PKW-Neuzulassungen brechen ein: Auto-Krise in Deutschland

Im Februar wurden über zehn Prozent weniger Autos neu registriert als noch im Vorjahresmonat. Nahezu alle Neuzulassungen deutscher Marken gingen zurück. Allein Opel musste einen Rückgang von mehr als 20 Prozent hinnehmen.

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Nach deutlichen Rückgängen von Neuzulassungen in Italien, Spanien und Frankreich wird es für die Automobilhersteller auch in Deutschland zunehmend schwerer, Autos zu verkaufen (hier). Wie das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt am Montag mitteilte, ging die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland im Februar gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,5 Prozent zurück. Im Januar war noch ein leichter Anstieg von 4,5 Prozent verzeichnet worden. Lediglich 200.638 Fahrzeuge wurden neu registriert – der Großteil waren gewerbliche Zulassungen.

Bis auf smart und Mini gingen die Neuzulassungen deutscher Marken im Februar alle zurück. Die stärksten Einbrüche auf dem deutschen Markt vermeldeten Opel (-21,2%) und Ford (-19,4%). Ein Wachstum bei den Neuregistrierungen konnten die Automobilhersteller vor allem im Mini-Segment (+20,6%), bei den Mini-Vans und in den Oberklassen (+13.0%) verbuchen. Besonders im Segment der Kleinwagen, der Oberen Mittelklasse und den Großraum-Vans kam es dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge jedoch zu „überproportional hohen Einbußen“.

Die Nutzfahrzeuge waren im Februar auf dem deutschen Markt von einem Rückgang bei den Neuzulassungen betroffen (-12,6%). Bei den Ummeldungen, also am Gebrauchtwagenmarkt bei den Pkws, wurde ebenfalls ein Minus verzeichnet. Diese sanken um 3.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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