Der Chiphersteller AMD veröffentlichte am Dienstag seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 1,53 US-Dollar und übertraf damit die Prognose von 1,32 US-Dollar. Ebenso beeindruckend war der Gesamtumsatz des Quartals, der von 7,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 10,3 Milliarden US-Dollar stieg und damit die Analystenerwartungen von 9,6 Milliarden US-Dollar übertraf.
Trotz der starken Zahlen reagierte die Aktie mit Kursverlusten auf die Nachricht, was die allgemeine Verunsicherung der Anleger gegenüber dem Technologiesektor widerspiegelt. Zum Börsenschluss verzeichnete die Aktie des Unternehmens ein Minus von 1,69 Prozent. Nach Veröffentlichung der Wirtschaftsdaten fiel das Papier im nachbörslichen Handel um mehr als 6,5 Prozent.
Obwohl Investoren wiederholt Besorgnis über eine Blase im Bereich der künstlichen Intelligenz und übermäßige Ausgaben geäußert haben, verzeichneten die Aktien von AMD und seinem Hauptkonkurrenten Nvidia in den letzten 12 Monaten einen bemerkenswerten Anstieg: AMD legte um fast 112 Prozent zu und Nvidia um 54 Prozent.
Dennoch muss AMD, wie auch andere Marktteilnehmer, mit einem weltweiten Mangel an Speicherchips kämpfen. Dies könnte Computerhersteller dazu zwingen, die Preise zu erhöhen, was wiederum die Nachfrage dämpfen und die Einnahmen beeinträchtigen würde. Zudem wächst der Wettbewerb durch die Großkunden selbst, da Google, Amazon und Microsoft zunehmend ihre eigenen Chips entwickeln.
Das Unternehmen blickt jedoch optimistisch in die Zukunft und prognostiziert für das erste Quartal einen Umsatz von 9,5 bis 10,1 Milliarden US-Dollar, was über der Marktschätzung von 9,4 Milliarden US-Dollar liegen würde.


