Politik

Spahns Buch aus dem Jahr 2016: „App vom Arzt – Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“

Jens Spahn veröffentlichte im Jahr 2016 gemeinsam mit zwei weiteren Autoren ein Buch unter dem Titel „App vom Arzt – Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“.
07.04.2021 18:46
Aktualisiert: 07.04.2021 18:46
Lesezeit: 1 min
Spahns Buch aus dem Jahr 2016: „App vom Arzt – Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“
Jens Spahn (r, CDU), Bundesgesundheitsminister, Christian Drosten (M), Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, und Lothar H. Wieler (l), Präsident des Robert Koch-Instituts. (Foto: dpa) Foto: Bernd von Jutrczenka

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte im Jahr 2016 gemeinsam mit Markus Müschenich und Jörg F. Debatin ein Buch mit dem Titel „App vom Arzt – Bessere Gesundheit durch digitale Medizin“ auf den Markt gebracht.

Der „Herder Verlag“ berichtet über das Buch: „Medizinische Revolution durch Digitalisierung – Pulsmesser am Handgelenk, Blutzuckermessen über die Kontaktlinse und bald Früherkennung von Herzinfarkten durch intelligente Unterwäsche? Das ist keine Zukunftsmusik mehr. Genauso wenig wie Organe und Körperteile aus dem 3-D-Drucker oder individuelle Krebstherapien, die auf weltweiten Erfahrungen basieren. Das Ziel ist klar: Mehr Menschen sollen länger gesund bleiben. Jörg Debatin, Markus Müschenich und Jens Spahn beschreiben in ihrem Buch die ganz praktische Seite der medizinischen Revolution, deren Beginn wir gerade erleben. Sie zeigen, wie der Arzt der Zukunft arbeitet, welche Rolle Datenschutz spielt und was das für uns als Patienten bedeutet.“

Auf dem Cover ist auf einem Display eine Art Gesundheits-App und ein muskulöser und nackter Mann mit einer weißen Unterhose zu sehen.

In einer Rezension heißt es: „Anschließend wird am Beispiel der Gesundheitskarte erklärt, wie auch der Gesundheitsbereich im weitesten Sinne in der digitalen Welt ankommen soll. Das Großprojekt ,Digitale Gesundheitsakte‘ war einmal ein wegweisendes kühnes Konzept, dessen endgültige Realisierung nach eineinhalb Jahrzehnten immer noch nicht abgeschlossen ist – ein Projekt, das vielleicht etwas weniger teuer als der Berliner Flughafen ist, aber dafür umso länger dauert (…) Die Autoren bringen es auf die ebenso einfache wie griffige Formel: ,Datenschutz ist nur etwas für Gesunde‘.“

Beim Weltwirtschaftsforum (WEF) ist Spahn als „Agenda Contributor“ gelistet – HIER.

Am 16. August 2020 hatten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten ausgeführt: „Spahn will der gewinnorientierten Gesundheitswirtschaft offenbar die geschützten Daten von 73 Millionen zur Verfügung stellen. Das erschließt sich zumindest aus einer Verordnung zur Neufassung der Datentransparenzverordnung.“

Unbemerkt von der Öffentlichkeit, hatte die Bundesregierung durch ein neues Patientenakten-Gesetz den Datenschutz ausgehebelt. In der Akte sollen alle relevanten Patientendaten gespeichert werden. Ein Widerspruchsrecht auf die Speicherung der Patientendaten gibt es nicht (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Unternehmen
Unternehmen Brady macht Schluss mit Kabeln im Industrie-Etikettendruck

Industrie-Kennzeichnung galt lange als stationär, schwer und kabelgebunden. Brady bringt nun einen Hybrid-Drucker auf den Markt, der...

DWN
Politik
Politik EU-Mitgliedschaft: Warum andere Länder schneller vorankommen als die Ukraine
06.05.2026

Die EU-Erweiterung rückt durch neue geopolitische Risiken wieder ins Zentrum der europäischen Politik, doch nicht jeder Kandidat hat...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft J.P. Morgan-Chef Jamie Dimon warnt: Weltordnung steht vor historischer Probe
06.05.2026

Jamie Dimon sieht die globale Wirtschaft vor Risiken, die weit über Börsen, Inflation und Ölpreise hinausreichen. Kann der Westen seine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nord Stream 1: Lubminer Gaskraftwerk wird an die Ukraine verschenkt
06.05.2026

Das funktionsfähige und stillgelegte Gaskraftwerk in Lubmin, soll an die Ukraine verschenkt werden. Das sorgt für Unmut, denn die Anlage...

DWN
Technologie
Technologie Kostenfalle ChatGPT: OpenAI zahlt 50 Milliarden Dollar allein für Rechenleistung
06.05.2026

Dass der Betrieb von ChatGPT teuer ist, war bekannt. Jetzt bekommt man einen Einblick, wie viele Milliarden die KI-Rechenzentren den...

DWN
Politik
Politik Trump vor der nächsten Probe: Wie lange hält der Waffenstillstand am Golf?
06.05.2026

Der Iran-Krieg macht Donald Trumps Machtverständnis zum Risiko für Märkte, Diplomatie und die globale Ordnung. Wie lange kann die...

DWN
Finanzen
Finanzen Morningstar nennt 5 Favoriten: US-Aktien für geduldige Anleger
06.05.2026

Morningstar sieht bei ausgewählten US-Aktien langfristige Chancen, doch selbst starke Marktführer müssen regelmäßig überprüft...

DWN
Politik
Politik Kerosin-Mangel im Sommer? Israel liefert Deutschland Kerosin
06.05.2026

Die Lieferung aus Nahost geschieht nach israelischen Angaben auf Bitte des deutschen Energieministeriums. Der deutsche Verkehrsminister...

DWN
Politik
Politik Kein vorzeitiges Ende: Merz sieht keine Alternative zu Schwarz-Rot
06.05.2026

Die schwarz-rote Regierung versinkt ein Jahr nach ihrem Amtsantritt im Streit. Den Spekulationen über ein vorzeitiges Ende der Koalition...