Irritiert von Zurückweisung: Russland sieht sich als Teil Europas

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Duma, Alexej Puschkow, plädiert für eine Allianz Russlands mit Frankreich und Deutschland. Russland sei immer europäisch orientiert gewesen und sei nun irritiert, weil Europa Russland zurückweise.

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Alexej Puschkow, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses der Duma, sagt, dass Russland gesonderte Sanktionen gegen Kanada einführen müsse. „Wir sollten nicht so tun, als ob nichts geschehen wäre“, zitiert Tass den Russen. Zuvor hatte Kanada die Sanktionen gegen Russland erweitert und angekündigt, Militärübungen mit der Ukraine über einen Zeitraum von zwei Jahren abhalten zu wollen, berichtet Ukrinform. Puschkow ist der Ansicht, dass Kanada das „am meisten gegen Russland gerichtete“ westliche Land ist.

Dagegen setzt Puschkow weiterhin gute europäisch-russische Beziehungen. Russland und die EU müssten Wege finden, um den Dialog wiederherzustellen. Er setzt sich insbesondere für gute Beziehungen seiner Heimat mit Frankreich und Deutschland ein. „Frankreich ist der letzte Unterschlupf relativ freien Denkens in Europa“, sagte Puschkow, im Mai bei einem Besuch in der Pariser Nationalversammlung.

Die „russischen Freunde in Europa“ hätte Angst davor, dass Russland sich von Europa weg nach Asien bewege. Auslöser dieser Ängste sei der Ukraine-Konflikt und der Zwsit mit dem Westen. „Russland wird nicht vergessen, dass es eine europäische Macht ist. Aber wie soll man über eine Partnerschaft mit europäischen Staaten sprechen, wenn jene Staaten gegen Russland stimmen?“, so Puschkow.

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