Goldman Sachs: Hohe Verluste mit Venezuela-Bonds

Die Investmentbank Goldman Sachs gerät durch den Kauf von Anleihen in Venezuela in Bedrängnis.

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Venezuelas Präsident Nicolas Maduro mit dem Präsidenten von PDVSA, Eulogio Del Pino, (rechts) und dem Chef von Rosneft, Igor Setschin. (Foto: dpa)

Der Präsident von Venezuela, Nicolas Maduro, mit dem Präsidenten von PDVSA, Eulogio Del Pino, (rechts) und dem Chef von Rosneft, Igor Setschin. (Foto: dpa)

Die US-Investmentbank Goldman Sachs fährt mit einem Anleihekauf in Venezuela offenbar hohe Buchverluste ein. Im Mai des laufenden Jahres kaufte Goldman Sachs Asset Management Anleihen des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA zu extrem lukrativen Bedingungen. Seitdem die Regierung des Landes jedoch eine Umstrukturierung der Schulden ankündigte, verfallen die Kurse der Papiere soweit, dass Goldman derzeit wahrscheinlich einen Buchverlust erzielt.

Goldman hatte die Anleihen im Gesamtwert von etwa 2,8 Milliarden Dollar für etwa 865 Millionen Dollar oder etwa 31 Cent für den Dollar erworben. Nachdem der Anleihekauf in den USA zu Kritik führte, veräußerte Goldman offenbar Teile der Anleihen, sitzt jedoch noch immer auf einem großen Posten, wie die Financial Times berichtet.

„Obwohl Goldman Sachs Asset Management bislang Teile der Anleihe verkauft hat, wird die Bank noch immer als größter Einzelbesitzer der betreffenden Anleihe geführt, mit einem Nennwert von etwa 1,3 Milliarden Dollar zum Ende des dritten Quartals. Aber aufgrund der Ankündigung Venezuelas, dass das Land alle seine ins Ausland verkauften Anleihen restrukturieren wird, liegt der Kurs der Anleihe jetzt bei nur 25 Cent zum Dollar. Anfang der vergangenen Woche waren es noch 29 Cent. Das ergibt einen Buchverlust von 54 Millionen Dollar in nur fünf Tagen, falls Goldman seinen Besitz seit Ende des dritten Quartals nicht noch weiter heruntergefahren hat“, schreibt die FT.

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