Deutschland

Autofahrer erschießt bei Amoklauf zwei Menschen

Lesezeit: 1 min
10.07.2015 14:22
In Mittelfranken erschießt ein Amokläufer eine Frau und einen Radfahrer. Aus einem Auto heraus bedroht der Schütze weitere Menschen und flüchtet. Kurz darauf wird der Mann.
Autofahrer erschießt bei Amoklauf zwei Menschen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Ein Amokläufer hat in Mittelfranken mindestens zwei Menschen getötet, darunter eine 82 Jahre alte Frau. Anschließend flüchtete der Verdächtige rund 30 Kilometer weit in einem Auto, bis die Polizei ihn an einer Tankstelle festnehmen konnte.

In Tiefenthal, einem Ortsteil der Gemeinde Leutershausen im Landkreis Ansbach, erschoss der Mann nach Angaben der Ermittler aus seinem Auto heraus die alte Frau. Er soll sie davor angesprochen haben. Kurz darauf tötete er einen Fahrradfahrer im fünf Kilometer entfernten Ortsteil Rammersdorf - auch hier starb das Opfer noch am Tatort.

Außerdem soll er einen Landwirt und einen weiteren Autofahrer beschossen oder zumindest bedroht haben. „Nach ersten Erkenntnissen blieben beide allerdings unverletzt“, hieß es. Die Hintergründe für die Taten waren zunächst völlig unklar. Zum Motiv und zum Alter des mutmaßlichen Täters konnte ein Polizeisprecher keine gesicherten Angaben machen.

Der Verdächtige flüchtete nach den Taten gegen 10.00 Uhr zunächst mit einem silbernen Cabrio mit Ansbacher Kennzeichen. Die Polizei startete daraufhin eine Großfahndung und rief die Bevölkerung auf, bei Hinweisen sofort den Notruf zu wählen: „Der Fahrer ist bewaffnet und macht rücksichtslos von der Schusswaffe Gebrauch“, erklärten die Fahnder.

Kurze vor der Mittagszeit erfolgte die Festnahme bei Bad Windsheim. Damit fuhr der mutmaßliche Amokläufer nach den Taten noch rund 30 Kilometer mit dem Auto.

Der Bürgermeister von Leutershausen, Siegfried Hess, zeigte sich entsetzt. „In einem Ort mit 5500 Einwohnern, in dem wie immer beschaulich gelebt haben, kannte man solche Situationen nur aus dem Fernsehen“, sagte Hess. Er sei „fassungslos und von den Socken“. In so einem ländlichen Gebiet könne man sich so etwas gar nicht vorstellen. „Und dann passiert so etwas vor der Haustür. Da fällt einem nichts mehr ein.“ Er habe den Hinterbliebenen bereits kondoliert.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Unterschätzter Rohstoff: Der globale Kampf ums deutsche Holz

Die globale Nachfrage nach dem Baustoff Holz heizt in Deutschland den Export an. Droht ein Ausverkauf des Waldes?

DWN
Finanzen
Finanzen Dow Jones steigt auf Rekordhoch, Rohstoffwerte gefragt

Der Dow-Jones-Index erreicht ein neues Allzeithoch, getrieben vor allem durch die Aktien von Bergbau-, Energie- und Stahl-Unternehmen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Verband: CO2-Sondersteuer vertreibt Ernährungsindustrie aus Deutschland

Aufgrund unausgereifter Regelungen rund um die neue Sondersteuer auf das Naturgas CO2 droht die Abwanderung von Teilen der...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Politik
Politik Russland und China wollen Dollar-Dominanz brechen, Saudis legen sich mit Biden an

Saudi-Arabien baut seine Beziehungen zu China aus. Damit läuft das Königreich Gefahr, Opfer von US-Vergeltungsmaßnahmen zu werden....

DWN
Politik
Politik Schwere Auseinandersetzungen erschüttern Jerusalem, UN-Sicherheitsrat beruft Krisentreffen ein

In Jerusalem kommt es seit Tagen zu schweren Auseinandersetzungen. Am Montag eskalierte die Gewalt erneut.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neues E-Auto-Werk: Wie Posen klammheimlich zum chinesischen Einfallstor nach Europa wird

Überall in Europa haben die Chinesen 2020 wegen Corona ihre Investitionen verringert. Nur bei unserem direkten Nachbarn Polen nicht, eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen schlagen sich wacker

Das mittelständische Geschäftsklima ist im April weiter gestiegen, die Hoffnung auf einen Aufschwung wächst, wie das aktuelle...