Die Krise lähmt: Innovationskraft der Maschinenbauer lässt nach

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
10.09.2019 09:39  Aktualisiert: 10.09.2019 09:52
Deutschlands Maschinenbauer entwickeln weniger bahnbrechende Innovationen.
Die Krise lähmt: Innovationskraft der Maschinenbauer lässt nach
Ein Planeten-Radlager. (Foto: dpa)
Foto: Jochen L

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die deutschen Maschinenbauer setzen immer mehr auf die Verbesserung des bereits Bestehenden als auf bahnbrechende Innovationen. Laut einer Studie, für die 200 Geschäftsführer, IT-Leiter und Verantwortliche für die Geschäftsentwicklung befragt wurden, konzentriert sich ein Großteil der Unternehmen darauf, sowohl ihre Fertigungsprozesse als auch ihre Produkte zu verbessern. Grundlegende Neuerungen sind dafür eher selten.

Auch bei der Begründung für die Innovationstätigkeit wird deutlich, dass das Sicherheitsdenken überwiegt. Mit Abstand am häufigsten genannt wird die Sicherung der Marktposition, häufig auch Wettbewerbs- und Preisdruck. Relativ selten genannt werden dagegen Ziele wie Wachstum und Ausbau des Geschäfts.

Tatsache ist, dass sich der deutsche Maschinenbau in einer sehr schwierigen Phase befindet. Ob die gesamte deutsche Volkswirtschaft bereits in der Rezession steckt, ist unter Experten umstritten - der Sektor Maschinenbau tut es definitiv. Insofern ist es durchaus verständlich, dass die Zeichen eher derzeit auf Konsolidierung denn auf Expansion stehen.

Man kann aber auch einen anderen Ansatz verfolgen. Nämlich den, dass die freigewordenen Kapazitäten geradezu dazu einladen, Forschung und Entwicklung voranzutreiben. Das fordert Prof. Dr. Kai Furmans von der Exzellenzuniversität „Karlsruher Institut für Technologie“ (KIT). Im Gespräch mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten sagte der Wissenschaftler: „Bis vor kurzem fehlte den Unternehmen häufig die Zeit - jetzt aber gibt es freie Entwicklungskapazitäten. Die sollten genutzt werden.“ Der Experte für Fördertechnik weist darüber hinaus darauf hin, dass Mittelständler gerade jetzt die Chance dazu haben, gute Ingenieure und Naturwissenschaftler für sich zu gewinnen: „Der deutsche Maschinenbau ist mittelständisch geprägt, und viele Unternehmen haben ihren Sitz in nicht-urbanen Regionen, die potentiellen Kandidaten eher unattraktiv erscheinen. Derzeit besteht für sie die Chance, gute Leute zu finden, die sich zu anderen Zeiten wahrscheinlich eher für ein Großunternehmen und/oder einen Arbeitgeber in der Stadt entscheiden.“

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elektromobilität: In jedem Wandel stecken Chancen

Emissionen verringern, Kosten sparen und Imagegewinne erzielen – die Gründe für Unternehmen, in der Flotte auf Fahrzeuge mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Filigrane Roboterhände aus Deutschland erobern den Weltmarkt

Heimlich, still und leise entwickelt sich eine Spezies von Robotern, die besondere Fähigkeiten hat - beispielsweise wie Menschenhände...

DWN
Politik
Politik Kampf ums Öl in Ost-Syrien: USA und Russland bringen schwere Bodenwaffen in Stellung

Die USA verstärken ihr Truppenaufgebot im Osten Syriens, um die Ölfelder unter Kontrolle zu bekommen. Währenddessen buhlen die Russen um...

DWN
Politik
Politik Italiener verpassen ihren Politikern eine schallende Ohrfeige

Nach den Regionalwahlen in Italien sehen sich alle Parteien als Sieger. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn bei einem zugleich...

DWN
Marktbericht
Marktbericht Neue Corona-Angst lässt deutschen Elite-Index einbrechen - heute Konjunkturdaten

Dass die laufende Woche nicht einfach werden würde, war den Börsianern schon klar. Dass es aber so schlecht kommen würde, hat dann aber...

DWN
Finanzen
Finanzen Auch Deutsche Bank beteiligt? Großbanken sollen fast drei Billionen Euro gewaschen haben

Die Deutsche Bank, JP Morgan und drei weitere Banken sollen 2,7 Billionen US-Dollar an „schmutzigen Geldern“ verschoben haben.

DWN
Deutschland
Deutschland Deutsche Bank schließt jede fünfte Filiale, bietet Alternativen

Mit der Schließung von mehr als hundert Filialen ist nach Angaben der Deutschen Bank auch ein Stellenabbau verbunden. Künftig werde sich...

DWN
Politik
Politik Der nächste Bundeskanzler könnte Jens Spahn heißen

Friedrich Merz hat mit seinen seltsamen Aussagen über Homosexuelle dafür gesorgt, dass der umstrittene Bundesgesundheitsminister...

DWN
Politik
Politik Türkei verklagt griechische Zeitung wegen Anti-Erdoğan-Titel

Die Türkei hat rechtliche Schritte gegen eine griechische Zeitung wegen einer gegen Präsident Recep Tayyip Erdoğan gerichteten...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft USA: Hälfte aller Restaurants und Geschäfte wird den Lockdown nicht überstehen

Daten des Internetportals Yelp werfen ein Schlaglicht auf die vom Corona-Ausnahmezustand verursachte Verwüstung im US-Einzelhandel.

DWN
Deutschland
Deutschland Corona: Lufthansa legt 50 weitere Flugzeuge still

Die Flotte soll statt um 100 nun sogar um 150 Flugzeuge schrumpfen. Dadurch sind nun erneut noch mehr Arbeitsplätze in Frage gestellt.

DWN
Finanzen
Finanzen Geldwäsche-Berichte lassen Aktien von Deutscher Bank & Co einbrechen

Medienberichte über Geldwäsche bei mehreren internationalen Großbanken setzen der Deutschen Bank zu. Die Banken sollen in den...

DWN
Politik
Politik Großbritannien: Verstoß gegen Quarantäne kann bis zu 10.000 Pfund kosten

Wer als Corona-Infizierter in Großbritannien gegen die Quarantäne verstoßen sollte, muss künftig ein Bußgeld zwischen umgerechnet...

DWN
Politik
Politik EU verhängt Sanktionen wegen Verstößen gegen Libyen-Embargo

Die EU erhöht den Druck auf Länder, die sich in den Libyen-Konflikt einmischen. Jetzt gibt es erste Sanktionen gegen Unternehmen und...

DWN
Politik
Politik Ölpreise: Libyen will Ölproduktion aufnehmen, US-Produzenten werden von Sturm gestört

Die Ölpreise sind aufgrund der Ankündigung, dass Libyen die Ölproduktion wieder aufnehmen will, gesunken. Währenddessen haben...

celtra_fin_Interscroller