Politik

Russland und die Türkei wollen neue Friedens-Initiative für Syrien

Lesezeit: 1 min
17.12.2016 01:27
Die Präsidenten Putin und Erdogan haben sich auf eine neue Frieden-Initiative für Syrien geeinigt. Es soll eine neue Runde von Gesprächen zwischen der syrischen Regierung und den Söldnern geben.
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Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Freitag bei seinem Besuch in Japan, dass der nächste Schritt in Syrien darin bestehe, Frieden in das Land zu bringen, berichtet CNN. Putin sagte, dass er diesbezüglich ein Telefongespräch mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan geführt hätte. Die Friedensgespräche könnten in Kasachstan geführt werden, so Putin. Die Nachrichtenagentur Anadolu zitiert den russischen Präsidenten: „Gestern haben sich Präsident Erdogan und ich darauf geeinigt, dass Friedensgespräche in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden sollen. Diesen Vorschlag wird der türkische Präsident den Vertretern der bewaffneten Opposition und ich der syrischen Führung unterbreiten. Sollten beide Seiten diesem Vorschlag zustimmen, werden wir den kasachischen Präsidenten Nursultan Nazarbajew darum bitten, diesen Prozess zu unterstützen.“ Die russische staatliche Nachrichtenagentur Sputnik bestätigt die Einigung zwischen Putin und Erdogan. „Wenn wir uns anschauen, was in Syrien passiert, sehen wir, dass genau das eintritt, worauf wir uns mit dem türkischen Präsidenten bei seinem Besuch in St. Petersburg geeinigt haben. Wir hatten uns vor allem darauf geeinigt, dass die Zivilisten und Gruppen, die ihre Waffen niederlegen wollen, evakuiert werden“, so Putin.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass hat das „Russische Versöhnungszentrum“ in Syrien, das im russischen Verteidigungsministerium angesiedelt ist, am Freitag die Evakuierung der letzten mehr als 9.500 Personen, die sich im Osten der Stadt Aleppo in den von den Söldnern kontrollierten Gebieten befinden, evakuiert. „Die Operation des russischen Versöhnungszentrums über den Rückzug der militanten Kämpfer und ihrer Familienangehörigen aus den östlichen Gebieten von Aleppo ist abgeschlossen. Alle Frauen und Kinder, die in den von den militanten Kämpfern kontrollierten Vierteln wohnen, wurden evakuiert“, meldet das Zentrum in einer Mitteilung.

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Allerdings seien einige Söldner erneut dazu übergegangen, syrische Truppen in Ost-Aleppo anzugreifen. „Es gibt Gruppen von Bewaffneten, die sich aus radikalen und unversöhnlichen Banden in einigen Vierteln zusammensetzen, die weiterhin auf syrische Truppen feuern. Die syrischen Truppen setzen die Befreiung von Aleppos Nachbarschaften, in denen sich radikal-militante Kämpfer befinden, fort“, so das Zentrum.

Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens sollen Söldner versucht haben, die Evakuierung zu stoppen, indem sie das Feuer auf den Evakuierungs-Konvoi eröffneten. BBC berichtet, dass das Feuer auf den Konvoi eröffnet wurde. Der Urheber des Angriffs wird von der BBC nicht genannt.

CBS News berichtet, dass die syrische Regierung die Evakuierung zwischenzeitlich stoppen musste. An der Evakuierung der Menschen ist auch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) beteiligt. Das ICRC hat nach eigenen Angaben 150 Personen evakuieren können. Die Evakuierung erfolgt in Kooperation mit dem syrisch-arabischen Roten Kreuz.

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