Politik

Mecklenburg-Vorpommern startet Initiative für härtere Bestrafung von Kinderschändern im Bundesrat

Seit Jahren regt sich in der Bevölkerung Unmut wegen der laschen Strafen für Kinderschänder in Deutschland. Jetzt startet Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat eine Initiative zu einer Verschärfung des Strafrechts.
17.06.2020 14:36
Aktualisiert: 17.06.2020 14:36
Lesezeit: 1 min
Mecklenburg-Vorpommern startet Initiative für härtere Bestrafung von Kinderschändern im Bundesrat
Eine Figur der Justitia mit Augenbinde hängt an der Fassade des Kriminalgerichts Moabit. (Foto: dpa) Foto: Sonja Wurtscheid

Mecklenburg-Vorpommern startet eine Bundesratsinitiative für eine härtere Bestrafung von Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie sowie bei sexueller Gewalt gegen Kinder. Das Bundesland werde am 3. Juli eine Entschließung einbringen, wonach derartige Delikte künftig in jedem Fall als Verbrechen eingestuft werden sollen, teilten Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) und Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Mittwoch mit. Die Bundesratsinitiative sei am Vortag von der Landesregierung beschlossen worden. Ziel sei es, die Bundesregierung aufzufordern, zeitnah einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Jedem müsse klar werden, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder ein Verbrechen und kein Vergehen sei, sagte Hoffmeister. «Das stellen wir nur nachhaltig klar, in dem die strafrechtliche Sanktionierung verschärft wird und die Mindeststrafe von jetzt sechs Monaten auf ein Jahr erhöht wird.» Sozialministerin Drese betonte, eine schärfere strafrechtliche Sanktionierung von sexueller Gewalt gegen Kinder sei ein Baustein zur Verbesserung des Kinderschutzes. Drese hatte nach eigenen Angaben bereits Ende Mai einen Beschluss der Jugend- und Familienminister für härtere Strafen initiiert.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Nach der Genehmigung eines XRP-ETFs durch Trump:Standard Chartered sieht XRP als potenziell renditestärkste Kryptowährung im Jahr 2026

Vor dem Hintergrund der Genehmigung eines XRP-ETFs durch Donald Trump und einer deutlich verbesserten regulatorischen Lage in den USA...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Cybergefahr für Bankkunden: Sicherheitsamt warnt vor Betrugswelle
09.01.2026

Phishing-Mails, gefälschte Webseiten und Anrufe unter falschem Namen nehmen zu – Betrüger versuchen gezielt, an das Geld von Bankkunden...

DWN
Panorama
Panorama Berliner Blackout: Wegner startet Analyse des Krisenmanagements
09.01.2026

Nach dem öffentlichen Wirbel um sein Tennismatch während des Stromausfalls will Berlins Regierungschef Wegner verlorenes Vertrauen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zwischen Pflichtgefühl und Selbstfürsorge: So entscheiden sich Beschäftigte bei Krankheit
09.01.2026

Viele Arbeitnehmer stehen täglich vor der Frage, ob sie trotz Beschwerden zur Arbeit gehen oder eine Pause einlegen. Diese Entscheidung...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EU-Regulierung für digitale Dienste: Strafverfolgung verlagert Verantwortung auf Firmen – Ihre Rechte
09.01.2026

Eine unscheinbare EU-Verordnung verändert das Machtgefüge zwischen Staat und Unternehmen. Digitale Dienste geraten stärker in die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mittelstand vor Umbruch: Viele Firmen stehen ohne Nachfolger da
09.01.2026

Der deutsche Mittelstand steht vor einem grundlegenden Wandel: Zahlreiche Unternehmen sehen sich mit einer Herausforderung konfrontiert,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kälte zehrt an den Reserven: Wie sicher ist die Gasversorgung im Winter?
09.01.2026

Anhaltende Minusgrade lassen den Gasverbrauch in Deutschland deutlich steigen, die Speicher leeren sich schneller als in den vergangenen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tarifkonflikt spitzt sich zu: Verdi erhöht Druck auf Autobahn GmbH
09.01.2026

Im Tarifstreit bei der Autobahn GmbH wächst der Druck auf die Arbeitgeberseite. Die Gewerkschaft Verdi fordert ein deutliches Lohnplus und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Protest mit Traktoren und Feuer: Bauern verschärfen Widerstand gegen Mercosur
09.01.2026

Mit brennenden Barrikaden und blockierten Verkehrsachsen erhöhen französische Landwirte den Druck auf die Politik. Unmittelbar vor der...