Euro-Rettung: Schweizer Nationalbank räumt Verlust von 50 Milliarden Franken ein

Innerhalb eines Monats verringerte sich das Eigenkapital der Schweizerischen Nationalbank von 85 Milliarden Franken auf nur mehr 34 Milliarden. Die Eigenkapitalquote fiel dadurch auf unter sieben Prozent. Das ist weniger als die systemrelevanten Banken zurückstellen müssen.

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Innerhalb eines Monats, von Dezember 2014 bis Januar 2015, vernichtete die Schweizerische Nationalbank (SNB) Eigenkapital in Höhe von 50 Milliarden Franken. Das steht im Statistischen Monatsheft der SNB. Im Januar 2015 hob die SNB überraschend den Euro-Mindestkurs zum Franken auf. Zugleich hielt sie ein hohes Devisen-Portfolio.

Statt 86 Milliarden Franken besitzt die SNB nur noch 34 Milliarden Franken an Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote fiel durch den Verlust auf unter 7 Prozent. Sollte die SNB noch so einen Monat wie den Januar erleben, wäre das Eigenkapital im negativen Bereich. Im härtesten Fall droht dann die Insolvenz.

Die Aufhebung des Mindestkurses sorgte in zahlreichen Sparten für Verluste: Kurz nach der Entkoppelung des Franken gingen die ersten Devisen-Händlern in Insolvenz. Die Schockwellen des Kurswechsels der SNB lösten auch bei Hedgefonds und institutionellen Anlegern Verluste aus.

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