Politik

Italien: Massen-Demonstration gegen Regierung Matteo Renzi

Lesezeit: 1 min
27.11.2016 18:56
Eine Woche vor dem entscheidenden Referendum über eine Verfassungsänderung in Italien haben mehrere tausend Menschen gegen das Vorhaben der Regierung protestiert.
Italien: Massen-Demonstration gegen Regierung Matteo Renzi

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Italien  

Eine Woche vor dem entscheidenden Referendum über eine Verfassungsänderung in Italien haben mehrere tausend Menschen gegen das Vorhaben der Regierung protestiert. Die Teilnehmer waren aus allen Teilen des Landes nach Rom gekommen, in einem großen Demonstrationszug zogen sie nach Angaben von AFP-Journalisten durch die Hauptstadt. Der Protestzug fand unter starker Polizeipräsenz statt, dessen ungeachtet wurden unter anderem Eier auf Bankgebäude geworfen.

"Ich bin hier, um mein 'Nein' zu dem Verfassungsreferendum zu bekunden", sagte die Lehrerin Maria. "Das ist die Verfassung von 1948 und sie muss beschützt werden." Die von Regierungschef Matteo Renzi geplanten Änderungen seien "negativ".

Die Italiener stimmen am 4. Dezember über Renzis Verfassungsreform ab, die das bisherige System zweier gleichberechtigter Parlamentskammern abschaffen und für mehr politische Stabilität sorgen soll. Die vom Parlament bereits gebilligte Reform gilt als wichtigste Verfassungsänderung in Italien seit 1945. Ihr Hauptziel ist es, die Zuständigkeiten des Senats stark zu beschränken, um die Gesetzgebung zu beschleunigen und zu vereinfachen. Bisher waren Abgeordnetenhaus und Senat gleichberechtigt und blockierten sich oft gegenseitig.

Umfragen, die gemäß italienischem Recht letztmalig zwei Wochen vor dem Referendum veröffentlicht werden durften, sagten einen Vorsprung der Reformgegner von mehreren Prozentpunkten voraus. Allerdings waren noch viele Bürger unentschieden.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Niemals zuvor wurden die Zinsen global so schnell angehoben

Die globalen Zentralbanken haben die Zinssätze in einem noch nie dagewesenen Ausmaß angehoben - weitgehend ohne Koordination. Die Folgen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Globale Finanzmärkte knicken ein, Weltwirtschaft wird folgen

Die globalen Finanzmärkte verzeichnen derzeit die größte Korrektur seit der Finanzkrise. Der Einbruch der Weltwirtschaft deutet sich...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelbranche: Machtkämpfe gehen weiter

Die Preisdebatten zwischen Händlern und Herstellern verschärfen sich zusehends und werden immer häufiger in der Öffentlichkeit...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleger zittern vor drohender Winter-Rezession

Ein Ende der drastischen Zinserhöhungen ist nicht in Sicht und die hohen Energiepreise dämpfen deutsche Industrieproduktion. Anleger...

DWN
Deutschland
Deutschland Lauterbach und Wieler warnen vor neuer Corona-Welle

Gesundheitsminister Karl Lauterbach sieht eine neue Corona-Welle auf Deutschland zukommen. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagt...

DWN
Deutschland
Deutschland Netzagentur kritisiert Deutsche wegen zu hohem Gasverbrauch

Der Chef der Bundesnetzagentur hat die Deutschen zu stärkeren Einsparungen beim Gasverbrauch ermahnt. Ohne größere Anstrengungen könne...

DWN
Politik
Politik Russland macht USA für Anschlag auf Nord Stream verantwortlich

Schwedens Küstenwache meldet ein viertes Gasleck an den Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee. Nun macht auch Russland die USA für den...