Finanzen

US-Börsen: Chiphersteller AMD übertraf Investorenerwartungen, konnte den Kursrutsch jedoch nicht verhindern

Die US-Börsen warteten gespannt auf die Ergebnisse von AMD, in der Hoffnung, eine Bestätigung für das anhaltende Wachstum des KI-Sektors zu finden. Obwohl der Chiphersteller die Analystenerwartungen übertraf, gab die Aktie im nachbörslichen Handel dennoch nach.
03.02.2026 23:18
Lesezeit: 1 min
US-Börsen: Chiphersteller AMD übertraf Investorenerwartungen, konnte den Kursrutsch jedoch nicht verhindern
Die US-Börsen spielen eine Schlüsselrolle für die weltweite Kapitalallokation. (Foto: Alexey_Fedoren/iStock) Foto: Alexey_Fedoren/iStock

Der Chiphersteller AMD veröffentlichte am Dienstag seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 1,53 US-Dollar und übertraf damit die Prognose von 1,32 US-Dollar. Ebenso beeindruckend war der Gesamtumsatz des Quartals, der von 7,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 10,3 Milliarden US-Dollar stieg und damit die Analystenerwartungen von 9,6 Milliarden US-Dollar übertraf.

Trotz der starken Zahlen reagierte die Aktie mit Kursverlusten auf die Nachricht, was die allgemeine Verunsicherung der Anleger gegenüber dem Technologiesektor widerspiegelt. Zum Börsenschluss verzeichnete die Aktie des Unternehmens ein Minus von 1,69 Prozent. Nach Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten fiel das Papier im nachbörslichen Handel um mehr als 6,5 Prozent.

Obwohl Investoren wiederholt Besorgnis über eine Blase im Bereich der künstlichen Intelligenz und übermäßige Ausgaben geäußert haben, verzeichneten die Aktien von AMD und seinem Hauptkonkurrenten Nvidia in den letzten 12 Monaten einen bemerkenswerten Anstieg: AMD legte um fast 112 Prozent zu und Nvidia um 54 Prozent.

Dennoch muss AMD, wie auch andere Marktteilnehmer, mit einem weltweiten Mangel an Speicherchips kämpfen. Dies könnte Computerhersteller dazu zwingen, die Preise zu erhöhen, was wiederum die Nachfrage dämpfen und die Einnahmen beeinträchtigen würde. Zudem wächst der Wettbewerb durch die Großkunden selbst, da Google, Amazon und Microsoft zunehmend ihre eigenen Chips entwickeln.

Das Unternehmen blickt jedoch optimistisch in die Zukunft und prognostiziert für das erste Quartal einen Umsatz von 9,5 bis 10,1 Milliarden US-Dollar, was über der Marktschätzung von 9,4 Milliarden US-Dollar liegen würde.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Ökonomie der App-Stores: Welche Branchen das größte Wachstum im mobilen Sektor verzeichnen

Das rasante Wachstum mobiler Apps ist eines der prägenden Merkmale der heutigen digitalen Wirtschaft. Menschen kaufen darüber ein,...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ein Nobelpreisträger erklärt: Niedrige Geburtenraten töten das Wirtschaftswachstum nicht
26.07.2026

Sinkende Geburtenraten gelten oft als Gefahr für Wachstum und Wohlstand. Doch Nobelpreisträger Daron Acemoglu kommt zu einem anderen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmensmedien: Wer nur Inhalte postet, hat den Kampf um Kunden bereits verloren
26.07.2026

Unternehmen produzieren Podcasts, Videos und LinkedIn-Beiträge, doch das Publikum bleibt aus. Der Grund: Viele behandeln Inhalte wie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Geldpolitik wurde unter Greenspan zur Macht über die Märkte
26.07.2026

Alan Greenspan konnte mit einem Halbsatz Märkte beruhigen oder verunsichern. Fast zwei Jahrzehnte lang galt der Fed-Chef als Dirigent der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lohntransparenz: Nordea legt Gehälter offen und verändert die Machtverhältnisse
26.07.2026

Was geschieht, wenn Beschäftigte plötzlich erkennen können, ob ihr Gehalt am oberen oder unteren Ende der vorgesehenen Spanne liegt? Die...

DWN
Panorama
Panorama Hitzefalle Spielplatz: Wie Städte für mehr Schatten sorgen wollen
26.07.2026

Die Sommer werden heißer, und viele Spielplätze geraten an ihre Grenzen. Fehlender Schatten und aufgeheizte Flächen erschweren das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Britische Wirtschaft: Die Heimat des Kapitalismus steckt in der Wachstumsfalle
26.07.2026

Großbritannien wechselt seine Regierungschefs, doch die Wirtschaft bleibt stehen. Seit der Finanzkrise wächst die Heimat des Kapitalismus...

DWN
Politik
Politik Russische Atomtechnik in Deutschland: Was hinter der umstrittenen Kooperation in Lingen steckt
25.07.2026

Die Genehmigung für eine Brennelementefertigung mit russischer Technologie in Niedersachsen wirft weitreichende Fragen auf. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen KI und Geldpolitik: Warum die Fed vor einem Zinsdilemma steht
25.07.2026

Künstliche Intelligenz soll die Produktivität steigern und die Inflation bremsen. Doch ausgerechnet der milliardenschwere KI-Boom könnte...