Politik

Der Konzern-Sozialismus kommt: „Great Reset“ ist das Todesurteil für den deutschen Mittelstand

Die Ziele im Rahmen des „Great Reset“ und der Pandemie bedrohen vor allem den deutschen Mittelstand. Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland gehören ihm an. Doch auch die deutschen Bürger werden die Auswirkungen dieser Agenda bald hautnah spüren – vor allem in Bezug auf ihr Privateigentum.
27.02.2021 20:35
Aktualisiert: 27.02.2021 20:35
Lesezeit: 4 min
Der Konzern-Sozialismus kommt: „Great Reset“ ist das Todesurteil für den deutschen Mittelstand
Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums WEF, spricht während einer Pressekonferenz. (Foto: dpa)

Im Rahmen der Zukunftsvision 2030 des Weltwirtschaftsforums (WEF) wurde zuvor ein Video, in dem folgender Slogan vorkam: „Sie werden nichts besitzen und Sie werden glücklich sein“ (HIER). Das WEF treibt seine „Great Reset“-Agenda im Verlauf der Pandemie in Windeseile voran.

Die Agenda wird unter anderem von der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstützt (HIER). Die Klimaziele der EU sind deckungsgleich mit der Agenda des WEF. Doch neue Klimapläne der EU-Kommission bedeuten faktisch ein Verbot von Verbrennungsmotoren. Mehrere gewichtige Stimmen aus der Autobranche warnen deshalb vor massiven Verwerfungen für Wohlstand und Arbeitsplätze, sollten die Pläne umgesetzt werden (HIER).

Nicht nur die EU-Kommissionspräsidentin, zahlreiche Staats- und Regierungschefs, sondern auch Papst Franziskus liebäugelt mit dem „Great Reset“ (HIER). Aus seiner jüngsten Sozialenzyklika „Fratelli tutti“ geht hervor:

„Wieder einmal mache ich mir Worte des heiligen Johannes Paul II. zu eigen und wiederhole sie hier, weil sie in ihrer Tragweite vielleicht nicht verstanden wurden: ,Gott hat die Erde dem ganzen Menschengeschlecht geschenkt, ohne jemanden auszuschließen oder zu bevorzugen, auf dass sie alle seine Mitglieder ernähre.‘ In diesem Zusammenhang erinnere ich daran, dass ,die christliche Tradition […] das Recht auf Privatbesitz niemals als absolut oder unveräußerlich anerkannt und die soziale Funktion jeder Form von Privateigentum betont‘ hat. Das Prinzip der gemeinsamen Nutznießung der für alle geschaffenen Güter ist das ,Grundprinzip der ganzen sozialethischen Ordnung‘, es ist ein natürliches, naturgegebenes und vorrangiges Recht. Alle anderen Rechte an den Gütern, die für die ganzheitliche Verwirklichung der Personen notwendig sind, einschließlich des Privateigentums und aller anderen, ,dürfen seine Verwirklichung nicht erschweren, sondern müssen sie im Gegenteil erleichtern‘, wie der heilige Paul VI. betonte.“

Mehr zum Thema: „Great Reset“: Vatikan schließt großes Bündnis mit den Reichsten der Welt

Die Besitzlosigkeit, die propagiert wird, bedeutet in der neuen Welt nach dem „Great Reset“, dass die Bürger nichts besitzen, sondern sich alles „leihen“ werden. Alle Dinge des täglichen Lebens sollen aus einem Leihgeschäft hervorgehen. Doch dieser Ansatz ist ein Widerspruch in sich. Wenn der Bürger sich etwas leihen soll, muss das Geliehene irgendwem gehören – und zwar in Form eines Vermögenswerts, also eines Eigentums.

Die elitären Mitglieder des WEF planen beim „Great Reset“ nach eigenen Angaben eine Verschmelzung von Kapitalismus und Sozialismus im Sinne des Wohlstands für alle Menschen (HIER).

Was sie jedoch in Wirklichkeit meinen, ist eine Art „Konzern-Sozialismus“. An der Spitze der Pyramide müsste diesem Gedanken zufolge eine kleine steinreiche Elite sitzen, die die Agrar- Finanz- und Pharmakonzerne und kontrolliert, während es keine Mittelschicht und keinen Mittelstand mehr gibt. Diese Konzerne müssten jegliche Formen von Vermögenswerten besitzen, um sie an die Bürger gegen ein Entgelt zu verleihen. Die Bürger wären zu einem Großteil bei den Konzernen angestellt oder würden ein universelles Grundeinkommen erhalten, weil sie nicht am Wertschöpfungsprozess mitwirken können oder wollen. Die Konzerne würden sich auch mit Lehrgängen darum kümmern, dass ihre Mitarbeiter die gesellschaftlich erwünschten Ansichten und Meinungen vertreten. Die Welt, von der hier gesprochen wird, wäre komplett digitalisiert, wodurch die Kontrolle des Individuums zu einem Kinderspiel werden würde. Wie schnell die „Big Tech“-Konzerne ein Individuum, das nicht die vorgegebene Mehrheitsmeinung vertritt, aus der digitalen Welt „auslöschen“ können, haben bereits Twitter und weitere soziale Medien unter Beweis gestellt.

Mehr zum Thema: Vorwand Klimaschutz: Kooperation zwischen Politik und Auto-Industrie ist Paradebeispiel für den Great Reset

Das entscheidende Problem ist: In einer Welt, in der alles digitalisiert ist, wäre es den staatlichen Stellen oder nicht-staatlichen „Big Tech“-Stellen möglich, eine Person vom Leben abzuschneiden. Im schlimmsten Fall wäre es nicht mehr möglich, einzukaufen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen und weitere lebensnotwendige Dinge zu tätigen. Diese drohende Ordnung ist George Orwells berühmtem Roman „1984“ sehr ähnlich (HIER).

Zudem stellt sich die Frage, wie die Enteignung der Bürger erzielt werden soll, um das Projekt der Besitzlosigkeit durchzusetzen. Welche finanzpolitischen Methoden und Taktiken sollen eingesetzt werden, damit die Bürger alles verlieren?

China dient den Masterminds dieser neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung als Vorbild. Das Reich der Mitte fordert bereits heute die Einführung eines globalen QR-Code-Systems, um die grenzüberschreitende Bewegung von Menschen inmitten der Coronavirus-Pandemie zu ermöglichen. Wer mit dem Code nachweisen kann, dass er Gesund ist, dürfe reisen. In zahlreichen Orten Chinas können die Bürger die Gemeinden, Supermärkte und andere Geschäftsstätten nur mit einem Gesundheits-QR-Code betreten oder verlassen (HIER).

Wenn man sich die aktuellen Corona-Maßnahmen in Verbindung mit der neuen Zukunftsvision 2030 des WEF, über die das WEF selbst wörtlich auf seiner Webseite detailliert berichtet, zusammendenkt, werden all die aktuellen Entwicklungen vor allem Deutschland wirtschaftlich schwer treffen – noch vor allen anderen Ländern auf dem Globus. Denn diese Agenda wird vor allem den weltberühmten deutschen Mittelstand treffen: „Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind KMU (Kleine- und Mittelständische Unternehmen, Anm.d.Red.), sie stellen mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze und erwirtschaften dabei mehr als jeden zweiten Euro (Nettowertschöpfung). Für die Bundesregierung zählen alle Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigen und weniger als 50 Millionen Euro Jahresumsatz zu den KMU.“

Oder wie es der WEF-Gründer Klaus Schwab in seinem Buch „Covid-19: The Great Reset“ wörtlich ausdrückt:

„In Frankreich und im Vereinigten Königreich schätzen mehrere Branchenkenner, dass bis zu 75 Prozent der unabhängigen Restaurants die Lockdowns und die nachfolgenden Social-Distancing-Maßnahmen nicht überleben könnten. Überleben werden hingegen die großen Ketten und Fast-Food-Giganten. Das legt die Vermutung nahe, dass große Unternehmen größer werden, während die kleinsten schrumpfen oder ganz verschwinden.“

Er setzt den „Great Reset“ unmissverständlich und wörtlich in Verbindung mit der Corona-Pandemie. Wie einflussreich und mächtig das WEF ist, hatte Schwab zuvor der Zeitschrift „Schweizer Illustrierte“ mitgeteilt:

„Wir brachten nach dem Mauerfall Ost- und Westeuropa zusammen, wir verhinderten einen Krieg zwischen der Türkei und Griechenland, und wir läuteten das Ende der Apartheid ein, als Nelson Mandela in Davos war.“

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