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Russlands staatlicher Rentenfonds plant Einsatz von Blockchain

Lesezeit: 3 min
30.08.2018 17:15
Der Rentenfonds plant, dass Arbeitsverträge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern als sogenannte Smart Contracts in der Blockchain festgehalten werden.
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Russlands staatlicher Rentenfonds plant Einsatz von Blockchain

Der russische staatliche Rentenfonds (PFR), der größte soziale Dienst des Landes, hat kürzlich vorgeschlagen, die Blockchain-Technologie in den Arbeitsbeziehungen einzuführen, berichtet die Nachrichtenagentur Izvestiya am Mittwoch unter Berufung auf das Pressezentrum der Organisation.

Der Rentenfonds plant, intelligente Verträge einzuführen, die als Arbeitsverträge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern dienen sollen. Solche Vereinbarungen könnten in einer der zahlreichen staatlichen Einheiten getroffen werden, die öffentliche Dienstleistungen anbieten - das Netz, das Berichten zufolge bis zu 97 Prozent der russischen Bevölkerung umfasst.

Beamte sagten Reportern, dass die Blockchain-Technologie dabei helfen soll, unnötige Schreibarbeit zu vermeiden und die Kosten für die Speicherung und Pflege einer großen Menge an Daten zu reduzieren. Sie glauben auch, dass das neue System die Bürger vor "nachlässigen Arbeitgebern schützen wird, die beim Abschluss von Verträgen gegen geltendes Recht verstoßen", so das Pressezentrum des Fonds.

Statistiken der staatlichen Arbeitsinspektion, die von Izvestiya zitiert wurden, zeigen, dass mehr als 465.000 russische Bürger behaupteten, dass ihre Arbeitnehmerrechte im Jahr 2017 verletzt wurden. In diesem Zusammenhang verhängten die Beamten Geldstrafen für mehr als 20 Milliarden Rubel (etwa 293 Millionen US-Dollar).

Russland unternimmt derzeit zahlreiche Schritte, um seine Arbeitsindustrie neu zu organisieren. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat kürzlich angeboten, alle Beschäftigungsdaten ab 2020 online zu speichern. Alle notwendigen Daten sollen dann auch mit der PFR geteilt, berichtet Tass.

Weitere Meldungen

Siemens und Standard Chartered setzen Bankgarantien auf die Blockchain

  • Das multinationale Bankhaus Standard Chartered arbeitet mit dem Finanzzweig von Siemens zusammen, um ein Pilotprojekt zu starten, das Bankgarantien für Handelsfinanzierungen auf eine Blockchain setzt.
  • Der Aufwand - dazu gehört auch die Unterstützung durch die Digital-Ledger-Firma TradeIX - zielt darauf ab, den Prozess vom traditionellen papierintensiven Prozess abzuwickeln und die Ausgabe von Bankgarantien durch automatisierte Smart Contracts vollständig zu digitalisieren.
  • Michael Bueker, Chief Financial Officer von Siemens, sagte, dass die Integration der Blockchain Trade Finance-Lösung in den Tagesbetrieb des Unternehmens "unsere Prozesse rationalisieren und unsere Handelsfinanzierungsgeschäfte reibungsloser, schneller und effizienter machen" werde.

Australien schafft nationale Blockchain mit IBM-Technologie

  • Eine australische Bundesbehörde entwickelt eine nationale Blockchain, die es Unternehmen ermöglichen wird, Transaktionen auf Basis von intelligenten Verträgen durchzuführen.
  • Die Technologie soll es Unternehmen ermöglichen, Transaktionen basierend auf vordefinierten gesetzlichen Bestimmungen zu automatisieren, die den australischen Vorschriften entsprechen und in intelligente Verträge auf einem IBM-basierten Blockchain-Netzwerk eingebettet sind.
  • Das Schema wird intelligente Verträge einrichten, die die Möglichkeit haben, externe Datenquellen aufzuzeichnen, wie etwa von Internet of Things (IoT) -Geräten, und die selbst ausgeführt werden können, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Nebula Genomics baut Blockchain-Markt für DNA-Daten

  • Nebula Genomics, ein Blockchain-Startup, das sich auf DNA-Daten konzentriert, sagte am Mittwoch, dass es 4,3 Millionen Dollar von 10 Risikokapitalfirmen aufgebracht hat, um seinen Plan zur Schaffung eines vertrauenswürdigen, sicheren und dezentralisierten Marktplatzes für genomische Daten zu finanzieren.
  • Nebula hat außerdem einen Vertrag mit Veritas Genetics, einer Genomsequenzierungs- und -interpretationsfirma, unterzeichnet, um den Nebula-Marktplatz mit der Open-Source-Softwareplattform Arvados von Veritas zu verbinden, einem System zum Speichern, Teilen und Analysieren genomischer Daten.
  • Die Plattform verfügt derzeit über 20 Petabyte Daten und wird weltweit von Forschern und Pharmaunternehmen genutzt.

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