Risikokapital investiert massiv in Blockchain-Startups

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 2 min
04.10.2018 01:24
Blockchain-Startups haben in den ersten drei Quartalen 2018 fast viermal so viel Risikokapital erhalten wie im gesamten letzten Jahr.
Risikokapital investiert massiv in Blockchain-Startups

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

TOP-Meldung

Risikokapital investiert dieses Jahr massiv in Blockchain-Startups

Während die Kryptoindustrie angesichts der regulatorischen Bedenken und der großen Verluste in den Token-Märkten einen Rückgang bei den Initial Coin Offernings (ICOs) verzeichnet, steigen die traditionellen Risikokapital-Investitionen (Venture Capital, VC) wieder an.

Die Blockchain-Forschungsgruppe Diar berichtet, dass Blockchain- und Krypto-Startups in den ersten drei Quartalen dieses Jahres fast 3,9 Milliarden Dollar durch VC-Investitionen aufgebracht haben. Das sind 280 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2017.

Basierend auf Daten von Pitchbook zeigt der Bericht zudem, dass sich die Anzahl der VC-Transaktionen in diesem Jahr ebenfalls fast verdoppelt hat. Auch ist die durchschnittliche Größe der Investitionen um über 1 Millionen Dollar angestiegen.

Zehn der größten Blockchain- und Krypto-Investments im Jahr 2018 brachten den begünstigten Unternehmen insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Dollar an Risikokapital ein. Nur eines dieser Unternehmen hat ein natives Token (DFINITY), handelt es sich bei den übrigen um Unternehmensbeteiligungen.

Der Grund für das massive Interesse des Risikokapitals besteht laut Diar darin, dass 70 Prozent der ICO-Tokens derzeit niedriger bewertet werden als zum Zeitpunkt des Initial Coin Offerings. Die Mehrheit der Tokens sind im Preis um mehr als 90 Prozent von ihren Allzeithochs gesunken.

Als weitere Gründe für die sinkende Beliebtheit von Token-Verkäufen nennt das Research-Unternehmen auch die Regulierung und Probleme mit den ICO-Projekten selbst: "Nicht-Beteiligungs-ICOs werden nicht nur von den Aufsichtsbehörden geprüft, sondern die Gründer haben auch sehr falsche Anreize gesetzt. Es gibt keine vertragliche Verpflichtung, ein Produkt zu liefern."

Der Betrag, der durch ICOs aufgebracht wird, sowie die Anzahl der Projekte, die erfolgreich Token-Verkäufe abschließen, "nähert sich jetzt einem Jahrestief", heißt es in dem Bericht.

Weitere Meldungen

SAP startet 2 Blockchain-Funktionen und formt 2 DLT-Konsortien

  • Die deutsche Softwareentwicklungsfirma SAP hat am Dienstag neue Services für die Integration der Blockchain-Technologie auf den Markt gebracht.
  • Zudem hat SAP zwei Industriekonsortien im Rahmen des SAP-Blockchain-Konsortien-Programms ins Leben gerufen.
  • Eine Gruppe richtet sich an die Pharma- und Life-Science-Industrie, die andere an Agrarindustrie, Verbraucherprodukte und den Einzelhandel.

IBM erhält Patent für Blockchain-System der Netzwerk-Sicherheit

  • Ein neues, dem Technologiegiganten IBM verliehenes Patent unterstreicht, wie Blockchain Tech eine Rolle bei der Überwachung von Sicherheitslücken in Computernetzen spielen kann.
  • Das Patent wurde erstmals im September 2017 eingereicht und am Dienstag vom US-Patent- und Markenamt (USPTO) verliehen. Das Patent beschreibt, wie ein Netzwerk von Überwachungsprogrammen, die mit einer Blockchain-Plattform verbunden sind, Ereignisse im Netzwerk protokollieren kann.
  • Während Angreifer versuchen könnten, ihre Spuren bei einem Überwachungsprogramm zu verstecken, werden nach Angaben von IBM mehrere Backups dieser Informationen dazu beitragen, sicherzustellen, dass solche Ereignisse weiterhin protokolliert werden.

Ubisoft treibt Blockchain-Einführung im Gaming voran

  • Der Gaming-Riese Ubisoft hat einen weiteren Schritt in Richtung Blockchain gemacht, indem er ein Gründungsmitglied des neu gegründeten Konsortiums Blockchain Game Alliance wurde.
  • Die Gruppe, die am Freitag auf dem Blockchain Game Summit in Lyon, Frankreich, bekannt gegeben wurde, will gemeinsame Standards und Praktiken für die Integration der Blockchain-Technologie in Videospiele entwickeln.
  • Ubisoft, eine der weltweit größten Spielefirmen, hat die Blockchain-Technologie in den letzten Monaten untersucht.

Italiens Banken haben Blockchain-basiertes Interbankensystem getestet

  • Der Verband hat 1,2 Millionen Bewegungen auf einer von den Banken verteilten Infrastruktur von 14 Knoten erfolgreich abgeschlossen.
  • Aufgrund der positiven Ergebnisse der ersten Testphase werden die Banken nun die Blockchain-gestützte Anwendung für die Aufzeichnung des täglichen Betriebs einsetzen.
  • Laut der Website von ABI wird das Projekt von folgenden Banken durchgeführt: Banca Mediolanum, Banca Monte dei Paschi di Siena, Banca Sella, BNL - Gruppo BNP Paribas, Banca Popolare di Sondrio, Banco BPM, CheBanca! - Gruppo Mediobanca, Credito Emiliano, Crédit Agricole, Credito Valtellinese, Iccrea Banca, Intesa Sanpaolo, Nexi Banca, Ubi.

Meldungen vom 02.10.

Meldungen vom 01.10.

Meldungen vom 30.09.

Meldungen vom 29.09.

Mehr Blockchain-Themen finden Sie hier.

Weitere Meldungen aus dem Tech-Report der DWN finden Sie hier.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesamt arbeitet an Notfall-Kochbuch für lange Stromausfälle und Wassermangel

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt derzeit ein Kochbuch mit Rezepten, welche ohne Strom und...

DWN
Politik
Politik Wendepunkt in Syrien: Kurden-Miliz YPG schließt sich erstmals Assad an

Erstmals im Syrien-Konflikt haben sich offenbar Verbände der Kurden-Miliz YPG der syrischen Armee angeschlossen, um eine gemeinsame...

DWN
Finanzen
Finanzen Coronavirus: Der „Schwarze Schwan“ für Deutschlands Industrie ist gelandet

Das Coronavirus wird die deutsche Industrie schwer treffen. Der „Schwarze Schwan“ landet ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem die...

DWN
Technologie
Technologie Deutschlands gefährliche Wette auf den Beginn eines goldenen Elektro-Zeitalters

Deutschlands Automobilkonzerne entlassen zehntausende Mitarbeiter, um Milliarden in den Aufbau ihrer Elektrosparten zu stecken. Die Wette...

DWN
Finanzen
Finanzen Dubai: Der glitzernde Schuldenturm im Wüstensand beginnt zu wanken

Ohne die Intervention des Schwesteremirats Abu Dhabi wäre Dubai schon 2008 bankrott gewesen. Noch täuscht die glitzernde Skyline über...

DWN
Finanzen
Finanzen Schwerer BIP-Einbruch: Die Wirtschaftsmacht Japan schlittert in die Rezession

Die Wirtschaftsleistung Japans ist Ende 2019 stark eingebrochen, eine Rezession scheint unausweichlich zu sein. Der Abschwung im Land der...

DWN
Deutschland
Deutschland Scholz, Warburg und „Cum Ex“: Hamburger SPD gerät vor Wahlen unter starken Druck

Nach Bekanntwerden eines Treffens zwischen Olaf Scholz und dem Chef der in der „Cum Ex“-Affäre verdächtigten Warburg Bank gerät die...

DWN
Politik
Politik Syrien-Konflikt: Türkische Delegation reist nach Moskau, Trump telefoniert mit Erdogan

Eine türkische Delegation aus Nachrichtendienst-Mitarbeitern und Militärs wird am Montag nach Moskau fliegen, um Gespräche über die...

DWN
Deutschland
Deutschland Arbeitslos ins E-Zeitalter: Mehr als jeder zweite Autozulieferer plant Stellenstreichungen

Einer aktuellen Umfrage zufolge plant jeder zweite deutsche Auto-Zulieferer, Arbeitsplätze abzubauen. Hauptgrund dafür ist der...

DWN
Panorama
Panorama Eine fast ausgestorbene Schweine-Rasse feiert ihr Comeback in Europa

Das Mangalica-Schwein hat zurückgefunden nach Europa. Es geht genetisch zurück auf eine Rasse aus dem Römischen Reich. Einem ungarischen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Preise zu hoch: Russischer Automarkt bricht ein

Die Automobilpreise in Russland steigen massiv – der Automarkt droht einzubrechen.

DWN
Politik
Politik Neuverhandlung der EU-Beiträge: Schon vor dem Sondergipfel gibt es Streit

Am Donnerstag sollen die künftigen Jahresbeiträge zum EU-Haushalt beschlossen werden. Die Bundesregierung will deutlich mehr deutsches...

DWN
Politik
Politik Noch Aktien im Depot? EU-Haushaltskommisar schickt Stabschef zu Lobby-Treffen

Der österreichische Haushaltskommissar Hahn hat seinen Stabschef zu einem Treffen mit Lobbyisten eines Unternehmens geschickt, an dem er...

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Unternehmen fallen technologisch immer weiter zurück: Militärisches Forschungszentrum soll Abhilfe schaffen

Im Software-Bereich ist Deutschland international in keiner Weise konkurrenzfähig, und auch bei der Künstlichen Intelligenz und der...

celtra_fin_Interscroller