Finanzen

Spanien hyper-nervös: „Bankguthaben unter 100.000 Euro sind heilig“

Lesezeit: 1 min
19.03.2013 22:59
In Spanien gibt es offenbar ernsthafte Anzeichen für einen Bank-Run. Mit dramatischen Worten garantierte der spanische Wirtschafts-Minister Bank-Guthaben unter 100.000 Euro. Das macht ein Minister nur, wenn die Lage sehr kritisch ist.
Spanien hyper-nervös: „Bankguthaben unter 100.000 Euro sind heilig“

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Bisher ist die Lage in Spanien vergleichsweise ruhig gewesen. Zwar sind die Zinssätze für Staatsanleihen wieder deutlich gestiegen, doch zu Beginn der Woche war von dem gefürchteten Bank-Run noch nichts zu bermerken.

Offenbar hat die spanische Regierung jedoch Hinweise, dass in der Bevölkerung Unruhe aufkommt. Der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos sagte, dass in Spanien und in der EU Bank-Guthaben unter 100.000 Euro „heilig“ und „absolut garantiert“ sind.

Nach einer Sitzung des Senats sagte de Guindos in Madrid: „Sanische Bank-Kunden müssen absolut zuversichtlich sein dass, zumal dies eine spezifische und einzigartige Situation in Zypern ist, alle Bankguthaben unter 100.000 Euro garantiert sind – in Zypern, Spanien und in der ganzen EU.“

Bemerkenswert ist jedoch, dass de Guindos damit indirekt sagt, dass alles über 100.000 Euro mitnichten vor dem Zugriff der Euro-Retter geschützt ist. Für Anleger keine besonders beruhigende Nachricht. Eine Kapitalflucht verhindert man mit solchen Sprüchen jedenfalls nicht.

De Guindos fürchtet offenbar, dass die Spanier am Mittwoch die Banken stürmen könnten, wenn sie die Nachrichten aus Zypern gehört und die Folgen einigermaßen reflektiert haben. De Guindos ist ein vertrauenswürdiger Zeuge in Sachen Crash: Der Banker war Chef der spanischen Lehman Brothers und hat schon einmal erlebt, wie das ist, wenn das Undenkbare plötzlich Realität ist.


Mehr zum Thema:  

DWN
Immobilien
Immobilien Studie: Worüber sorgen sich die Akteure am Immobilienmarkt?
24.05.2024

Eine Studie hat die Lage der deutschen Immobilienwirtschaft aus der Sicht von Kauf- und Bauinteressenten, Immobilienbesitzern und...

DWN
Politik
Politik Demokratiefest rund um Kanzleramt und Bundestag
24.05.2024

75 Jahre Grundgesetz - mit Diskussionen, Konzerten und allerhand Informationen feiert Deutschland seine Verfassung. Die Bundesregierung...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Der Internationale Seegerichtshof sieht Klimaschutz als Meeresschutz
24.05.2024

Durch den steigenden Meeresspiegel sind Inselstaaten und deren Bewohner in ihrer Existenz bedroht. Vom Seegerichtshof in Hamburg wollen sie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen 150-Euro-Freigrenze: Bund will Zoll-Schlupfllöcher für Shein, Temu und Co. stopfen helfen
24.05.2024

Der Einzelhandel ächzt unter der zunehmenden Konkurrenz von Billig-Importeuren wie Shein und Temu. Nun scheint es so, als wolle der Bund...

DWN
Politik
Politik Kritik am Hartz-IV-Nachfolger: Bestraft das Bürgergeld aufrichtige Arbeitnehmer?
24.05.2024

Nach Zeiten-, Energie- und Wirtschaftswende fordert jetzt auch die CDU eine Wende bei der Sozialpolitik. Arbeit soll sich wieder lohnen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Was bei „Workation“ beachten? Umfassender Ratgeber zu Steuer- und Sozialversicherungsfragen
24.05.2024

Entdecken Sie die Welt der Workation - eine aufregende Mischung aus Arbeit und Urlaub! Arbeiten Sie von den schönsten Orten der Welt aus,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen „Workation“: Arbeiten am Strand und weit weg - das liegt voll im Trend
24.05.2024

„Arbeiten, wo andere Urlaub machen“ wird immer beliebter neben Home-Office und Viertagewoche. „Workation“, wie der neue Trend...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Warenhaus-Drama: Handelsexperte erwartet Zustimmung zum Galeria-Rettungsplan
24.05.2024

Die Gläubiger haben gegenüber der Warenhauskette Galeria Forderungen in Höhe von mehr als 880 Millionen Euro angemeldet. Sollten sie dem...