Politik

Massenstreik bei Schuh-Lieferant in China ausgeweitet

Lesezeit: 1 min
21.04.2014 16:55
Der Streik beim chinesischen Schuh-Lieferanten Yue Yuen wird fortgesetzt. Die Arbeiter kämpfen für bessere Sozialleistungen. Das Unternehmen beliefert unter anderem Nike und Adidas.

Mehr zum Thema:  
Auto >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Auto  

Der Massenstreik beim chinesischen Schuhlieferanten Yue Yuen Industrial weitet sich aus. Trotz Zugeständnissen des Managements kämpfen die Arbeiter weiterhin für höhere Sozialbeiträge des Unternehmens. Ein Beschäftigter des Werks in der südchinesischen Provinz Guangdong sagte am Montag, der Ausstand werde fortgesetzt. Auch in einer Fertigungsstätte der Nachbarprovinz Jiangxi sollte die Arbeit erneut ruhen, wie die in den USA ansässige Arbeiterorganisation China Labour Watch mitteilte.

Arbeitnehmervertretern zufolge handelt es sich um den größten Streik in China seit geraumer Zeit. Auf dem riesigen Werksgelände in Guangdong befanden sich nach Firmenangaben vergangene Woche rund 40.000 Beschäftigte. Arbeiter sagten, die komplette Belegschaft beteilige sich an dem Ausstand. In Jiangxi begann der Steik später. Dort beteiligen sich laut China Labour Watch seit Freitag mehr als 2000 Arbeiter an dem Protest.

Yue Yuen stellt unter anderem Adidas- und Nike-Schuhe her. Dem Konzern wird vorgehalten, über Jahre zu wenig Geld in Sozialfonds und für Wohnzuschüsse eingezahlt zu haben. Mehrere Tage nach Beginn der Arbeitsniederlegungen kündigte die Führung Verbesserungen an, konnte die Beschäftigten damit aber nicht besänftigen. Politiker riefen das Unternehmen dazu auf, den Forderungen im Rahmen der geltenden Gesetze nachzukommen.

Vor einer Woche hatte Adidas erklärt, wegen des Streiks komme es nicht zu Lieferengpässen


Mehr zum Thema:  
Auto >

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienkrise: Zwangsversteigerungen in Deutschland nehmen deutlich zu
24.07.2024

Hohe Zinsen, mehr Insolvenzen und eine schwache Wirtschaftskonjunktur – die Zahl der Zwangsversteigerungen steigt in Deutschland um acht...

DWN
Politik
Politik Ukrainischer Außenminister Kuleba besucht China - warum eigentlich?
24.07.2024

China verhält sich im Krieg zwischen Russland und der Ukraine nach eigenen Angaben neutral. Tatsächlich stehen sich Chinas...

DWN
Panorama
Panorama Keine Impfung mehr ohne mRNA? Der DWN-Faktencheck
24.07.2024

Um die mRNA-Impfung ranken sich viele Falschbehauptungen. Wieder einmal zeigt sich - man sollte nicht alles glauben, was im Internet gesagt...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt: DAX mit neuem Schwung dank SAP-Rekordhoch
23.07.2024

Die starke Leistung von SAP hat dem DAX am Dienstag zu einer fortgesetzten Erholung verholfen. Die Aktie des Software-Herstellers erreichte...

DWN
Technologie
Technologie Öl-Streit zwischen Ungarn und Slowakei mit der Ukraine eskaliert
23.07.2024

Neue Sanktionen der Ukraine gegen den russischen Ölkonzern Lukoil sorgen für Ärger in der EU. Die Europäische Kommission teilte in...

DWN
Immobilien
Immobilien Kampf der Economy-Hotels: Jetzt mischt Hilton mit „Spark“ den deutschen Markt auf
23.07.2024

Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch die mächtige Hilton-Gruppe aus den USA in das Geschehen auf dem Markt der Billighotels eingreift....

DWN
Politik
Politik Bundesverfassungsgericht schützen vor Blockade und Einflussnahme - Ampel ist sich mit Union einig
23.07.2024

Das Beispiel Polen zeigt, welche Eingriffsmöglichkeiten es auch in Demokratien gibt. Ist das Bundesverfassungsgericht für solche Fälle...

DWN
Politik
Politik Steuergeldverschwendung: Regierungsflüge zur Fußball-EM kosten eine halbe Million Euro
23.07.2024

Annalena Baerbock (Die Grünen) hat während der Fußball-EM das Nachtflugverbot ignoriert, weil sie beim Gruppenspiel der deutschen...