Politik

Wegen Krise: Schweizer Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal

Lesezeit: 1 min
04.09.2012 10:12
Zum ersten Mal seit dem dritten Quartal 2011 hat das reale BIP der Schweiz abgenommen. Analysten hatten mit einem leichten Zuwachs gerechnet. Die Exporte fielen und in Folge der schlechten weltweiten Wirtschaftslage drosselten die Unternehmen auch ihre Produktion.
Wegen Krise: Schweizer Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Aktuell: Frankreich: Höchste Arbeitslosenzahl seit 13 Jahren

Nach einem Wachstum des Schweizer BIPs von 0,5 Prozent im ersten Quartal waren Analysten auch von einem leichten Gewinn (+0,2%) im zweiten Quartal ausgegangen, so Bloomberg. Doch auch die Schweiz kann sich nicht von der Schuldenkrise in der Eurozone, dem abschwächenden Wachstum in China und den wirtschaftlichen Problemen der USA abkapseln. Im zweiten Quartal sank so das BIP um 0,1 Prozent gegenüber dem 1. Quartal, so das Schweizer Staatsekretariat für Wirtschaft SECO. Zuletzt schrumpfte das BIP vor gut einem Jahr, seitdem war es jedoch immer gewachsen. „Das ist ein überraschend schwaches Ergebnis“, kommentiert David Marmet von der Zürcher Kantonalbank. „Wir sehen noch nicht die Gefahr einer Rezession, aber dennoch wird die zweite Jahreshälfte schwächer als der erste Ergebnis sein“, sagte er Bloomberg.

Besonders die Dienstleistungs- und Warenexporte gingen zurück. Die Warenexporte, Edelmetalle, Kunstgegenstände und Antiquitäten ausgenommen, fielen um 0,7 Prozent. Die Dienstleistungsexporte verzeichneten einen Rückgang von 0,9 Prozent. Die privaten Konsumausgaben (+0,3%) und die Konsumausgaben des Staates und der Sozialversicherungen (+1%) nahmen nicht ab, so dass die Inlandsnachfrage die Wirtschaft im zweiten Quartal noch einigermaßen stabilisierte.

Als Folge der schlechten weltweiten Wirtschaftslage fuhren die Unternehmen zudem ihre Produktion zurück. Die Produktion fiel in der Industrie (-1,1%), im Handel (-0,7%) aber auch in der Erbringung von Finanzdienstleistungen (-0,8%). Das Baugewerbe konnte ein Plus von 1,5 Prozent erreichen. Infolgedessen stagnierten die Bruttoanlageinvestitionen und die Ausrüstungsinvestitionen fielen um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Weitere Themen

Triple A Deutschlands wackelt

Schäuble: Karlsruhe wird den ESM durchwinken

Bund der Steuerzahler: Ohne Referendum über ESM endet die Demokratie

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Halbzeit Urlaub bei ROBINSON

Wie wäre es mit einem grandiosen Urlaub im Juni? Zur Halbzeit des Jahres einfach mal durchatmen und an einem Ort sein, wo dich ein...

DWN
Politik
Politik Großangriff des Iran: Wie sieht Israels Antwort aus?
14.04.2024

Die Spannungen im Nahen Osten erreichen einen gefährlichen Höhepunkt, nachdem der Iran israelische Ziele attackiert hat. Wie schlägt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Auch Deutschland betroffen: Wie China westliche Technologien verbannen und autark werden will
14.04.2024

Offenbar will sich China von westlichen Technologien schrittweise unabhängig machen. Warum das auch die deutsche Wirtschaft bedrohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis erreicht Rekordhöhe: Spannungen und Zentralbankkäufe treiben die Märkte
14.04.2024

Gold klettert auf einen neuen Spitzenwert, unterstützt durch geopolitische Spannungen und aggressive Zentralbankkäufe. Silber erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Vorabpauschale einfach erklärt: Was Anleger wissen müssen
14.04.2024

Die Vorabpauschale ist ein wichtiger Bestandteil der Besteuerung von Investmentfonds in Deutschland, der seit der Einführung des...

DWN
Politik
Politik Schlagabtausch zwischen CDU und AfD: Höcke demaskiert?
14.04.2024

Warum entschied sich die CDU für ein direktes Duell mit dem rechtsextremen Höcke?Wie beeinflusste das TV-Duell die öffentliche...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Die versteckten Kosten der Globalisierungsverlangsamung
14.04.2024

Die Entstehung eines offenen multilateralen Handelssystems, das den Handel von der Geopolitik trennte, spielte eine entscheidende Rolle als...

DWN
Politik
Politik Dänemark verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland
14.04.2024

Aus Sicherheitsgründen verlängert Dänemark die Grenzkontrollen zu Deutschland um sechs Monate. Neue Technologien wie Drohneneinsatz...

DWN
Finanzen
Finanzen Berufsunfähigkeitsversicherung – ebenso wichtig wie komplex
14.04.2024

Berufsunfähigkeit - das kann sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige auf eine finanzielle Katastrophe hinauslaufen. Wie...