Deutschland

Thomas Schäfer: Nachruf auf einen Finanzminister, der gegen Rechtsextremisten kämpfte

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer war ein enger Vertrauter Walter Lübckes. Zuletzt hatte er ein Projekt in die Wege geleitet, das “rechte Tendenzen” innerhalb seiner Behörde ausfindig machen soll. Schäfer soll der Hessischen Polizei zufolge Selbstmord begangen haben.
28.03.2020 22:42
Aktualisiert: 28.03.2020 22:42
Lesezeit: 1 min
Thomas Schäfer: Nachruf auf einen Finanzminister, der gegen Rechtsextremisten kämpfte
Thomas Schäfer (CDU), Finanzminister von Hessen, ist tot. (Foto: dpa) Foto: Andreas Arnold

Der verstorbene hessische Finanzminister Thomas Schäfer war ein enger Vertrauter des getöteten Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Nach dem Tod Lübckes sagte Schäfer: “Walter Lübcke war für mich die idealtypische Verkörperung eines Nordhessen: fleißig, bodenständig, zuverlässig, klar in der Meinung, verbindlich und als Mensch, Freund und Politiker immer für andere da. Das ist ein irrer Verlust für die Region, unsere Partei und auch für mich persönlich - kann es immer noch nicht glauben.”

Zuletzt hatte Schäfer einen Vertrag mit der Bildungsstätte Anne Frank unterzeichnet, um den Rechtsextremismus zu bekämpfen. Die Hessenschau.de wörtlich: “Mitarbeiter der Bildungsstätte schulen aktuelle und angehende Finanzbeamte darin, wie sie Rechtsextremismus, Diskriminierung und Antisemitismus erkennen und wie sie damit umgehen sollen.”

Der Direktor der Bildungsstätte, Meron Mendel, sagt in einem Interview mit Hessenschau.de im Zusammenhang mit dem Auftrag: “Wir haben unser Angebot generell erweitert, gerade auch mit Blick auf Sicherheitsbehörden und Verwaltung. Gerade bei Beamten ist es wichtig, dass jedes Anzeichen von rechten Tendenzen oder Diskriminierung innerhalb der Behörde oder von außen rechtzeitig entdeckt wird und darauf angemessen reagiert werden kann. Bei Finanzbeamten ist es besonders wichtig, weil sie oft mit einem diversen Publikum arbeiten. Wenn sie etwa mit Menschen mit Migrationshintergrund zu tun haben, müssen sie für deren Besonderheiten sensibilisiert sein.”

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