Slowakei erwartet starke Bewegung von Flüchtlingen nach Deutschland

 

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23.02.2016 00:35
Die Slowakei plant, ihre Grenze zu Österreich dichtzumachen.
Slowakei erwartet starke Bewegung von Flüchtlingen nach Deutschland

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Die Slowakei ist auf die Errichtung eines Grenzzauns zu Österreich vorbereitet, so der slowakische Regierungschefs Robert Fico. Dies sei eine Antwort auf die Einführung von Flüchtlingsobergrenzen durch Österreich, sagte Fico am Freitag slowakischen Journalisten in Brüssel.

Wörtlich sagte Fico: „Wir werden alle technischen Maßnahmen ergreifen, um unsere Grenze zu Österreich zu schützen - für den Fall, dass größere Migrantengruppen, die Österreich nicht aus Slowenien ins Land lässt, eine andere Trasse nach Deutschland suchen sollten. Auf diesen Fall haben wir uns schon lange vorbereitet, unser Innenminister weiß, was er zu tun hat.“

Die österreichischen Obergrenzen für Flüchtlinge (siehe Video am Anfang des Artikels) werden dem slowakischen Ministerpräsidenten Roberto Fico zufolge zu einem Anstieg der Flüchtlingszahlen in seinem Land führen. Die geplante neue Politik der Regierung in Wien dürfte zur Folge haben, dass sich die Menschen andere Wege nach Deutschland suchen, die über die Slowakei führen, sagte Fico am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörden stünden bereit, dann an den Grenzen zu Österreich und Ungarn Sperren zu errichten. Bislang sind vergleichsweise wenige Flüchtlinge in die Slowakei ausgewichen. Fico hat vor der Wahl am 5. März ein hartes Vorgehen in der Asylpolitik gefordert. Österreich will nur noch 80 Asylbewerber pro Tag akzeptieren.

In der Regel versuchen Flüchtlinge nicht, aus Österreich in die Slowakei zu kommen, sondern umgekehrt. Doch nachdem die Balkanroute dicht ist, weichen die Flüchtlinge auf andere Wege aus - in Ungarn steigt die Zahl der aufgegriffenen Flüchtlinge deutlich. Mazedonien lässt seit dem Wochenende keine Afghanen mehr durch. Das verschärft die Situation an der Grenze zu Griechenland. Serbien und die EU haben offenbar den Deal, die EU-Außengrenze ab 1. März für alle dichtzumachen.


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