Politik

Nach Corona: Nur Bundeskanzler Röttgen kann Deutschland aus der Asche auferstehen lassen

Nur Norbert Röttgen als Bundeskanzler verfügt über die Seriosität, Klugheit und Geradlinigkeit, um wieder Ruhe und Sicherheit ins Land zu bringen. Er ist der einzige konservativ-progressive Kandidat, der den „Wiederaufbau“ des Landes nach dem desaströsen Corona-Jahr meistern kann - wie Konrad Adenauer nach dem Jahr 1945. Ein Planspiel mit einem potenziell neuen Bundeskabinett für das Wahljahr 2021.
10.09.2020 19:28
Aktualisiert: 10.09.2020 19:28
Lesezeit: 4 min
Nach Corona: Nur Bundeskanzler Röttgen kann Deutschland aus der Asche auferstehen lassen
Der CDU-Herausforderer, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, kommt am Montag (27.04.2012) in Köln mit seiner Ehefrau Ebba zum Fernsehduell. (Foto: dpa)

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen erinnert mich vom Typ her etwas an die Politikergeneration von Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, aber auch Helmut Schmidt und Willy Brandt. So unterschiedlich diese Staatsmänner auch waren, hatten sie eines gemeinsam: sie wirkten seriös, ernst und geradlinig. Röttgen gehört meines Erachtens in diese Linie der Ernsthaftigkeit und Seriosität.

Gleichzeitig zeichnet sich Röttgen durch Progressivität aus, indem er keinen billigen Populismus betreibt, um seine Karriere zu untermauern. Vielleicht ist das auch der Grund, warum es ihm bisher verwehrt wurde, eine wirkliche Führungsposition in der CDU zu übernehmen. Er klopft keine emotionalen Sprüche, sondern ist eindeutig ein Progressiv-Konservativer mit konzeptionellen Lösungen auf dem Boden der Rechtsprechung und der Realität.

Man wird mir vielleicht unterstellen, dass ich diese Aussagen treffe, weil ich eine PR-Kampagne für Röttgen durchziehen möchte. Andere werden vielleicht kritisieren, warum ich ausgerechnet einen Politiker aus dem transatlantischen Lager hervorhebe. Das stimmt so nicht. Denn Röttgen ist kein bedingungsloser Transatlantiker, was er mit seiner scharfen Kritik an der aktuellen US-Regierung mehrmals unter Beweis gestellt hat. Er kennt aber die wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen zwischen den USA und Deutschland. Er weiß auch, dass der EU-Binnenmarkt und der US-Markt die wichtigsten Märkte für die deutsche Exportwirtschaft sind.

In diesem Artikel geht es mir aber hauptsächlich um die Innenpolitik - also um unser reales und alltägliches Leben vor Ort hier in Deutschland! Die Große Koalition ist ohnehin objektiv gescheitert, obwohl sie sich immer noch in einer unnötigen Zwangsehe befindet.

Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, wie Deutschland auf eine Linie der Entpolarisierung gebracht werden könnte, damit die öffentliche Hetze gegen die Polizei und die staatlichen Institutionen, gegen Flüchtlinge und gegen Kritiker der scharfen Corona-Maßnahmen aus der Wirtschaft und aus der Bevölkerung eingedämmt wird. Die kommende Bundesregierung muss sich innenpolitisch und außenpolitisch auf Konzepte konzentrieren, die zu positiven Ergebnissen für alle Menschen in Deutschland führen.

Aus diesem Grund bin ich der Auffassung, dass Norbert Röttgen ein idealer Bundeskanzler für Deutschland wäre, der den Menschen dienen würde, ohne eine gesellschaftliche Gruppe auszuschließen. Denn mehr denn je benötigen wir Konservativismus im Zusammenspiel mit Progressivität, anstatt einen falsch verstandenen grenzenlosen Liberalismus, der durchaus auch oppressiv sein kann, oder Rechts- und Linkspopulismus.

Deutschland nach Corona wie nach 1945?

In den kommenden Jahren werden einige Mammut-Aufgaben auf Deutschland zukommen, die beim wirtschaftlichen „Wiederaufbau“ nach der Corona-Krise beginnen und sich unter anderem über die innere Sicherheit, die Klimapolitik, die Integrationspolitik und die Sozialpolitik (mit Schwerpunkt auf die Senioren) erstrecken werden. Nicht zu vergessen ist, dass über der EU ein Sturm aufzieht, der Deutschland vor die Aufgabe stellt, neue Zukunftskonzepte unter Berücksichtigung der Digitalisierung und der nationalen Interessen auszuarbeiten.

Zu Beginn der Pandemie hatte der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger das aktuelle Pandemie-Jahr in einem Beitrag für das „Wall Street Journal“ mit dem Jahr 1944 – als die Ardennen-Offensive der deutschen Streitkräfte gegen die Alliierten stattfand - verglichen. Dieser Rechnung zufolge wird das Jahr 2021 analog zum Jahr 1945 behandelt werden müssen. „Jetzt leben wir in einer epochalen Periode. Die historische Herausforderung für die Staats- und Regierungschefs besteht darin, die Krise zu bewältigen und gleichzeitig die Zukunft aufzubauen. Ein Misserfolg könnte die Welt in Brand setzen“, so Kissinger.

Somit kann zurecht gesagt werden, dass wir dementsprechend einen Bundeskanzler brauchen, der ähnliche staatsmännische Attribute wie die Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg vorweisen kann.

Wenn man sich an den Methoden von Planspielen orientiert, muss projiziert werden, welche Faktoren vorhanden sein müssen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. In diesem Fall stellt sich die Frage nach der personellen Besetzung der kommenden Regierung.

So könnte die nächste Bundesregierung aussehen

Unter Berücksichtigung der internen und externen Faktoren, die maßgeblich sind, müsste im kommenden Jahr eine schwarz-grüne Bundesregierung das „Steuer übernehmen“. Doch insbesondere in Bezug auf die Grünen müssten Minister ans Werk, die in der Vergangenheit mit konstruktiven und realistischen Vorschlägen und Handlungen aufgefallen sind. Mit einem nervigen Thunberg-Hype und Klimaextremismus geht es aber nicht.

Beim Parteivorsitz der Grünen müssen keine Änderungen vorgenommen werden, da Annalena Baerbock aufgrund ihres Verständnisses für die Realpolitik einen guten Eindruck macht, wohingegen ich mich an dieser Stelle zu Robert Habeck am besten gar nicht äußern möchte (Klicken Sie Hier). Baerbock ist meiner Meinung nach eindeutig die bessere Hälfte im Führungs-Duo.

Allerdings müssten die Grünen sicherstellen, dass umstrittene Grünen-Politiker, die ich eher als „Altlasten“ (altbekannte Gesichter) beschreiben würde, auf keinen Fall zum Zug kommen. Denn das würde zur Schwächung der kommenden Bundesregierung führen, was ihren Handlungsspielraum enorm einschränken würde. Am Ende würde ein ähnliches Desaster wie bei der aktuellen Großen Koalition stehen.

So könnte eine neue konservativ-progressive Bundesregierung aussehen:

Bundeskanzler Norbert Röttgen – CDU

Chef des Bundeskanzleramts: Peter Altmaier – CDU

Finanzminister: Christian Freiherr von Stetten - CDU

Innenminister: Armin Schuster - CDU

Außenministerin: Annegret Kramp-Karrenbauer - CDU

Wirtschaftsministerin: Katharina Dröge - Bündnis 90/Die Grünen

Justizminister: Michael Frieser – CDU

Arbeitsministerin: Beate Müller-Gemmeke – Bündnis 90/Die Grünen

Gesundheitsministerin: Maria Klein-Schmeink – Bündnis 90/Die Grünen

Verkehrsministerin: Dorothee Bär - CSU

Bildungsministerin: Elisabeth Motschmann – CDU

Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit: Uwe Kekeritz - Bündnis 90/Die Grünen

Familienminister: Marcus Weinberg - CDU

Umweltministerin: Marie-Luise Dött - CDU

Verteidigungsminister: Henning Otte - CDU

Landwirtschaftsminister: Hans-Georg von der Marwitz – CDU

An die Spitze des Bundesnachrichtendienstes (BND) könnte Röttgen erstmals eine Dame ernennen. Hier würde sich Tania Freiin von Uslar-Gleichen, die aktuell als Vize-Präsidentin des BND fungiert, anbieten. Wünschenswert wäre es, wenn langfristig auch Historiker oder/und Sozialwissenschaftler mit tiefen geopolitischen, sprachlichen und kulturellen Kenntnissen den Posten des BND-Präsidenten bekleiden würden.

Diese Vorschläge erfolgen unter der Prämisse, dass all die genannten Politiker auch wirklich für den Bundestag kandidieren werden, aber eben auch unter der Prämisse, dass die CDU/CSU und die Grünen genug Stimmen sammeln.

Jedem sollte klar sein: Deutschlands Herz schlägt weder rechtsextrem noch linksliberal. An dieser Tatsache sollte sich die Bildung der nächsten Bundesregierung orientieren.

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Cüneyt Yilmaz

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Cüneyt Yilmaz ist Absolvent der oberfränkischen Universität Bayreuth. Er lebt und arbeitet in Berlin.

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