Corona-Virus: Was wirklich dahinter steckt

 

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14.02.2020 10:00  Aktualisiert: 14.02.2020 10:00
Über das Corona-Virus ist schon viel geschrieben worden - die tatsächlichen Hintergründe kennen jedoch nur wenige. DWN-Autor Michael Bernegger analysiert, was es wirklich mit dem Virus auf sich hat. Und wie es sich auf die Wirtschaft auswirken könnte - auf Chinas, Asiens und die der ganzen Welt.
Corona-Virus: Was wirklich dahinter steckt
Ein Arbeiter in einem Schutzanzug steht vor einer elektronischen Anzeigetafel in der Lobby der Börse Schanghai. (Foto: dpa)

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Das Corona-Virus schafft neue Unsicherheiten in einer ohnehin schon geschwächten Weltwirtschaft. Je nachdem, wie die Epidemie verläuft, wird sie für einen kurzfristigen Rückgang der chinesischen Wirtschaftsleistung sorgen – oder aber eine heftige Rezession. Letzteres Szenario hätte substantielle mittel- und langfristigen Folgen für den Rest der Welt.

Corona-Virus: Was ist das eigentlich?

Coronaviren stammen ursprünglich von Tieren und werden auf Menschen übertragen. Covid-19, so die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) genutzte offizielle Bezeichnung, ist eine ansteckende Viruserkrankung, welche zu einer unüblichen Lungenentzündung führen kann. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, weshalb hustende und niesende Träger des Virus Ansteckungsgefahr bedeuten. Die Symptome sind wie bei einer saisonalen Grippe, wobei heftige Atembeschwerden als Besonderheit hinzukommen. Die Inkubationsperiode ist relativ lange, zwischen ein und 24 Tagen, so dass die Erkrankung und die Ansteckungsgefahr relativ lange unerkannt bleiben können. Es gibt bisher weder Impfung noch medikamentöse Behandlung, nur die Symptome können gelindert werden. Viele Eigenschaften der neuartigen Viruserkrankung sind noch unbekannt, fast täglich ändern sich die Details. Die Virus-Epidemie ist selbst Quelle von Unsicherheit, weil ihre Gefährlichkeit nicht sicher eingeschätzt werden kann.

Die Krankheitsfälle sind seit Dezember 2019 in der Millionen-Metropole Wuhan in der Provinz Hubei in China aufgetreten, wobei ein lokaler Markt – wo auch lebende Tiere verkauft werden – dem offiziellen Narrativ nach der Ausgangspunkt gewesen sein soll. Inzwischen reden chinesische Ärzte auch von multiplen Quellen. Dass die Krankheit von Mensch zu Mensch ansteckend ist, wurde von den offiziellen Behörden zunächst verschwiegen.

In Bezug auf die Ausbreitung des Virus gibt es zunächst die offiziellen Zahlen aus China. Sie zeigen von praktisch null aus am 21. Januar 2020 eine steil ansteigende Ausbreitung in den letzten Tagen. Stand Mittwoch, den 12. Februar, wurden rund 44.000 Personen als erkrankt, und über 1.100 Personen als daran gestorben gemeldet. Am Donnerstag, den 13. Februar, wurde die Methodologie der Erfassung geändert, und jetzt liegen die Zahlen plötzlich höher. Per Freitag, den 14. Februar, sind 60.000 Erkrankte diagnostiziert und 1.355 daran gestorben. Die Krankenhäuser sind völlig überlastet, kommen weder bei den Tests noch den Diagnosen hinterher - das heißt, es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die offiziellen Zahlen viel zu niedrig angesetzt sind. Diese offiziellen Zahlen spiegeln das wider, was das Regime sicher weiß und/oder zugeben will - aber nicht, was effektiv der Fall ist. Bis konzentrieren sich die offiziellen Todesfälle auf Wuhan und die Provinz Hubei (fast 80 Prozent), der Rest entfällt auf andere Städte und Regionen in China (rund 20 Prozent) sowie auf wenige, aber ebenfalls rasch zunehmende Fälle außerhalb Chinas (etwas über ein Prozent). Bei den Todesfällen handelt es sich gemäß der offiziellen Kommunikation hauptsächlich um über 60-jährige Personen, vielfach mit Grunderkrankungen.

Die Infektionsrate wie die Todesfallrate sind nach wie vor unklar. Das sind die beiden wichtigen statistischen Kennzahlen einer Epidemie. Die Infektionsrate bezeichnet die Anzahl Personen, welche im Durchschnitt von einer erkrankten Person angesteckt werden. Die Todesfallrate bezeichnet, wie viele Prozent der Infizierten sterben. Aufgrund der verfügbaren Evidenz dürfte die Infektionsrate sehr hoch sein. Ärzte aus Wuhan berichten von sehr hohen Ansteckungsraten.

Die Todesfallrate ist schwieriger zu beurteilen und abhängig von der medizinischen Früherfassung und Therapie. Seit Anfang Februar liegt, jeweils auf den gleichen Tag bezogen, die Anzahl der Verstorbenen gegenüber der Anzahl der Erkrankten bei rund zwei Prozent in der offiziellen chinesischen Statistik. Doch hierzu ist zu bemerken, dass Personen selbstverständlich erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung sterben, nachdem die Erkrankung nachgewiesen worden ist.

Eine präzisere Charakterisierung hat der Leiter der Notfallaufnahme des Universitätskrankenhauses Wuhan gegeben: Seiner Erfahrung nach ist das Coronavirus 2019 hoch ansteckend, die Todesfallrate bei optimaler Früherfassung und Behandlung aber gering. Entscheidend für den Krankheitsverlauf seien drei Faktoren.

  • Der Zustand des Immunsystems der betroffenen Patienten. Zu Todesfällen komme es besonders bei Patienten mit angeschlagenem Immunsystem und mit bereits vorhandenen Grunderkrankungen.
  • Die Früherfassung sei maßgeblich. In der ersten Woche träten ähnliche Symptome auf wie Fieber, Schwächegefühl, Husten, Atemschwierigkeiten, Muskelschmerzen. In der zweiten Woche erhole sich das Immunsystem der meisten Patienten. Bei den Älteren und solchen mit Immunschwächen beginne sich der Gesundheitszustand stark zu verschlechtern. Dann sei der Spitaleintritt imperativ. Teilweise würden andere Organe neben der Lunge betroffen werden. Atemmaschinen müssten eingesetzt werden.
  • Die dritte Woche sei entscheidend, ob die Wende zum Besseren gelinge oder ob die Krankheit zum Tod führe. Wenn die Zahl der Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) wieder steige, sei eine Rettung möglich. Wenn sie weiter falle, führe dies zum Tod in der dritten Woche. Seiner Erfahrung nach sterben rund fünf Prozent der Patienten mit kritischen Symptomen in dieser dritten Woche. Für die Todesfallrate sind also die frühzeitige Diagnose und die anschließende passende Therapie entscheidend - wenn sie unterbleiben, ist das Todesfallrisiko in jedem Fall viel höher.

Für die Todesfallrate sind also die frühzeitige Diagnose und die richtige Therapie entscheidend. Wenn beides unterbleibt, ist das Todesfallrisiko in jedem Fall viel höher. Die offiziellen Zahlen Chinas spiegeln wider, was das Regime sicher weiß und/oder zugeben will, nicht was effektiv der Fall ist. Viele Beobachter und auch einzelne ausländische Fachleute bezweifeln deshalb die Korrektheit dieser offiziellen Zahlen. Sie werden teilweise als um Dimensionen zu gering beurteilt.

Warum ist Wuhan ein Infektionsherd?

Die Stadt und die Provinz Hubei können als ein zentraler Knotenpunkt Chinas bezeichnet werden. Weil Wuhan eben nicht abgelegen und isoliert ist, verbreitet sich das Virus von dort besonders schnell aus. Nördlich liegt Peking, östlich auf etwa gleicher Höhe Shanghai, südlich liegen Hongkong und die Industrieregion Shenzen in der Provinz Guangdong, einer der größten Agglomerationen der Welt, mit dem Zentrum Kanton. Neben der verstärkten internen Integration Chinas spielt die Anbindung an die Seidenstraße-Initiative eine bedeutende Rolle. Kanton ist der Ausgangs- und Endpunkt der Eisenbahn-Verbindungen Chinas zu den anderen Ländern der Initiative. Daran partizipiert auch Wuhan, das eine Städtepartnerschaft mit Duisburg im Ruhrgebiet besitzt. Von Wuhan aus fahren wöchentlich Dutzende von Güterzügen nach Duisburg, dem Endpunkt, und damit mitten ins Ruhrgebiet.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Epidemie sich in Wuhan kurz vor Beginn des chinesischen Neujahrsfestes ausbreitete. Dann strömen viele Menschen in ihre Heimatregion zurück, um ihre Familien zu treffen. In Wuhan und der ganzen Provinz Hubei sind mehrere Millionen Personen so kurz vor den chinesischen Neujahrsferien in alle Richtungen Chinas und zu einem kleinen Teil ins Ausland abgereist. Wer infiziert war, trägt das Virus damit in alle Richtungen hinaus. Die Quarantäne über Wuhan und die Provinz Hubei wurde später verhängt.

Wirtschaftliche Effekte des Coronavirus: In Szenarien denken

In Bezug auf die wirtschaftlichen Effekte der Coronavirus-Ausbreitung ist zunächst zu bemerken, dass diese Effekte primär von behördlichen Maßnahmen zu dessen Bekämpfung herrühren. Sekundär spielen Verhaltensänderungen der Bevölkerung eine Rolle, um dem Ansteckungs-Risiko auszuweichen. Der Virus selbst respektive die Krankheit selber haben praktisch keine direkte Wirkung.

Die lokale Führung in Wuhan hatte zunächst während Wochen nicht informiert, ebensowenig wie anschließend der Nationale Gesundheitsdienst in China. Ende Januar wurden dafür innert weniger Tage radikale Maßnahmen ergriffen, mit einer Zwangsquarantäne von bis zu 60 Millionen Personen primär in Wuhan und der Provinz Hubei. Darüber hinaus sind die chinesischen Neujahrsferien (25. Januar bis 4. Februar) um ein oder teilweise zwei Wochen verlängert worden. Zum Teil wurden auch anderswo Fabriken und Läden geschlossen, der Verkehr eingestellt und die Bevölkerung angewiesen, zu Hause zu bleiben. Anekdotische Evidenz zeigt, dass Restaurants, Läden und die Straßen in Peking oder Shanghai praktisch leer blieben.

Naturgemäß betreffen diese Maßnahmen zunächst hauptsächlich China. Das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2020 dürfte rückläufig ausfallen. Von da aus ist jegliche Prognose abhängig vom weiteren Verlauf der Epidemie. Und weil es kaum verlässliche Information und Modelle gibt, muss in alternativen Szenarien gerechnet werden.

Szenario Nr. 1: Epidemie erreicht bald die Spitze, bleibt im Wesentlichen auf Wuhan und die Provinz Hubei beschränkt

Das Coronavirus ist zwar inzwischen eine weiter verbreitete Krankheit als beispielsweise SARS vor 17 Jahren, aber die Spitze wird nach Einschätzung und Bekanntgabe der Führung in China bald erreicht sein. So erwartet der führende Gesundheits-Experte Zhong Nanshan, dass Mitte Februar zumindest die Spitze der Neu-Ansteckungen erreicht sein werde. Der Amerikaner Ian Lipkin, Berater der Regierung in Peking und der WHO, erwartet die Spitze für den 24. / 25. Februar und dann einen starken Abfall. Ein wesentliches Argument hinter diesen Prognosen ist offenbar die Saisonalität. Die Verbreitung des Virus sei im Winter stark, wenn die Luft kalt und trocken ist. Sobald die Luft feucht und wärmer sei, würde dies die Verbreitung stark einschränken. Viel wichtiger noch: Die Quarantäne-Maßnahmen würden die Verbreitung wirksam einschränken. Trifft dies zu, dann ist die Sache dank rigorosen Durchgreifens eine beschränkte Angelegenheit mit der Konsequenz, dass wirtschaftlich im ersten Quartal ein Produktions- und Nachfrageeinbruch in China stattfinden wird, aber mit einer raschen, vielleicht sogar V-förmigen Erholung im zweiten und dritten Quartal 2020. Das ist die Hoffnung der Regierung.

Szenario Nr. 2: Ausdehnung auf ganz China, deutlich längere Dauer der Epidemie

Falls sich die Hoffnung der Regierung nicht erfüllten sollte, sind alle denkbaren Szenarien möglich. Entscheidend dürfte werden, ob sich die Epidemie über Wuhan und die Provinz Hubei hinaus auf ganz China ausbreiten wird, und wie lange die Epidemie dann dauern würde. Es ist darauf hinzuweisen, dass andere renommierte Virologen mit einer Spitze der Ansteckungen erst im April oder gar Mai rechnen.

In diesem letzteren Fall wäre wohl mit ähnlich rigorosen Maßnahmen wie in Hubei zu rechnen. Dafür bestehen bereits jetzt unmissverständliche Anzeichen. Wenn die großen Zentren der verarbeitenden Industrie in Shanghai, Shenzen und anderen Städten ebenfalls in einen solchen Ausnahmezustand wie die Provinz Hubei versetzt würden, spielt jede Woche eine Rolle. Denn die Just-in-Time Produktion und die Komplexität der Lieferketten können zur Schließung praktisch der gesamten verarbeitenden Industrie innerhalb kurzer Zeit führen. Dann dürfte es eine heftige Rezession in China geben, mit Koppelungs-Wirkungen auf andere Länder. China ist die Fabrik der Welt und der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft über die letzten 20 Jahre.

Peking versucht, einen Mittelweg zu fahren. Doch was passieren kann, wenn die Produktion zu früh hochgefahren wird, hat jetzt ein Unternehmen in Shenzen erfahren: Die Firma legte nach kurzer Unterbrechung wieder los, doch dann wurde bei einem Mitarbeiter das Virus diagnostiziert. Alle 200 Beschäftigten wurden daraufhin für zwei Wochen in Quarantäne geschickt.

Primär betroffen wären Lieferanten-Länder in Asien, welche die Vorleistungen und Halbfabrikate erbringen: Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam, Indonesien, Singapore, aber auch Rohstoffländer wie Australien, Brasilien, der mittlere Osten. Ebenfalls voll betroffen wäre Afrika, wo die Chinesen eine große Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung spielen.

Wichtige Teil-Sektoren, aber nicht die ganze Wirtschaft in westlichen Industrieländern würden Einbrüche erleiden. Neben der verarbeitenden Industrie, die ohnehin schon in einer Rezession steckt, wären es die Luxusgüter-Industrie, der Tourismus und der Transport weltweit, weil Chinesen als Kunden für diese Bereiche zentral sind. Das schließt auch Segmente im Einzelhandel ein, welche für den Tourismus wichtig sind.

Ein generalisierter produktions-induzierter Einbruch in China kann die Nachfrage und Konjunktur zusätzlich dämpfen. China hat keine Sozialversicherungen. Das Kaufverhalten der chinesischen Haushalte kann ändern, wenn ihre Einkommen über zwei, drei Monate hinaus komprimiert oder ausfallen würden. Auch Unternehmen könnten in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Szenario Nr. 3: Epidemie breitet sich international aus, vor allem in Asien

Schließlich ist wichtig, ob sich das Virus auf andere Länder ausbreitet. An vorderster Stelle aufgrund des intensiven wirtschaftlichen Austauschs stehen natürlich die asiatischen Länder. Bereits jetzt ist aufgrund der täglich aufdatierten Zahlen in spezialisierten Websites klar, dass die asiatischen Nachbarländer primär von Ansteckungen außerhalb Chinas betroffen sind. Diese haben auch die gleichen Bedingungen wie in China: Eine räumlich hoch konzentrierte Bevölkerung, zudem teilweise viel schlechtere Wohnungsqualität, Gesundheitssysteme und Hygiene als in China. Weil die medizinische Infrastruktur einfach fehlt, würde dies asiatische und andere Schwellenländer hart treffen. In diesem Fall würde es zu einer ausgewachsenen Schwellenländer-Krise kommen.

Der hauptsächliche Effekt auf die Wirtschaft in den westlichen Industrieländern dürfte weniger Branchen treffen, aber nichtsdestotrotz heftig ausfallen. Es wird die ohnehin schon rezessive verarbeitende Industrie zusätzlich treffen. Neu werden Bereiche aus dem Dienstleistungssektor wie der Transport und der Tourismus in eine Krise geraten. Der Haupteffekt wäre wohl ein weiterer Ölpreis- und Zins-Verfall und damit eine Verlängerung der Tiefzinsperiode. Teilweise würde dies als Konjunktur-Stabilisator wirken.

Fazit:

Natürlich ist diese Coronavirus-Epidemie ein außergewöhnliches Ereignis. Es ist nicht Teil des normalen Wirtschafts-Abschwungs. Doch in jeder zyklischen Wirtschaftsverlangsamung gibt es solche scheinbar aus dem Rahmen fallende Beschleuniger-Effekte. Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass vor allem diejenigen Schwellenländer betroffen sind, die schon vorher aufgrund von Handelskrieg, Rohstoff-Preiszerfall und Schwächen des internen Wachstumsmodells Schlagseite hatten. Und mit der verarbeitenden Industrie jener Sektor, der den Abschwung anführte. Nichtzuletzt liegt der Ausbruch auch im Wachstumsmodell Chinas begründet: Hochkonzentrierte Bevölkerung, aber ungenügendes Gesundheitssystem, vor allem für die Wanderarbeiter.

China und die asiatischen Zulieferländer werden einen wirtschaftlichen Einbruch unbekannter Größe und Dauer erleiden. Er kann kurz und vorübergehend sein (Szenario Nr. 1), oder auch länger andauern (Szenario Nr. 2 oder 3). Wenige Wochen können eine erhebliche Differenz ausmachen. Viel wird vom Erfolg der chinesischen Behörden abhängen, die Epidemie zu stoppen. Die bereits sichtbaren Ansätze zu einer Schwellenländer-Krise würden beim Misslingen verschärft. Der Effekt auf die westlichen Industrieländer wäre eine Konjunkturabschwächung, konzentriert auf bestimmte Sektoren wie die verarbeitende Industrie, den Tourismus und den Transport, aber vor allem eine Verlängerung der Tiefzinsphase, unterstützt von fallenden Energiepreisen. Solange die Zentralbanken die Finanzmärkte fluten und mit anderen Maßnahmen hochtreiben, kann die Dichotomie zur Realität noch weiter anwachsen.


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