Politik

Österreichischer Außenminister Spindelegger fordert Ausschlüsse aus Eurozone

Wäre es möglich, Länder aus dem Euro „rauszuschmeißen“ hätte man diese Konsequenz bereits ziehen müssen, sagte der österreichische Außenminister. Er fordert eine Möglichkeit, Staaten die sich nicht an die Regeln halten, aus der Währungsunion auszuschließen.
17.08.2012 17:17
Lesezeit: 1 min

Der österreichische Außenminister, Michael Spindelegger, forderte heute in einem Interview eine rechtliche Möglichkeit, Mitglieder aus der Eurozone ausschließen zu können: „Wir brauchen Möglichkeiten, dass man jemanden aus der Währungsunion rausschmeißt“, sagte Spindelegger der tageszeitung Kurier.

Ohne Griechenland konkret zu erwähnen fügte er hinzu: „Wenn es die Möglichkeit des Euro-Ausschlusses schon gäbe, hätte man schon Konsequenzen ziehen müssen.“ Es soll auch schon Gespräche über die Ermöglichung eines Ausschlusses aus der Eurozone gegeben haben.

Spindelegger zufolge sollen vor allem stabile Euroländer wie Deutschland, die Niederlande, Luxemburg und Finnland dem Vorschlag positiv gegenüberstehen.

Der finnische Außenminister hatte heute mit der Aussage für Aufregung gesorgt, Finnland würde sich bereits auf einen Zusammenbruch der Eurozone vorbereiten. Die Europäische Union könne auch ohne Euro funktionieren, meinte er in einem Interview (mehr hier).

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Politik
Politik „Machen Sie sich auf die Auswirkungen gefasst“: EU kündigt weitere Gegenmaßnahmen zu US-Zöllen an
03.04.2025

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die Bürger der EU auf die bevorstehenden wirtschaftlichen Folgen...

DWN
Politik
Politik US-Finanzminister warnt vor Vergeltungszöllen: Eskalation könnte die Lage verschärfen
03.04.2025

US-Finanzminister Scott Bessent hat betroffene Länder vor einer schnellen Reaktion auf die jüngste Ankündigung von Präsident Donald...

DWN
Politik
Politik AfD-Kandidat erstmals ins Verfassungsgericht gewählt: Zweidrittelmehrheit im Thüringer Landtag
03.04.2025

Die AfD hat einen Kandidaten für den Thüringer Verfassungsgerichtshof durchgesetzt: Rechtsanwalt Bernd Falk Wittig wurde mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bewerbercheck: Dürfen Arbeitgeber frühere Chefs kontaktieren?
03.04.2025

Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern können wertvolle Einblicke bieten – aber ist es rechtlich erlaubt, ohne Zustimmung des Bewerbers...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sichere KI statt Datenleck: Das müssen Firmen beim Chatbot-Einsatz beachten
03.04.2025

KI-Chatbots sind im Mittelstand längst Alltag – doch oft fehlt es an Sicherheitsstandards. Der Hamburger KI- und Digitalisierungsexperte...

DWN
Panorama
Panorama Orban trifft Netanjahu in Budapest trotz Haftbefehl -und erklärt Rückzug aus Internationalen Strafgerichtshof
03.04.2025

Viktor Orbán ignoriert den Haftbefehl, den der Internationale Strafgerichtshof gegen Israels Premier erlassen hat – und heißt ihn in...

DWN
Politik
Politik Russlands Verzögerung der Verhandlungen könnte auch der Ukraine nützen
03.04.2025

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine mögliche Waffenruhe oder Friedenslösung ziehen sich weiter hin. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...