Technologie

Schweiz erleichtert Konto-Eröffnung für Krypto-Firmen

Lesezeit: 2 min
22.09.2018 22:59
Schweiz erleichtert Konto-Eröffnung für Krypto-Firmen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

Schweiz ändert Bankregeln, um Abgang von Krypto-Firmen zu stoppen

Um ihren Status als Kryptowährungszentrum zu erhalten, hat die Schweiz Schritte unternommen, um Blockchain-Unternehmen beim Zugriff auf das traditionelle Finanzsystem zu helfen, indem es ihnen die Eröffnung von Bankkonten erleichtert.

Angesichts eines Exodus von Kryptowährungsprojekten aus dem Land aufgrund des schwierigen Zugangs zum Bankensektor veröffentlichte die Schweizerische Bankiervereinigung (SBA) am Freitag Richtlinien für Banken, die möglicherweise mit den Start-ups Geschäfte machen wollen.

Rund 530 Blockchain-Startups haben sich im Crypto Valley-Drehkreuz Zürich und Zug niedergelassen, zitiert die New York Times den Leiter der Crypto Valley Association, Oliver Bussmann.

Die Unternehmen benötigen Zugang zu traditionellen Bankdienstleistungen, um Gelder einzuzahlen, Gehälter auszuzahlen und andere alltägliche Finanzierungsaktivitäten durchzuführen. Doch die Schweizer Banken fürchten, gegen die Regeln zur Geldwäschebekämpfung (AML) und andere Vorschriften zu verstoßen.

"Wir glauben, dass wir mit diesen Richtlinien eine Basis für die Diskussion zwischen Banken und innovativen Start-ups schaffen, den Dialog vereinfachen und die Kontoeröffnung erleichtern können", sagte SBA-Strategieberater Adrian Schatzmann auf einer Pressekonferenz.

Nur eine Handvoll der 250 Banken in der Schweiz hat es jemals Unternehmen erlaubt, den Fiat-Gegenwert von Kryptowährungen zu hinterlegen, die im Rahmen von Initial Coin Offerings (ICOs) eingenommen wurden.

Zwei der Banken zogen ihre Dienstleistungen im letzten Jahr zurück, wobei die Zürcher Kantonalbank (ZKB), die viertgrößte Schweizer Bank, zudem die Konten von mehr als 20 Unternehmen schloss.

Die Banken sind besorgt, weil einige der Unternehmen, die ICOs durchgeführt haben, keine AML-Prüfungen ihrer Investoren durchgeführt haben, was bedeutet, dass die Banken möglicherweise selbst gegen die AML-Regeln verstoßen.

Die neuen Richtlinien enthalten bei Kontoeröffnungen nun separate Prüfungen, die der Verband empfiehlt, für Blockchain-Firmen, die ICOs ausführen, und solche Firmen, die dies nicht tun. Sie skizzieren empfohlene KYC- und AML-Prüfungen für ICOs, die Gelder in Fiat-Währungen sammeln, und solche, die Mittel durch andere Kryptowährungen beschaffen.

Die Regeln sollten Banken dabei helfen zu verstehen, welche Bewertungen sie durchführen sollten, aber sie werden Blockchain- und Krypto-Firmen auch dabei helfen zu wissen, welche Informationen sie bereitstellen müssen und welche Maßnahmen sie ergreifen müssen, um sich für ein Konto zu qualifizieren.

"Dies schafft mehr Klarheit nicht nur für Banken, sondern auch für Start-ups", sagte Bussmann. Erste Gespräche mit den Banken seien positiv verlaufen, so SBB-Vizechef August Benz, aber es bleibt abzuwarten, wie sie auf die neuen Richtlinien reagieren werden.

Weitere Meldungen

Internet-Browser Brave verwendet Blockchain-Plattform von Civic

  • Der Datenschutz-fokussierte Internet-Browser Brave beginnt mit der Verwendung von blockchain identity, um die Verifikationsdienste von Civic zu aktivieren, um sicherzustellen, dass Publisher für ihre Inhalte mit Braves Basic Attention Token (BAT) bezahlt werden.
  • Die Unternehmen gaben am Freitag bekannt, dass Content-Produzenten, die an dem "Verified Publishers"-Programm von Brave teilnehmen möchten, Civics Identitätsüberprüfung und Know-Your-Customer-Dienste (KYC) nutzen können, um ihre Identität zu bestätigen und BAT-Token zu verdienen.
  • Die Plattform von Brave funktioniert, indem sie es ihren Nutzern ermöglicht, Inhalte zu bezahlen, indem sie BAT-Tokens über den Browser von Brave anonym spenden.

Meldungen vom 21.09.

Meldungen vom 20.09.

Meldungen vom 19.09.

Meldungen vom 18.09.

Mehr Blockchain-Themen finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Chinas Sozialkreditsystem: Orwellsches Schreckgespenst oder reiner Mythos?

Das chinesische System der sogenannten "Sozialkredite" taucht regelmäßig in den Medien auf. Fast immer jedoch ist die Darstellung...

DWN
Politik
Politik Gegen Biden: Türkei, Russland und China wollen gemeinsam Luftabwehrsystem produzieren

Ein einflussreicher türkischer Außenpolitiker hat verkündet, dass die Türkei, Russland und China ihre Kooperation bei der Verteidigung...

DWN
Politik
Politik „Putin festnageln“: Wie Victoria Nuland Russlands Präsident stürzen will

Die US-Diplomatin Victoria Nuland, die unter Joe Biden eine wichtige Rolle spielen könnte, hat vor wenigen Monaten in einer Analyse...

DWN
Politik
Politik Norwegen: Anzahl der Toten nach Corona-Impfung steigt von 23 auf 29

Bloomberg berichtet, dass in Norwegen die Anzahl der Toten nach Corona-Impfungen von 23 auf 29 Personen gestiegen ist. Alle gemeldeten...

DWN
Finanzen
Finanzen Bundesbank: Privathaushalte sparen in der Corona-Krise vor allem Bargeld

Ausgerechnet in der Pandemie sind die Menschen in Deutschland in Summe so reich wie nie. Privathaushalte sparen wie die Weltmeister Bargeld...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin: Lohnt sich der Einstieg noch oder ist es zu spät?

Wer in Bitcoin investieren will, braucht aufgrund der extremen Kurssprünge starke Nerven. Wer dafür bereit ist, erfährt hier, wie in...

DWN
Deutschland
Deutschland Reale Gefahr: Wenn ein Cyber-Angriff auf unser Stromnetz stattfindet, bricht die Nahrungsmittelversorgung zusammen

Die Gefahr von Cyber-Angriffen auf das deutsche Stromnetz ist real. Sollte tatsächlich ein Cyber-Angriff stattfinden, würde die gesamte...

DWN
Finanzen
Finanzen Drei Billionen in neun Monaten: Wie hoch kann die Fed-Bilanz noch steigen, bevor das System crasht?

DWN-Gastautor Andreas Kubin analysiert die besorgniserregenden Ereignisse rund um die Federal Reserve. Ausgehend von einem Ereignis, das...

DWN
Deutschland
Deutschland „Zwangsanweisung und höhere Bußgelder“: Härteres Vorgehen gegen Quarantäne-Verweigerer geplant

Mehrere Bundesländer wollen in der Corona-Pandemie härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. Neben hohen Bußgeldern kommt es...

DWN
Politik
Politik Nach Todesfällen in Norwegen: China fordert Streichung des Impfstoffs von Pfizer und BioNTec

China fordert, dass der Corona-Impfstoff von BioNTec/Pfizer weltweit gestrichen wird. Zuvor waren 23 Personen in Norwegen nach einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Weil es sich lohnt: Corona-Krise treibt Nachfrage nach Goldbarren

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass die unabhängig vom Goldpreis in physisches Gold in Form von Goldbarren investieren. Doch auch...

DWN
Politik
Politik Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft ist zu Ende: Wie Angela Merkel viele Brände löschte - und einige Feuer neu entfachte

DWN-Kolumnist Ronald Barazon liefert einen - humorigen, aber höchst kompetenten - Rückblick blickt auf die sechsmonatige deutsche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Corona-Lockdown wird bis zum Juni 2021 andauern

Die Bevölkerung und das deutsche Unternehmertum sollten sich nichts vormachen lassen. Der Lockdown wird in verschiedenen Intensitäten bis...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Amazon: "Wir machen der Deutschen Post bestimmt keine Konkurrenz"

Ein Akteur, der stark von der Pandemie profitiert, ist Amazon. Wie der Konzern mit den Großpaketdiensten zusammenarbeitet, welche...