsche Bank-Bilanz.

Konzernchef Christian Sewing sieht das Institut "auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, der europäische Champion zu werden". Die Anteilseigner der Deutsche Bank-Aktie können sich auf 1,00 Euro Dividende je Aktie freuen, rund anderthalbmal so viel wie im Vorjahr. Zudem stellte die Bank weitere Aktienrückkäufe in Aussicht, was den DAX-Wert zusätzlich in den Fokus rückt.

Razzia und Ermittlungen bei Deutsche Bank

Getrübt wird der Geschäftserfolg des DAX-Wert durch erneute Ermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter wegen des Verdachts der Geldwäsche, die am Tag vor der Bilanzvorlage bekannt wurden: Ermittler durchsuchten die Zentrale der Deutschen Bank in der Frankfurter City sowie Geschäftsräume in Berlin. Laut Frankfurter Staatsanwaltschaft geht es um frühere Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften, die ihrerseits unter Geldwäscheverdacht stehen. Solche Entwicklungen belasten den Deutsche Bank-Aktienkurs und werfen Schatten auf die Deutsche Bank-Bilanz.

"Wir wissen, wo wir hin wollen, und von diesem Weg werden wir uns nicht abbringen lassen", schrieb Sewing an die Belegschaft. "Daran ändert auch die gestrige Maßnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt nichts. Natürlich werden wir vollumfänglich mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Transaktionen aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Aber ansonsten schauen wir konsequent nach vorn."

Immer wieder Ärger wegen Geldwäscheverdachts

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, geht es um Geschäfte im verschachtelten Firmenkonglomerat des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch aus den Jahren 2013 bis 2018. Abramowitsch, der seit 2022 auf der Sanktionsliste der EU steht, ließ über einen Anwalt mitteilen, ihm seien keine Ermittlungen deutscher Behörden in dieser Angelegenheit bekannt.

Vorwürfe, beim Thema Geldwäsche nicht genau genug hinzuschauen, haben der Deutschen Bank schon mehrfach Ärger mit Justiz und Aufsicht eingebrockt. Bußgelder sowie die Überwachung durch die Finanzaufsicht Bafin bis Ende 2024 belasteten die Bank. Diese Themen wirken sich immer wieder auf die Wahrnehmung der Deutsche Bank-Aktie und die Einschätzung der Deutsche Bank-Zahlen aus.

Alle Sparten liefern - eine besonders

Den Löwenanteil seines Gewinns verdankte das Geldhaus auch 2025 der Investmentbank: Diese steigerte ihr Vorsteuerergebnis um ein Fünftel auf gut vier Milliarden Euro. Die Unternehmensbank steuerte mit 2,6 Milliarden Euro knapp ein Viertel mehr bei. Die Privatkundenbank samt Postbank und Norisbank konnte ihr Ergebnis auf 2,3 Milliarden Euro fast verdoppeln. Gut lief es auch bei der DWS (ISIN: DE000DWS1007): Vor Steuern lieferte sie fast eine Milliarde Euro ab, ein Plus von 55 Prozent. Diese starken Deutsche Bank-Zahlen stützen die Attraktivität der Deutsche Bank-Aktie.

Im Gesamtjahr 2024 hatte die Deutsche Bank vor Steuern knapp 5,3 Milliarden Euro verdient, der Überschuss lag bei rund 2,7 Milliarden Euro. Ursächlich war damals vor allem die Entschädigung früherer Postbank-Aktionäre. Auch hier spielte die Deutsche Bank-Bilanz eine zentrale Rolle für den Deutsche Bank-Aktienkurs.

Vorstand schraubt Geschäftsziele nach oben

Für die kommenden Jahre hat der Vorstand die Ziele angehoben: Höhere Erträge und Einsparungen sollen die Eigenkapitalrendite auf mehr als 13 Prozent steigern. Den für 2025 angepeilten Wert von über 10 Prozent erreichte die Bank mit 10,3 Prozent. Damit bleibt die Deutsche Bank-Aktie ein wichtiger DAX-Wert mit starken Perspektiven.

Sewing hatte die Führung 2018 in einer tiefen Krise übernommen. Mit dem Abbau Tausender Stellen und einer Verkleinerung der Investmentbank brachte er den Konzern wieder auf Wachstumskurs. 2005 war das sechste Jahr in Folge, das die Deutsche Bank mit Gewinn abgeschlossen hat. Die Entwicklung des Deutsche Bank-Aktienkurs bleibt damit eng mit der weiteren Deutsche Bank-Bilanz verknüpft.

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