Nach Banken-Skandal droht Moldawien die Staatspleite

Moldawien steckt in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Zuletzt tat sich ein Loch von einer Milliarde Euro auf, das moldawische Banken durch dubiose Transaktion verschwinden ließen. Internationale Geldgeber wollen aufgrund der allgegenwärtigen Korruption keine Gelder mehr vergeben.

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Der Auslöser für die prekäre finanzielle Lage Moldawien ist ein Banken-Skandal, der sich im vergangenen November kurz vor den Parlamentswahlen zugetragen haben soll: Damals hatten drei der größten Banken des Landes Kredite in Höhe von einer Milliarde Euro an bisher unbekannte Personen oder Organisationen vergeben. Doch die Notenbank in Chisinau stellte im April fest, dass die Gelder in dunklen Kanälen versickert sind. Die verschwundene Summe entspricht 15 Prozent des BIPs des Landes.

Die Bitte Moldawiens nach Krediten haben die internationalen Geldgeber vorerst abgelehnt. Der IWF hat einen Besuch vor kurzem abgelehnt, Brüssel macht ihre Kredite wiederum von einen IWF-Programm abhängig, wie aus einem EU-Bericht hervorgeht.

Auch die politische Situation im Land ist angespannt. Moldawien liegt zwischen Rumänien und der Ukraine, die Bevölkerung teilt sich in pro-europäisch und pro-russisch. Vor wenigen Tagen protestieren zehntausende Moldawier für einen Anschluss nach Rumänien. Der Osten des Landes hingegen steht unter russischem Einfluss. Für die dortige autonome Regierung kommt ein Anschluss nicht in Frage.

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