Politik

Sony baut Geschäft mit Künstlicher Intelligenz aus

Lesezeit: 1 min
18.05.2016 10:32
Sony baut sein Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) aus und will die Technologie langfristig zu einer größeren Einnahmequelle machen. Als Teil dieser Strategie hat der japanische Elektronik-Konzern jüngst in das kalifornische KI-Startup-Unternehmen Cogitai investiert.
Sony baut Geschäft mit Künstlicher Intelligenz aus

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Eine Summe nannte der Chef von Sony Computer Science Laboratories, Hiroaki Kitano, nicht. Bereits kommendes Jahr könne jedoch aus der Investition ein erstes Produkt hervorgehen. "Wir prüfen verschiedene Optionen, darunter einen Roboter", zitiert Reuters Kitano.

Sony gehörte zu den KI-Pionieren. Im Jahr 1999 stellten die Japaner den Roboter-Hund Aibo vor, 2003 dann den menschenähnlichen Roboter Qrio. Allerdings wurde die weitere Forschung durch Probleme im Kerngeschäft mit Konsumelektronik ausgebremst. Die letzten Aibos und Qrios wurden 2006 hergestellt. In jüngster Zeit haben US-Technologiekonzerne wie Facebook, Apple und Google dagegen große Summen in die KI gesteckt.

So eröffnete etwa Facebook im Sommer 2015 ein Zentrum für Künstliche Intelligenz in Paris. Google kaufte bereits 2014 die Firma DeepMind Technologies, die sich mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Und auch IBM ist am Ball. Das Unternehmen will mit seiner Technologie für künstliche Intelligenz Branchen außerhalb der Tech-Industrie erobern. Der IT-Dienstleister arbeitet dazu etwa mit der Hotelkette Hilton zusammen an einem Concierge-Roboter für Hotel-Lobbys. Maschinen mit IBM-Watson-Software begrüßen und informieren auch in japanischen Banken bereits die Kunden.

"Objektiv gesehen sind wir ins Hintertreffen geraten", räumte Kitano ein. Allerdings gebe es noch unerforschte Bereiche, einige im virtuellen Raum, aber sehr viel mehr in der realen Welt. Dies komme Sony entgegen, sagte er. "Wir stellen Hardware her. Das ist unsere Stärke."

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Hiobsbotschaft: WHO erwartet kein Ende der Pandemie vor 2022

In der Nacht vom 1. auf den 2. März 2021 hat die Öffentlichkeit eine Hiobsbotschaft erreicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona-Rezession wie Zweiter Weltkrieg – der Tod des Gastgewerbes ist beschlossene Sache

Die aktuelle Corona-Rezession weist große Ähnlichkeiten mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf. Aus einem...

DWN
Politik
Politik Steinmeier erwägt staatliche Regulierung der sozialen Medien im Namen der Freiheit und der Demokratie

Bundespräsident Steinmeier meint: „Die Demokratien der Welt müssen ihre Verfasstheit auch im Digitalen sichern, gegen Feinde von innen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Softwareriese Microstrategy nutzt Kursknick für weitere starke Bitcoin-Käufe

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen Microstrategy hat im großen Stil Bitcoin zugekauft. Das Investieren von Bitcoin ist zum zentralen...

DWN
Deutschland
Deutschland 900 Millionen Euro mehr: Stromkosten in Deutschland explodieren

Die Haushalte in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel für ihren Strom bezahlt wie noch nie.

DWN
Finanzen
Finanzen Lieferketten-Chaos und hohe Transportkosten fachen Inflation in Europa an

Produzenten geben die teils deutlich gestiegenen Kosten an die Kunden weiter, die Inflation in Europa erreicht die Geschäfte und...

DWN
Politik
Politik Zwischen Europa und Russland tobt ein harter Kulturkampf

Der geopolitische Wettbewerb zwischen Europa und Russland nimmt Konturen eines Kulturkampfs an, bei dem es um Religion, Familienwerte und...

DWN
Finanzen
Finanzen Zentralbank der Zentralbanken warnt vor Blasen im Finanzsystem

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich wählt ihre Worte mit Bedacht. Im Klartext warnt sie vor dem Platzen riesiger...

DWN
Politik
Politik Schock-Bericht: Bundesregierung will Lockdown bis Ende März verlängern

Aus einem Bericht geht hervor: „Aus Regierungskreisen heißt es, dass der Lockdown voraussichtlich bis Ende März im Grundsatz...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Erschreckend hohe Kosten erdrücken Deutsche Metall- und Elektroindustrie

Dass die deutsche Metall- und Elektroindustrie im internationalen Vergleich relativ hohe Kosten hat, dürfte wohl kaum jemanden...

DWN
Deutschland
Deutschland Verrückte Entwicklung: Immobilien-Preise auf Sylt steigen wegen Corona

Der rasante Anstieg der Immobilienpreise auf Sylt wird durch die Corona-Pandemie verstärkt.

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld boomt: Die Federal Reserve überschwemmt die Welt mit Dollar-Banknoten

Die Nachfrage nach Dollar-Banknoten zieht derzeit weltweit spürbar an – ein Beleg für die Flucht der Bürger in den sicheren Hafen...

DWN
Politik
Politik Die Politik beschließt Corona-Maßnahmen nach dem Mephisto-Prinzip

DWN-Kolumnist Christian Kreiß wendet zur Beurteilung der Corona-Maßnahmen ein neues Verfahren an. Die Ergebnisse sind verblüffend.

DWN
Politik
Politik Italien: Ein Land kann seinen größten Trumpf nicht nutzen

In der elften Folge der großen geopolitischen DWN-Serie zeigt Moritz Enders auf, warum Italien sein Potential als Regionalmacht nicht...