Deutschland

Zahl der Firmenpleiten fällt auf tiefsten Stand seit 1999

Lesezeit: 1 min
15.03.2019 17:12
Die Zahl der Insolvenzen ist 2018 weiter gesunken.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Deutschland sind 2018 so wenige Unternehmen pleitegegangen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Gut 19.300 Firmen mussten wegen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit den Gang zum Amtsgericht antreten und damit so wenige wie seit Einführung der Insolvenzordnung 1999, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dank der guten Konjunktur sank die Zahl um 3,9 Prozent zum Vorjahr. Für das laufende Jahr rechnen Experten aber wegen der schwächeren Wirtschaft mit mehr Firmenpleiten.

So erwartet der Kreditversicherer Euler Hermes, dass die weltweiten Insolvenzen 2019 das dritte Jahr in Folge steigen, und zwar um sechs Prozent. "Das zeigt: Die fetten Jahre sind vorbei, die weltweite Konjunktur schwächelt", sagte zuletzt der Chefvolkswirt der Allianz-Tochter, Ludovic Subran. In Westeuropa dürften die Insolvenzen um drei Prozent zulegen. Haupttreiber bleibt demnach wegen der Brexit-Unsicherheit Großbritannien. Aber auch in Frankreich, Spanien und Italien dürften mehr Geschäfte aufgeben. Dagegen erwartet Euler Hermes für Deutschland, die USA und die Niederlande eine Stagnation.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus Unternehmensinsolvenzen in Deutschland liegen den Statistikern zufolge für 2018 bei rund 21,0 Milliarden Euro, nach knapp 30 Milliarden Euro 2017. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sank demnach im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 67.597 Fälle. Einen Anstieg hatte es hier zuletzt nach dem Höhepunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise 2010 gegeben.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik Bauernproteste in Deutschland: Ist eine Zufriedenstellung der Landwirte möglich?
16.07.2024

Die Landwirtschaft in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen: Die jüngsten Bauernproteste im Dezember 2023 und Januar 2024...

DWN
Technologie
Technologie Vision Weltraumbahnhof - Studenten entwickeln Rakete "Aquila Maris"
16.07.2024

Es ist der Probelauf für eine Zukunftsvision: ein deutscher Weltraumbahnhof auf dem Wasser. Längst sollte es losgehen - doch plötzlich...

DWN
Politik
Politik Republikaner nominieren Trump offiziell für die Präsidentschaftswahlen
15.07.2024

Die Republikaner haben Donald Trump offiziell als ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen nominiert. Trump erreichte beim...

DWN
Finanzen
Finanzen Ehegattensplitting: Paus fordert das Ende, Lindner-Ressort widerspricht
15.07.2024

Mit der geplanten Reform der Steuerklassen bereitet die Bundesregierung laut Familienministerin Lisa Paus das Ende des Ehegattensplittings...

DWN
Finanzen
Finanzen DWN-Marktausblick: Attentat auf Donald Trump folgenlos – reguläre Wirtschaftsdaten bestimmen das Geschehen
15.07.2024

Auf den Anschlag auf US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump reagieren die Finanz- und Rohstoffmärkte gelassen. Inflationsdaten bleiben...

DWN
Politik
Politik Ulrich Schneider zum umstrittenen Bürgergeld: „Ohne Barmherzigkeit kann Solidarität sehr hart werden.“
15.07.2024

In der Öffentlichkeit wird über das Bürgergeld immer häufiger diskutiert. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Aufrüstung erscheint es...

DWN
Politik
Politik Nach Trump-Attentat: Trump und Biden werben für Einheit
15.07.2024

Nach dem Attentat auf den Präsidentschaftsbewerber Donald Trump rufen sowohl der Republikaner als auch der demokratische Amtsinhaber Joe...

DWN
Panorama
Panorama Positive Bilanz der Sicherheitsbehörden nach der Fußball-EM
15.07.2024

Vor der Fußball-Europameisterschaft waren Bedenken bezüglich potenzieller Sicherheitsrisiken weit verbreitet. Nach Abschluss des Turniers...