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Deutsche Unternehmen bei US-Investoren begehrt

Lesezeit: 1 min
28.12.2017 17:02
Zahl und Umfang der weltweiten Übernahmen und Fusionen befinden sich seit vier Jahren auf hohem Niveau. Deutsche Unternehmen sind als Übernahmeziel begehrt.
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Der Umfang weltweiter Übernahmen und Fusionen hat im laufenden Jahr zum vierten Mal in Folge die Schwelle von 3 Billionen US-Dollar deutlich überschritten, berichtet die Financial Times. Das gesamte Volumen belief sich im Jahr 2017 auf etwa 3,5 Billionen Dollar – rund 1 Prozent weniger als im Jahr 2016.

„Ein Großteil des laufenden Jahres sah nicht viele Megadeals. Wir rechnen aber damit, dass deren Umfang im kommenden Jahr deutlich zunehmen wird, weil es in vielen Branchen grundlegende Umbrüche und dadurch Zwang zur Konsolidierung gibt“, wird Marc Nachmann vom Investmentbanking bei Goldman Sachs von der FT zitiert.

„Jede Branche wird gerade umgewälzt und jeder versucht, auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu reagieren. Niemand will da außen vor sein und deshalb kaufen viele Unternehmen strategische Beteiligungen, um sich besser zu positionieren“, wird eine Analystin von Skadden zitiert.

Deutsche Unternehmen sind einer Studie zufolge auch 2017 bei ausländischen Investoren beliebt gewesen. Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gab es fast so viele Übernahmen und Fusionen wie im vorangegangenen Rekordjahr. Das Volumen fiel wegen einiger Megadeals sogar größer aus als 2016, wie aus einer Analyse hervorgeht. Demnach gab es bis Mitte November 709 Deals mit ausländischer Beteiligung. Für das Gesamtjahr rechnet PwC mit rund 870 Transaktionen. Damit würde die Bestmarke von 883 Deals aus dem Vorjahr knapp verfehlt.

Die meisten Käufer kamen den Angaben zufolge bis Mitte November aus den USA mit 158 angekündigten Transaktionen. Auf dem zweiten Platz landete die Schweiz (80 Deals), gefolgt von den Briten (72). Auf Investoren aus Frankreich entfielen 55 und auf chinesische Interessenten (inklusive Hongkong) 47 Deals. Die meisten Übernahmen gab es wie schon 2016 im Bereich Industrielle Produktion (24 Prozent), gefolgt von Handel & Konsumgüter (18 Prozent) sowie Technologie (16 Prozent).

Das Volumen der Transaktionen stieg der Studie zufolge bis Mitte November deutlich auf 99,8 Milliarden Euro nach 38,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Ein Grund waren Megadeals wie die Fusion des Gase-Spezialisten Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair sowie die Zusammenlegung der Siemens-Zugsparte mit dem französischen Hersteller Alstom.

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