Politik

Ehemaliger NSA-Chef Alexander will Wall Street für Millionen-Honorar beraten

Lesezeit: 1 min
23.06.2014 00:13
Der ehemalige NSA-Chef hat als Sicherheitsberater in die Wall Street gewechselt. Er will sein Wissen weitergeben damit sich die Banken besser vor Cyber-Angriffen schützen können. Für seine Dienste wollte er ursprünglich eine Million US-Dollar im Monat haben.
Ehemaliger NSA-Chef Alexander will Wall Street für Millionen-Honorar beraten

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der ehemalige NSA-Chef Keith Alexander ist als Sicherheitsberater für Wall-Street-Banken tätig. Seine Botschaft lautet: Geldinstitute sind ständigen Cyber-Angriffen ausgesetzt.

Deshalb wollte er den Geldinstituten ursprünglich für rund eine Million US-Dollar im Monat mit Rat und Tat zur Seite stehen. Doch sein Unternehmen IronNet Cybersecurity Inc. hat sich dann mit der Securities Industry and Financial Markets Association (SIFMA) auf einen Angebots-Preis in Höhe von 600.000 US-Dollar pro Monat geeinigt, berichtet Bloomberg. SIFMA ist eine US-amerikanische Lobbygruppe, die Hunderte von US-Unternehmen vertritt. Sie agiert als Bindeglied zwischen Sicherheitsunternehmen und Banken.

Doch Alexanders Karriere-Sprung ist nicht ungewöhnlich. Ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste sind ein wichtiger Bestandteil der Cyber-Security-Industrie. Der ehemalige Vize-Direktor der CIA, Michael Morell, ist aktuell für Beacon Global Strategies LLC. tätig. Auf einer SIFMA-Veranstaltung warnte auch er Vertreter von Geldinstituten vor der Bedrohung durch Cyber-Attacken.

Auch der ehemalige Obama-Berater Richard A. Clarke ist in dieser Branche tätig. 2012 sagte er, dass einige Nahost-Staaten hinter den Cyber-Angriffen gegen US-Banken stecken würden, berichtet abc6.

Aktuell ist Clarke Vorsitzender des Unternehmens Harbor Consulting, LLC. Das Unternehmen berät Banken, Organisationen und Institutionen im digitalen Sicherheits-Bereich. Zudem arbeitet Clarke als Berater bei der Cyber-Security-Firma SRA International, Inc.

In der kommenden Woche wird im Geheimdienst-Komitee des US-Senats über ein Gesetzesvorschlag abgestimmt, der die Zusammenarbeit zwischen IT-Sicherheitsunternehmen und staatlichen Stellen verbessern soll.

Der Austausch von Informationen soll erleichtert werden. Zudem diene das Gesetz der Sicherheit von privaten- und öffentlichen Computernetzwerken.

Die Urheber der Vorlage sind die US-Senatoren Dianne Feinstein und Saxby Chambliss.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Brüssel startet totale Kontrolle: Ab 6. Juli wird Geschwindigkeits-Überwachung in Autos Pflicht

Das Zeitalter der totalen Überwachung im Auto hat begonnen: Ab 6. Juli 2022 wird die Tempo-Überwachung ISA in allen neuen Autos zur...

DWN
Politik
Politik NRW: Wahlbeteiligung sackt deutlich ab

Die niedrige Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wirft Fragen auf.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Zweitgrößter Weizen-Produzent der Welt stoppt den Export

Der zweitgrößte Weizenproduzent der Welt stellt die Ausfuhren ein - mit weitreichenden Folgewirkungen.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Windräder: Söder warnt Habeck vor Wortbruch bei Abstandsregeln

Der bayerische Ministerpräsident warnt den Wirtschaftsminister, die vereinbarten Abstandsregeln für Windräder zu kippen.

DWN
Politik
Politik Moskau nennt Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands „schwerwiegenden Fehler“

Die russische Regierung warnt vor einem Beitritt Schwedens und Finnlands zur Nato. Die Aussagen eines Ministers haben es in sich.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russischer Gas-Transit durch die Ukraine geht weiter zurück

Das Volumen russischen Gases, das durch die Ukraine in die EU gepumpt wird, sinkt weiter.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Großhandelspreise markieren stärksten Anstieg seit den 60er Jahren

Die Großhandelspreise haben im April den stärksten Anstieg seit Beginn der Zeitreihe in den 1960er Jahren markiert.