Politik

US-Notenbank Fed vor Abbau der Billionen-Bilanz

Lesezeit: 1 min
19.09.2017 23:52
Die US-Notenbank steht vor dem Ende des Billionen-Ankaufsprogramms.
US-Notenbank Fed vor Abbau der Billionen-Bilanz

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die US-Notenbank Fed wird am Mittwoch wohl den Startschuss für den Abbau der seit der Finanzkrise extrem aufgeblähten Bilanz geben. Experten erwarten, dass die Währungshüter nach der Zinssitzung Details dazu nennen werden. Die Notenbank will ihren Bestand an Staatsanleihen allmählich senken. Auslaufende Papiere sollen – anders als bisher – in mehreren Stufen nicht mehr ersetzt werden. So soll das in den Jahren nach der Finanzkrise zur Stützung der Wirtschaft auf 4,5 Billionen Dollar angewachsene Portfolio nach und nach abgeschmolzen werden.

Zudem warten Beobachter gespannt darauf, ob noch eine Zinserhöhung für 2017 signalisiert wird. Die Fed hatte den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld zuletzt im Juni angehoben – auf die bis heute gültige Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent. Notenbank-Chefin Janet Yellen hat am Abend zudem die Gelegenheit, vor der Presse den weiteren Kurs abzustecken.

Die Preise steigen in den USA nicht so schnell wie von der Fed erhofft, was aus Sicht mancher Experten gegen eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr spricht. Zuletzt hatten allerdings anziehende Benzinkosten für etwas mehr Preisauftrieb gesorgt. Die Fed will die Geldpolitik weniger locker ausrichten, da in den USA die Konjunkturerholung Fuß gefasst hat. Die dortige Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt mit einer Jahresrate von 3,0 Prozent – das stärkste Plus seit mehr als zwei Jahren.

Die US-Börsen haben am Dienstag leichte Gewinne verzeichnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,18 Prozent auf 22.371 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,11 Prozent auf 2506 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,1 Prozent auf 6461 Stellen zu.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Richter wirft Merkel-Regierung Nichtachtung der Justiz vor

Der aktuelle Direktor des Amtsgerichts Bielefeld und Ex-Vorsitzender des Deutschen Richterbunds, Jens Gnisa, erhebt schwere Vorwürfe gegen...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Sonderziehungsrechte: Kapitalspritze des IWF ist zum Scheitern verurteilt

Die Kapitalspritze des IWF in Form von Sonderziehungsrechten ist eine Mogelpackung. Denn die geplanten 650 Milliarden US-Dollar werden vor...

DWN
Politik
Politik „Bausteine einer anderen Gesellschaftsordnung“: BDI identifiziert den totalitären Charakter der Grünen

Der Bundesverband der deutschen Industrie warnt vor den im Parteiprogramm der Grünen verankerten Zielen. Diese liefen nicht nur der...

DWN
Finanzen
Finanzen Hoffnung auf Bitcoin-ETF treibt Kryptowährung Richtung Allzeithoch

Bitcoin hat am Wochenende einmal mehr Anlauf auf sein Rekordhoch genommen. Namhafte Investoren und die Hoffnung auf einen neuen...

DWN
Deutschland
Deutschland Der Feldzug gegen den Verbrennungsmotor stößt zunehmend auf Widerstand

Angesichts der massiven Schäden für den Wohlstand und die Arbeitsmärkte der europäischen Staaten regt sich verstärkt Widerstand gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fraunhofer nimmt ersten IBM-Quantencomputer außerhalb der USA in Betrieb

Die Entwicklung einer Infrastruktur für Quanten-Computer kommt in Deutschland langsam voran.

DWN
Finanzen
Finanzen Drohende US-Sanktionen: China gründet Joint Ventures mit globalem Zahlungsdienstleister Swift

Mehrere chinesische Finanz-Institutionen haben Joint Ventures mit dem internationalen Zahlungsabwickler Swift gegründet. Beobachter stufen...

DWN
Politik
Politik Machtwechsel stoppt Abbau Seltener Erden auf Grönland

Ein politischer Machtwechsel legt Pläne für einen umfassenden Abbau Seltener Erden auf Grönland auf Eis.