Deutschland

Stahlkonzern Salzgitter schreibt weiter Verluste

Salzgitter hat in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Der Stahlkonzern zeigt sich aber zuversichtlich.
13.11.2020 10:25
Lesezeit: 1 min
Stahlkonzern Salzgitter schreibt weiter Verluste
Eine Mitarbeiter geht bei der Salzgitter AG an aufgewickeltem Stahl vorbei. (Foto: dpa) Foto: Julian Stratenschulte

Der zweitgrößte deutsche Stahlkonzern Salzgitter hat auch im dritten Quartal rote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich lag der Verlust bei 98,3 Millionen Euro, wie der Thyssenkrupp-Konkurrent am Freitag in Salzgitter mitteilte.

Ein Jahr zuvor hatte der Fehlbetrag zwar mit 126,2 Millionen Euro höher gelegen, jedoch hatte Salzgitter damals hohe Rückstellungen für eine Kartellstrafe gebildet. Die wirtschaftlichen Verwerfungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie belasteten die Entwicklung weiter erheblich, so ging die Rohstahlerzeugung spürbar zurück.

Salzgitter zeigte sich jedoch zuversichtlich, im zweiten und dritten Quartal die Talsohle durchschritten zu haben. Die Auftragseingänge hätten sich seit dem Frühsommer sukzessive belebt. Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung hätten dafür gesorgt, dass sich die Resultate im Flachstahl, Handel und Technologie im dritten Quartal zum Teil "spürbar" verbessert hätten. Dennoch sanken die Umsätze in den Monaten Juli bis September um knapp 478 Millionen auf rund 1,6 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten musste Salzgitter einen Erlösrückgang um knapp 1,4 Milliarden auf rund 5,3 Milliarden Euro hinnehmen. Der Konzernverlust summierte sich auf 243 Millionen Euro. Das lag deutlich höher als der Fehlbetrag von knapp 30 Millionen Euro, den der Konzern im Vorjahr verzeichnet hatte.

Weiterlesen:

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie BradyPrinter i7500: Revolution im Hochpräzisionsdruck

Sie haben genug vom altmodischen Druck großer Etikettenmengen? Keine Kalibrierung, keine Formatierung, kein umständliches Hantieren mit...

DWN
Politik
Politik Ultimatum für Putin? Trump verliert laut Nato-Partnern Geduld
04.04.2025

Könnte es nur noch Wochen dauern, bis sich neue Entwicklungen in den Bemühungen um eine Waffenruhe im Ukraine-Konflikt abzeichnen? Dieser...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Globaler Handelskrieg: Trump erfindet Zölle, die es nie gab
04.04.2025

US-Präsident Donald Trump hat Zölle gegen Länder eingeführt, die es in der Form nie gab. Anstatt auf konkrete Handelsbarrieren oder...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: China-Zölle richten Blutbad am Aktienmarkt an - Bank-Aktien rauschen ab
04.04.2025

Die Gegenzölle aus China schicken den DAX aktuell tief in die Verlustzone. Globale Sorgen um das Wirtschaftswachstum setzen vor allem dem...

DWN
Technologie
Technologie WhatsApp-Nachrichten-Limit: Meta führt Begrenzung ein - aber bitte keine Panik
04.04.2025

WhatsApp, der beliebte Messenger-Dienst von Meta, führt derzeit eine neue Funktion ein, die das Versenden von Nachrichten einschränkt....

DWN
Politik
Politik Russland drängt, Ukraine kämpft: Internationale Hilfe und politische Spannungen im Kriegschaos
04.04.2025

Die russischen Angriffe auf Grenzgebiete eskalieren, während die Ukraine auf internationale Hilfe und politische Lösungen setzt. Doch die...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Bank-Aktie bricht ein: US-Zölle belasten - sollten Anleger jetzt die Deutsche Bank-Aktie verkaufen?
04.04.2025

Ein schwarzer Tag für europäische Banken: Die Deutsche Bank-Aktie hat am Freitag zeitweise mehr als 11 Prozent an Wert verloren und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gegenzölle? Wie Europa auf die Trump-Zölle reagieren kann und will
04.04.2025

Die von Donald Trump geplanten Trump-Zölle als Teil eines umfangreichen Zollpakets dürften nicht unbeantwortet bleiben. Welche konkreten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftsweise Malmendier warnt vor "Inflationsschock" in den USA
04.04.2025

Ökonominnen und Ökonomen sehen klar: Trumps Zölle treiben die Preise nach oben. Die Entwicklung könnte für den Präsidenten politische...