Politik

NZZ: Grüne bauen System der Verbote und Umerziehung auf

Die Grünen wollen die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen umerziehen, schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Annalena Baerbock denkt in der Kategorie des Zwangs.
14.09.2021 09:00
Aktualisiert: 14.09.2021 09:54
Lesezeit: 1 min
NZZ: Grüne bauen System der Verbote und Umerziehung auf
Annalena Baerbock und Robert Habeck. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Die Neue Zürcher Zeitung kommentiert:

„Ist der Mensch ein unbedingt zu disziplinierendes Wesen, nur mit Verboten auf den Pfad der Tugend zu zwingen, weil er in der Freiheit das Falsche tut? Annalena Baerbock hat diese Frage im zweiten «Triell» der Kanzlerkandidaten mit einem Ja beantwortet. Die Grünen stehen im Ruf, eine Verbotspartei zu sein, und sie tun trotz anderslautenden Beteuerungen einiges, um dem Ruf gerecht zu werden. (...)

Der Einzelne erscheint als unvernünftiger Konsument, der mit grüner Ordnungspolitik ins Raster des korrekten Verhaltens gezwungen werden soll. Auch Robert Habeck denkt in diese Richtung, wenn er in zahlreichen Interviews nicht den besseren Menschen fordert, sondern eine bessere Politik mit besseren Regeln für offenbar schwererziehbare Individuen. Keine Gesellschaft kommt ohne Verbote aus, auch die liberalste nicht. Diese aber zum Innovationstreiber zu verklären, stellt die Wirklichkeit auf den Kopf. Vielmehr gilt: Der Mensch ist umso kreativer, je freier er agieren darf. Freiheit ist das Ferment, in dem der Fortschritt gedeiht.“

Baerbock: Wer sich nicht impfen lässt, verliert Bürgerrechte

Dass Baerbock und Habeck auf Verbote und Zwang setzen, zeigt sich auch in der Corona-Krise. So hatte Baerbock schon mehrfach angekündigt, dass jene Deutschen Teile ihrer Freiheits- und Bürgerrechte verlieren müssten, wenn sie sich nicht impfen lassen wollen. Es müsse nun alles getan werden, Schulen und Kitas offenzuahlten. Das bedeute, dass Ungeimpfte „nicht die gleichen Freiheiten haben in Inzidenzgebieten wie die anderen", sagte Baerbock Anfang der Woche.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rhein Group: Draghi versammelt Europas Machtelite
19.09.2026

Mario Draghi hat Europas wirtschaftliche Schwächen analysiert. Jetzt will er handeln: Mit der Rhein Group versammelt der frühere...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Das müssen Sie unbedingt wissen
19.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern wählt einen neuen Landtag – und diesmal könnte sich das politische Kräfteverhältnis grundlegend verschieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrigwasser am Rhein: Wenn der deutschen Wirtschaft das Wasser fehlt
19.09.2026

Der Rheinpegel in Kaub ist der wichtigste Pegel für die Schifffahrt zwischen Rotterdam und Basel. Dort fiel der Wasserstand im August 2026...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
19.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Berlin wählt: Diese Koalitionen sind möglich – und was sonst noch wichtig ist!
19.09.2026

Rund 2,5 Millionen Berliner entscheiden am Sonntag über die politische Zukunft ihrer Stadt. Nach einem von Wohnungsnot, Verkehr und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Safran-Anbau: KI und Roboter sollen Europas Abhängigkeit beenden
19.09.2026

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, doch seine Lieferkette ist anfällig und kaum transparent. Ein schwedisches Start-up will das...

DWN
Technologie
Technologie Gefälschte IT-Mitarbeiter: Remote-Jobs werden zum Einfallstor für Spione
19.09.2026

Sie sehen aus wie ganz normale Bewerber, doch hinter Lebensläufen, Videogesprächen und vermeintlich echten Identitäten können...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi-Krise: „In zehn Jahren muss es Volkswagen noch geben“
19.09.2026

China holt Europas Autobauer nicht mehr nur ein. In wichtigen Technologiebereichen ist die Konkurrenz bereits vorbeigezogen. Audi-Chef...