Deutschland

Apotheken beginnen mit Ausstellen digitaler Corona-Impfnachweise

Der digitale Corona-Nachweis ist eine Ergänzung zum vorerst weiter gültigen gelben Impfheft aus Papier.
14.06.2021 11:25
Aktualisiert: 14.06.2021 11:25
Lesezeit: 1 min

Wer vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, kann sich seit Montag in der Apotheke einen digitalen Impfnachweis besorgen. Die Apothekerverbände bitten allerdings um Geduld. Die Zahl der teilnehmenden Apotheken sei in den ersten Tagen aus technischen und organisatorischen Gründen begrenzt. Die Website mein-apothekenmanager.de soll anzeigen, welche Apotheke vor Ort den digitalen Impfpass anbietet.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Der Nachweis wird in einem sogenannten QR-Code aus schwarzen und weißen Quadraten hinterlegt, der künftig in der Regel mit dem zweiten Impfgang im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt wird. Der Code kann dann mit Handy-Apps eingescannt und vorgezeigt werden. Neben der App CovPass und der Corona-Warn-App des Bundes wird der Nachweis von Mittwoch an auch über die Luca-App möglich sein. Die Kassenärztliche Vereinigung betonte, es werde aus technischen Gründen nicht sofort einen flächendeckenden Start in den Praxen geben.

Ob, wann und auf welchem Weg neben Apotheken auch Impfzentren oder Ärzte auch Nachweise für die bereits vor der Einführung vollständig geimpften rund 20 Millionen Menschen ausstellen, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. In Bayern oder Sachsen-Anhalt etwa sollen Menschen, die bereits in Impfzentren geimpft wurden, über eigens eingerichtete Websites Zugang zum Zertifikat bekommen. In Baden-Württemberg sollen Impfnachweise im Lauf der nächsten Wochen per Post verschickt werden.

In Thüringen werden Impfpässe nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung nachträglich nicht in Impfzentren und Impfstellen ausgestellt, weil der Aufwand nicht zu bewältigen sei. Impfnachweise können stattdessen online angefordert werden. In Nordrhein-Westfalen hatten die Kassenärztlichen Vereinigungen erklärt, dass in Praxen und Impfzentren zunächst keine elektronischen Impfzertifikate ausgestellt werden.

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