Wirtschaft

Gemeinsame Ziele in Krisenzeiten: Deutschland und Türkei planen engere Kooperation

Deutschland und die Türkei wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit massiv ausbauen und vertiefen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte in Ankara die Bedeutung des Landes als verlässlicher Handelspartner und strategischer Verbündeter in Krisenzeiten. Neben dem klassischen Warenaustausch soll künftig vor allem die Kooperation im Energiebereich eine zentrale Rolle spielen.
19.06.2026 14:19
Lesezeit: 1 min
Gemeinsame Ziele in Krisenzeiten: Deutschland und Türkei planen engere Kooperation
Deutschland und die Türkei bauen ihre Wirtschaft aus: Erfahren Sie, warum die engere Kooperation im Energiebereich für Unternehmen große Chancen bietet (Foto: dpa). Foto: Elisa Schu

Reiche wirbt für verlässliche Partnerschaft

Deutschland und die Türkei wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen. "Wir brauchen die Türkei als verlässlichen Handelspartner, aber auch zur Erreichung gemeinsamer politischer Ziele", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Rande von politischen Gesprächen in Ankara. Reiche erinnerte dabei an Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und den Krieg im Iran, der hoffentlich dauerhaft beendet werde.

Reiche und der türkische Handelsminister Ömer Bolat werteten die Entwicklung des Handels beider Länder positiv. "Die Türkei ist der fünftgrößte Handelspartner der EU", stellte Reiche fest. Sie betonte, dass die Handelsbeziehungen nahezu ausgeglichen seien. Die Investitionen deutscher Unternehmen in der Türkei seien breitgefächert. "Umgekehrt gilt dasselbe." Deutsche Investoren wollten ihre Stellung auf dem türkischen Markt künftig weiter ausbauen.

Zur Ehren Atatürks

Am Atatürk-Mausoleum erwies Reiche dem Gründer der liberalen Türkei mit einer Kranzniederlegung die Ehre und würdige mit einem Eintrag ins Gästebuch Mustafa Kemal Atatürk. Zum Start ihres zweitägigen Besuchs in Ankara hatte Reiche die Frage beantwortet, ob die innenpolitische Lage mit Repressionen gegen die Opposition zur Sprache kommen solle. Es gebe neben schönen Themen auch komplizierte, so Reiche. "Die werden wir besprechen, aber bestimmt nicht kurz vor Abflug und nicht ins Mikrofon."

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