Politik

Ende der Prohibition: Colorado legalisiert Marihuana

Lesezeit: 1 min
02.01.2014 10:36
Colorado hat mit Jahresbeginn als erster US-Bundesstaat den Verkauf von Marihuana zu nicht-medizinischen Zwecken erlaubt. Die USA haben erkannt, dass Rauschmittel auch den Staat glücklich machen, weil sie nämlich Steuer-Erlöse in die die leeren Kassen spülen.
Ende der Prohibition: Colorado legalisiert Marihuana

Mehr zum Thema:  
Steuern > USA >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Steuern  
USA  

In Colorado ist es seit dem ersten Januar 2014 legal, Cannabis zu kaufen und zu privaten Zwecken zu konsumieren. Zum Jahreswechsel starteten über drei Dutzend Geschäfte mit dem Verkauf der Droge. Die Zahl der Verkaufsstellen wird in den nächsten Monaten explodieren, wenn Engpässe bei der Vergabe der Lizenz abgearbeitet worden sind.

„Das ist eine Wende im Drogenkrieg“, sagte einer der ersten Käufer von Marihuana dem Guardian am Mittwoch. Im November hatten US-Bürger der Legalisierung in einer Abstimmung zugestimmt. Washington soll in einigen Monaten folgen und ebenfalls den Verkauf zu nicht-medizinischen Zwecken erlauben. Danach könnten die Bundesstaaten Alaska, Arizona, Nevada und Maine folgen. Die Legalisierungswelle könnte ähnlich tiefe Auswirkungen haben wie das Ende der Prohibition 1933.

Auch Uruguay will Cannabis später im Jahr legalisieren. In Südamerika ist der Umschwung für einen freien Verkauf der Droge bereits in der Gesellschaft angekommen (mehr hier). Die Befürworter der Legalisierung wollen eine Kriminalisierung der Bürger verhindern, weil nur ein geringer Teil von ihnen tatsächlich abhängig werde.

Tatsächlich gewinnt der Staat mit der Kontrolle über den Handel mit Cannabis eine neue Einnahme-Quelle: Der Handel ist steuerpflichtig und beschert der US-Regierung damit neue, dringend benötigte Umsätze.

Pro Einwohner in Colorado darf eine Unze Pot (28 Gramm) verkauft werden. Käufer aus anderen Bundesstaaten müssen sich mit 7 Gramm begnügen. Cannabis darf nicht in der Öffentlichkeit konsumiert werden. Der Transport über die Bundesländergrenze hinweg ist auch verboten. Dadurch soll dem Drogentourismus Einhalt geboten werden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Steuern > USA >

DWN
Finanzen
Finanzen Trader von JPMorgen wegen Manipulatinonen des Gold-Markts verurteilt

Nach einem langen Prozess in Chicago haben die Geschworenen zwei Goldhändler von JPMorgan wegen Spoofing, also jahrelanger Manipulationen...

DWN
Politik
Politik Energie-Krise offenbart Planlosigkeit: Scholz will jetzt Pipeline aus Portugal

Eigentlich sollte es die Pipeline von Portugal über Spanien nach Mitteleuropa längst geben. Doch das Projekt wurde gestoppt. Das rächt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen China wird für deutsche Industrie zum Risiko-Standort

Ein chinesischer Überfall auf Taiwan ist eine reale Gefahr. Den deutschen Unternehmen, die Milliardensummen in China investiert haben,...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise weitet sich aus: Steigende Rohölnachfrage erwartet

Der Rohölpreis ist zuletzt gesunken, Heizölkäufer profitieren davon bisher nicht – und bald könnte die weltweite Nachfrage nach...

DWN
Deutschland
Deutschland IW-Analyse: Teure Energie ist verheerend für Deutschland

Die Experten des IW haben durchgespielt, was teure Energie für deutsche Verbraucher, Firmen und die Wirtschaft bedeutet. Die Aussichten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BASF: Chemieriese blickt zuversichtlich in die Zukunft

Der weltweit größte Chemiekonzern und größte Erdgasverbraucher Deutschlands sieht keinen Grund zur Panik und setzt sich ambitionierte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Telekom: Auf stabilem Wachstumskurs

Trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wächst die Deutsche Telekom weiter.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Siemens meldet ersten Quartalsverlust seit 2010

Siemens hat erstmals seit 2010 in einem Quartal Verlust gemacht. Dennoch sieht sich das Unternehmen derzeit gut aufgestellt.