Das Geld ist weg: Bitcoin-Plattform ausgeraubt

Die Handels-Plattform Silk Road hat den Betrieb eingestellt. Grund sei eine Cyber-Attacke auf die illegale Plattform. Dabei seien zwar alle Bitcoin im Wert von knapp 2 Millionen Euro gestohlen worden, doch die Nutzerdaten seien nicht gefährdet.

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Auf der illegalen Online-Handelsplattform Silk Road 2.0 kann derzeit nicht gehandelt werden. Die Betreiber machen eine Cyber-Attacke für die Probleme verantwortlich. Es handle sich um dieselben Probleme wie bei mehreren Bitcoin-Börsen, die alle Auszahlungen stoppen mussten.

„Silk Road wird über einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden neu organisiert wegen einer größeren Attacke“, heißt es auf der Webseite von Silk Road. In einer Mitteilung sagt der Administrator Defcon, dass die Nutzer des illegalen Handelsplatzes nicht in Gefahr seien. Die Angreifer hätten keinen Zugang zum Server gehabt.

Silk Road ist eine im Tor-Netzwerk ausgeführte E-Commerce-Plattform. Aufgrund der Anonymität können dort auch illegale Drogen erworben werden. Im Oktober 2013 wurde der mutmaßliche Betreiber der Plattform, Ross William Ulbricht, verhaftet und die Plattform beschlagnahmt (mehr hier). Seit November ist die Seite wieder online.

Am Donnerstag musste nun der Handel bei Silk Road wegen eines Cyber-Angriffs eingestellt werden. Die Angreifer hätten mehr als 4.474 Bitcoin erbeutet, rechnet Nicholas Weaver. Sie hätten sich eine Schwäche des Bitcoin-Protokolls, die transaction malleability, zunutze gemacht und wiederholt Bitcoin von Silk Road abgezogen, bis das System „vollkommen leer“ war.

„Ich habe euch als Anführer enttäuscht und bin durch die heutigen Enthüllungen am Boden zerstört. Ich hätte mich Mt.Gox und Bitstamp anschließen sollen und Abhebungen stoppen sollen, als über das Malleability-Problem berichtet wurden.“

Nach Mt.Gox hatten Anfang der Woche weitere Bitcoin-Börsen alle Auszahlungen der Internet-Währung an ihre Kunden gestoppt. Die Guthaben seien jedoch nicht gefährdet, sagen die Börsen Bitstamp und Bitcoin Deutschland (mehr hier).

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