Politik

Frankreich: Wer Bus und Bahn nutzen will, muss künftig einen Impfpass vorlegen

Wer in Frankreich künftig Cafés, Restaurants, Messen besuchen, oder aber die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen will, muss einen Impfpass vorweisen. Das hat das Parlament beschlossen. Das Verfassungsgericht muss dem Gesetz noch zustimmen.
26.07.2021 17:22
Aktualisiert: 26.07.2021 17:22
Lesezeit: 1 min
Frankreich: Wer Bus und Bahn nutzen will, muss künftig einen Impfpass vorlegen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. (Foto: dpa)

Das französische Parlament hat als Reaktion auf die Delta-Variante einem Gesetzentwurf zur weiteren Verschärfung der Anforderungen an obligatorische Covid-19-Impfungen und Gesundheitspässe zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten mit 156 Ja-Stimmen, 60 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen, berichtet „France TV Info“. Die neuen Beschränkungen kommen inmitten zunehmender Proteste in Frankreich.

Die neuen Beschränkungen im Gesetzentwurf vom Montagmorgen bedeuten, dass französisches Gesundheitspersonal verpflichtet ist, den Impfstoff zu erhalten. Die Notwendigkeit von Gesundheitsausweisen wird auch in mehr Bereichen der Gesellschaft eingeführt. Das Gesetz sieht vor, dass der Gesundheitspass – ein Impfpass oder ein negativer Test – in Bars und Restaurants, auf Fernzugreisen und auf Flügen benötigt wird. Dies bedeutet, dass ein Teil der Bevölkerung mit Einschränkungen bei sozialen Aktivitäten und beim öffentlichen Verkehr rechnen muss. Der Gesundheitspass wird auf Cafés, Restaurants, Messen sowie auf Flugzeuge, Bahnen, Fernreisebusse und medizinische Einrichtungen ausgeweitet.

Vor den am Montag beschlossenen Maßnahmen hatte Präsident Emmanuel Macron nach der Verbreitung der Delta-Variante Anfang Juli 2021 den Gesundheitspass bereits in Museen, Kinos und Schwimmbädern als obligatorisch eingestuft. Das französische Verfassungsgericht muss dem Gesetz noch zustimmen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Europäischer Medtech ist günstig, Goldrückgang ist vorübergehend
27.09.2026

Die Wall Street glänzt nahe seinen Rekordhöhen, doch unter der Oberfläche brodelt es. Während Künstliche Intelligenz die...

DWN
Politik
Politik Kanada und EU: Von der Leyens Plan könnte den Binnenmarkt verändern
27.09.2026

Kanada soll enger an die Europäische Union rücken als je zuvor. Ursula von der Leyen bringt dafür sogar eine "assoziierte...

DWN
Politik
Politik Gelockerter Kündigungsschutz für Hochverdiener: Was Arbeitgeber für 2027 wissen sollten
27.09.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Kündigungsschutzes, in der Hochverdiener leichter kündbar werden sollen. Arbeitgeber können...

DWN
Panorama
Panorama Auswandern nach Andalusien: „In meinem Herzen habe ich zwei Seelen“
27.09.2026

Jens Halbroth und seine Frau Claudia suchten jahrelang nach einem neuen Lebensmittelpunkt. Sie reisten mit Motorrad und Wohnmobil durch...

DWN
Finanzen
Finanzen Weltweite Schulden mit Gold tilgen? Dann müsste es 400.000 Dollar kosten
27.09.2026

Die Goldpreise erreichen 2026 Rekordstände. Doch was wäre, wenn Staaten ihre Schulden theoretisch mit ihren Goldreserven decken wollten?...

DWN
Technologie
Technologie KI und Burnout: Warum ausgerechnet Entlastung krank machen kann
27.09.2026

KI soll Beschäftigte entlasten, Routinearbeit übernehmen und Unternehmen produktiver machen. Doch ausgerechnet die neue Effizienz schafft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkttrend „Boomerang Hiring“ – erst gekündigt, dann zurückgeholt
27.09.2026

Die Wiedereinstellung ehemaliger Arbeitnehmer wird auch in Deutschland zum wachsenden Trend auf dem Arbeitsmarkt: Wie Arbeitgeber mit...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Horacio Pagani im Porträt: Seine Autos sind verkauft, bevor die Öffentlichkeit sie sieht
27.09.2026

Horacio Pagani baut keine Autos für den Massenmarkt. Im vergangenen Jahr sollen es gerade einmal rund 50 gewesen sein, das günstigste...