Politik

Griechenland: Terroristen tarnten sich als Flüchtlinge über Balkan-Route

Lesezeit: 1 min
30.03.2016 15:08
Drei der Terroristen von Brüssel sind offenbar über die Balkanroute eingereist. Die griechischen Behörden bestätigen ihren belgischen Kollegen, dass die Terroristen über Griechenland in die EU gelangt seien.
Griechenland: Terroristen tarnten sich als Flüchtlinge über Balkan-Route

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Griechische Behörden bestätigen der der griechischen Tageszeitung Kathimerini, dass drei der Attentäter von Brüssel über Griechenland in die EU eingereist seien. Zwei seien am 20. September 2015 auf der Insel Leros angekommen und reisten nach Athen weiter. Von dort seien sie weiter nach Norden gezogen. Dies habe eine Untersuchung ergeben, die die griechischen Behörden auf Ansuchen ihrer belgischen Kollegen durchgeführt haben.

Ein dritter Mann, Khalid El Bakraoui, der sich und 20 Personen in der Brüsseler U-Bahn in die Luft sprengte, war demnach im Juli von Italien nach Griechenland ausgereist und hatte dabei einen belgischen Pass benutzt. Ursprünglich war er von Belgien nach Syrien gereist und war auf dem Weg zurück nach Europa. Auch dieser Terrorist dürfte somit über die Balkanroute in die EU eingereist sein, ohne irgendeinen Verdacht zu erregen.

Die Anwesenheit dieser drei Terroristen in Griechenland wurde nach einer Untersuchung unter Leitung griechischer Behörden auf Antrag ihrer belgischen Kollegen bestätigt.

Den Berichten zufolge hatten Naim Al Hamed und Sofiane Ayari syrische Pässe benutzt und waren Komplizen von Salah Abdeslam (Video am Anfang des Artikels), der aktuell wegen Beteiligung der Anschläge in Paris in Untersuchungshaft sitzt. Zwei weitere Komplizen von Salah Abdeslam, die am 3. Oktober ebenfalls über Leros einreisten, wurden am 10. Dezember in einer Flüchtlingsunterkunft in Salzburg verhaftet, da ihnen Verbindungen zu den Attacken in Paris nachgewiesen werden konnten.

Bereits einen Monat nach den Terrorattacken in Paris wurde bekannt, dass zwei der Attentäter als Flüchtlinge getarnt nach Europa kamen. Dabei dürfte es sich „um die beiden als Flüchtlinge registrierten Selbstmordattentäter vom Stade de France handeln, wo die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Abend des 13. November gegen Frankreich spielte“, wie die FAZ berichtete.

Dies ist nur eine weiter schwere Panne der Sicherheitsbehörden: Auch einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, war von der Türkei am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen worden. Die Niederlande wurden nach eigenen Angaben nicht über den Grund der Ausweisung informiert.

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