Zinsängste bremsen die Wall Street
Die Dynamik am US-Aktienmarkt verlangsamte sich am Freitag, begleitet von einem sprunghaften Anstieg der Anleiherenditen, da sich die Anleger auf die Möglichkeit einstellten, dass der Ausverkauf am Anleihemarkt noch nicht vorüber sein könnte.
Anleiherenditen entwickeln sich gegenläufig zu den Kursen, wobei Anleger in Staatsanleihen (Treasuries) eine attraktivere Anlagechance sehen, während der Wert bestehender Anleihen aufgrund historisch niedrigerer Zinsen sinkt.
Die 30-jährige US-Staatsanleihe rentierte am späten Freitag mit 5,132 Prozent, gegenüber 5,027 Prozent im früheren Tagesverlauf.
Verluste bei den Leitindizes und Bewegungen am Ölmarkt
Der S&P 500 fiel um 1,24 Prozent auf 7.408,50 Punkte, während der technologielastige Nasdaq um 1,54 Prozent auf 26.225,14 Punkte nachgab.
Der Dow Jones verlor 1,07 Prozent und schloss bei 49.526,17 Punkten.
Im späten Handel stieg der Preis für die Referenzsorte Brent-Rohöl auf rund 109 US-Dollar pro Barrel, nachdem er im früheren Handelsverlauf noch bei etwa 106 US-Dollar notiert hatte.
Gewinner und Verlierer des Tages im Überblick
Die größten Gewinner im S&P500 waren im Tagesverlauf DexCom mit einem Plus von 6,59 Prozent auf 61,63 US-Dollar, gefolgt von FactSet Research Systems, die um 6,26 Prozent auf 212,38 US-Dollar stiegen, sowie ServiceNow mit einem Anstieg von 5,08 Prozent auf 95,10 US-Dollar.
Unterdessen legte die Aktie von Workday um 5,27 Prozent auf 125,01 US-Dollar zu.
Am anderen Ende der Tabelle fiel Corning Inc um 7,86 Prozent auf 191,90 US-Dollar, das Kryptounternehmen Coinbase Global gab ebenfalls um 7,86 Prozent auf 195,43 US-Dollar nach, während der Autobauer Ford um 7,32 Prozent auf 13,42 US-Dollar abrutschte.
Der Tech-Gigant Intel, dessen Kurs in den vergangenen Wochen rasant gestiegen war, gab um 6,18 Prozent auf 108,77 US-Dollar nach.


