Politik

Nächster Coup beim Epstein-Skandal: Französische Polizei nimmt Model-Agent fest

Der Epstein-Skandal zieht weitere Kreise. Die französische Justiz hat im Zuge der Epstein-Affäre gegen den Model-Agenten Jean-Luc Brunel Ermittlungen wegen Vergewaltigung von Minderjährigen und wegen sexueller Nötigung eingeleitet. Auch die Beweislast gegen Prinz Andrew wird immer erdrückender.
19.12.2020 16:53
Lesezeit: 1 min
Nächster Coup beim Epstein-Skandal: Französische Polizei nimmt Model-Agent fest
Geoffrey Berman, Staatsanwalt von New York, spricht während einer Pressekonferenz zum Fall des Milliardärs Epstein. (Foto: dpa) Foto: Richard Drew

Die französische Justiz hat im Zuge der Epstein-Affäre gegen den Model-Agenten Jean-Luc Brunel Ermittlungen wegen Vergewaltigung von Minderjährigen und wegen sexueller Nötigung eingeleitet. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Pariser Staatsanwaltschaft am Samstag berichtete, wurde der 74-Jährige am Freitagabend in Untersuchungshaft genommen. Er wird zudem verdächtigt, für den amerikanischen Milliardär Jeffrey Epstein junge Mädchen kontaktiert und organisiert zu haben. Schon im Sommer 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Brunel eingeleitet und dessen Pariser Model-Agentur durchsucht.

Epstein, der sich im August 2019 in einem New Yorker Gefängnis tötete, war in den USA wegen Missbrauchs Dutzender minderjähriger Mädchen angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen, zusammen mit Komplizen einen Sexhandelsring aufgebaut zu sein. Epstein besaß in Paris in der Nähe der Champs-Elysées ein Luxus-Appartement.

Brunel, der zu Epsteins engen Vertrauten gehörte, wurde am Mittwoch auf dem Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle festgenommen. Er wollte dort einen Flug nach Dakar nehmen.

Der Guardian hatte zuvor berichtet, dass der Epstein-Skandal sich nicht nur auf Jeffrey Epstein und seine Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell beschränkt, sondern eingebettet werden müsse in eine generelles Problem der elitären Klassen.

So wird die Beweislast gegen Prinz Andrew immer erdrückender. Bis heute weigert sich der Prinz, sich einem Verhör durch das FBI zu stellen.

Zuvor waren neue Bilder aufgetaucht, die Bill Clintons Verstrickungen in die Affäre um den Pädophilen Epstein und Maxwell beweisen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Staatliche Datenkontrolle treibt Verbraucher in die digitale Schattenwirtschaft

Deutschland befindet sich im Jahr 2026 in einer paradoxen wirtschaftspolitischen Situation. Während die Bundesregierung versucht, durch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Verteidigungstechnik: Deutsches Drohnenunternehmen steigt bei HEVI Optronics ein
12.03.2026

Ein deutsches Drohnenunternehmen steigt beim estnischen Sensorhersteller HEVI Optronics ein und übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung....

DWN
Politik
Politik Konflikt im Persischen Golf: Trump ruft zur Nutzung der Straße von Hormus auf
12.03.2026

US-Präsident Donald Trump sieht die USA im Konflikt mit dem Iran militärisch im Vorteil und fordert Ölfirmen auf, die Straße von Hormus...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie in der Krise: Warum 2026 wieder besser werden könnte
12.03.2026

Die Gewinne brechen ein, die Unsicherheit wächst – doch die deutsche Autoindustrie setzt auf eine Wende. Warum Experten ausgerechnet...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zalando: Schließung in Erfurt überschattet starkes Wachstum
12.03.2026

Zalando meldet starkes Wachstum, steigende Umsätze und Fortschritte bei KI. Doch die Schließung des großen Logistikstandorts in Erfurt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo: Ölreserven halten nur drei Monate
12.03.2026

Die strategischen Ölreserven der Welt könnten schneller aufgebraucht sein als gedacht. Ifo-Chef Clemens Fuest warnt vor Knappheit,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Fünf Warnsignale für Unternehmen: Woran lässt sich schwaches Management erkennen?
12.03.2026

Viele Unternehmen wirken nach außen stabil, obwohl sich intern bereits Schwächen in Strategie, Entscheidungsprozessen und Organisation...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Logistikverbände schlagen Alarm: Hohe Spritpreise sind nicht zu verkraften - staatliche Entlastung ist notwendig
12.03.2026

Deutsche Logistikverbände ⁠schlagen wegen der kriegsbedingt gestiegenen Kraftstoffpreise Alarm. In einem Appell fordern sie von der...

DWN
Panorama
Panorama Künstliche Intelligenz in der Medizin: Wie zuverlässig sind KI-Diagnosen wirklich?
12.03.2026

Künstliche Intelligenz gewinnt auch im Gesundheitsbereich zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen wenden sich bei Beschwerden...