Finanzen

Goldman Sachs erwägt Einstieg bei Krypto-Währungen

Lesezeit: 1 min
04.10.2017 17:08
Die US-Investmentbank Goldman Sachs prüft derzeit ein Engagement bei Kryptowährungen wie Bitcoin.
Goldman Sachs erwägt Einstieg bei Krypto-Währungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Digitale Währungen wie Bitcoin könnten laut einem Zeitungsbericht vor einem weiteren wichtigen Schritt in die etablierte Finanzwelt stehen. Mit der US-Investmentbank Goldman Sachs prüfe derzeit die erste große Wall-Street-Firma den Einstieg in den direkten Handel mit Bitcoins und anderen digitalen Währungen. Das erfuhr das Wall Street Journal nach eigenen Angaben von namentlich nicht genannten Quellen. Allerdings befinde sich das Engagement noch in einer frühen Phase, ob wirklich eine entsprechende Geschäftseinheit eingerichtet werde, sei unklar.

Eine Goldman-Sprecherin sagte, man erkunde derzeit, wie man das Interesse von Klienten an digitalen Währungen am besten bedienen könne. Bislang mischen Großbanken wie JPMorgan Chase oder Goldman Sachs vor allem bei Experimenten mit der Blockchain-Technologie mit, die etwa Bitcoin-Transaktionen protokolliert, aber auch zunehmend in der klassischen Finanzwelt ausprobiert wird.

Sollte ein großer Wall-Street-Akteur offiziell in den Handel mit Digitalwährungen einsteigen, könnte dies Kryptogeld von der Nische in den Mainstream helfen. Trotz steigender Popularität kämpft etwa der Bitcoin weiter mit Imageproblemen, weil er sich wegen hoher Anonymität gut für illegale Geschäfte anbietet. Notenbanker und Ökonomen warnen zudem regelmäßig vor den heftigen Kursschwankungen und vermeintlichen Spekulationsblasen. In den vergangenen Monaten schwankte der Kurs extrem.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein erklärte, er sei noch zu keiner abschließenden Bewertung gekommen. Er verwies darauf, dass es auch seinerzeit Skepsis gegeben habe, als Papiergeld Gold als Zahlungsmittel verdrängte.

Blankfeins Äußerungen heben sich deutlich ab von der Position seines Kollegen Jamie Dimon, der die US-Großbank JPMorgan Chase leitet. Dieser hatte Bitcoin zuletzt als Betrug bezeichnet und prognostiziert, die Währung werde in einem Crash enden. Dagegen sagte Morgan-Stanley-Chef James Gorman kürzlich, Bitcoin sei mehr als nur eine Modeerscheinung.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Neues Währungssystem: Pandemie begünstigt die Einführung des digitalen Dollars

Die Pandemie hat viele Zentralbanken davon überzeugt, dass sie digitale Währungen ausgeben müssen. Die US-Notenbank Fed will so schnell...

DWN
Technologie
Technologie "Himmelsdrachen": Deutsches Unternehmen entwickelt Technologie, die Satelliten ersetzen kann

Ein Stuttgarter Unternehmen hat einen sogenannten "SkyDragon", einen Himmelsdrachen, für den Flug in der Stratosphäre entwickelt.

DWN
Politik
Politik „Great Reset“: Wie das Weltwirtschaftsforum China seit Jahren hofiert und lobt

Seit Jahren bauen das Weltwirtschaftsforum unter Klaus Schwab und China ihre Beziehungen aus. Das Forum hat eine eindeutig positive...

DWN
Finanzen
Finanzen Großinvestoren schichten von Gold nach Bitcoin um

Daten aus den vergangenen Wochen deuten darauf hin, dass Privatinvestoren im großen Stil von Gold nach Bitcoin umschichten. Der aktuelle...

DWN
Politik
Politik Klare Botschaft an alle: USA entsenden Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, haben die USA Langstrecken-Bomber in den Nahen Osten entsendet. Die Mission sollte als...

DWN
Finanzen
Finanzen Mehrere Zahlungsausfälle erschüttern Chinas Anleihemarkt

In den vergangenen Tagen konnten mehrere staatlich kontrollierte Unternehmen ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen. Ausländische...

DWN
Politik
Politik Das große Geschäft mit den Impfstoffen hat begonnen

Die EU einigt sich mit dem US-Hersteller Moderna, Bill Gates‘ Impfallianz erhält hunderte Millionen Dosen des Herstellers AstraZeneca...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt ist es soweit: Bundesregierung erwägt Einführung eines Corona-Soli

Medienberichten zufolge erwägt die Bundesregierung, einen Corona-Soli einzuführen, um den wirtschaftlichen Schaden der Corona-Krise...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Ifo-Index zum Geschäftsklima sinkt deutlich

Die deutschen Unternehmen blicken im November branchenübergreifend skeptisch in die Zukunft.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Sahra Wagenknecht: „Altmaier und Laschet müssen den Ausverkauf von Thyssenkrupp stoppen“

Die Links-Politikerin Sahra Wagenknecht fordert Wirtschaftsminister Peter Altmaier und den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet auf, den...

DWN
Finanzen
Finanzen So erfüllt sich Ihr Traum vom Eigenheim

Das Eigenheim als Altersvorsorge? Viele Deutsche träumen davon. Doch nur wenige besitzen hierzulande tatsächlich die Immobilie, die sie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen RWE will in den Niederlanden Wasserstoff aus Reststoffen erzeugen

RWE ist bisher gut durch die Pandemie gekommen. Jetzt setzt das Unternehmen ein lukratives neues Projekt um.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Eskalation bei Daimler: Betriebsrat ruft alle 170.000 Mitarbeiter zum Widerstand gegen Stellenabbau auf

Die politisch geforderte Wende zur Elektromobilität wird bei Daimler zehntausende Stellen kosten. Nun hat die Auslagerung der...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Börse stellt neue Regeln für den Dax vor: Ethische Fragen werden ausgeklammert

Die Deutsche Börse hat heute neue Regeln für die deutschen Aktienindizes vorgestellt. Der Leitindex Dax umfasst nun 40 Titel, zudem...