Politik

Griechenland verhängt monatliche Geldbußen gegen Ungeimpfte

Lesezeit: 1 min
30.11.2021 12:03  Aktualisiert: 30.11.2021 12:03
In Griechenland erhält das Finanzamt die Daten von Menschen, die sich nicht impfen lassen, und treibt dann die fälligen Geldbußen ein.
Griechenland verhängt monatliche Geldbußen gegen Ungeimpfte
Etwa ein Drittel der Bevölkerung von Griechenland ist nicht geimpft. (Foto: dpa)
Foto: Eurokinissi

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In Griechenland müssen sich Menschen über 60 bis zum 16. Januar mindestens einmal impfen lassen. Andernfalls droht ihnen von da an eine monatliche Geldbuße von 100 Euro. Das kündigte Regierungschef Kyriakos Mitsotakos am Dienstag im Staatsfernsehen an.

"Es gibt nur eine Altersgruppe, die darauf besteht abzuwarten: Von den 580 000 ungeimpften Bürgern über 60 Jahre haben sich im November nur 60 000 impfen lassen. Und leider sind es gerade die über 60-Jährigen, die krank werden und sterben", sagte er.

Aus der Impf-Verpflichtung kommen die Bürger nicht heraus: Die staatliche Sozialversicherung leitet die Daten der Ungeimpften an das Finanzamt weiter, das dann für die Eintreibung der Geldbuße zuständig ist. Die so eingetriebenen Bußgelder sollen den Krankenhäusern zugute kommen. "Das ist keine Strafe, sondern ein Bonus für die Gesundheit - ein Akt der Gerechtigkeit", sagte Mitsotakis.

In Griechenland sind der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge bisher 62 Prozent der rund 11 Millionen Einwohner vollständig geimpft. Die Regierung schließt einen landesweiten Lockdown kategorisch aus; stattdessen gibt es für Ungeimpfte seit Anfang November im öffentlichen Leben zahlreiche Einschränkungen. So gilt die Testpflicht selbst beim Behördenbesuch, außerdem sind Ungeimpfte von Fitness-Studios, Gastronomie und Kultur ausgeschlossen.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Die derzeitigen Währungen sind weich wie Schnee - Gold bleibt bestehen!

Passend zur Jahreszeit schmelzen die bestehenden Währungen durch die Inflation wie Schnee. Setzen auch Sie auf nachhaltigen Werterhalt...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Konflikt: Das Agieren der Nato ist eine einzige Blamage

DWN-Kolumnist Ronald Barazon wirft der Nato in der Ukraine-Krise krasses Versagen in jeder Beziehung vor.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Comeback: Weltweite Investitionen in die Atomenergie nehmen deutlich zu

Die Investitionen in die Atomenergie nehmen weltweit zu. Eine Untersuchung zeigt, dass bis Ende des kommenden Jahres 91 Milliarden...

DWN
Deutschland
Deutschland Bundesregierung erwartet 2022 noch höhere Inflation

Die Inflation in Deutschland wird 2022 im Schnitt bei 3,3 Prozent liegen, schätzt die Bundesregierung. Eine höhere Jahresrate gab es...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobilien-Gutachter: Party geht trotz steigenden Bauzinsen weiter

Die Pandemie hat es Immobilienkäufern nicht leichter gemacht. Viele brauchen mehr Platz, doch die Preise in den Städten steigen weiter...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsverband: Lohnfortzahlung nur noch mit Booster

Eskalation am Arbeitsmarkt: Der Mittelstandsverband BVMW will nur noch für Mitarbeiter, die sich eine Booster-Impfung holen,...

DWN
Politik
Politik Droht der Ukraine eine Teilung entlang des Dnepr-Flusses?

Für den Osten der Ukraine sind zwei militärische Szenarien denkbar. Während das eine Szenario wahrscheinlich nicht eintreten wird, ist...

DWN
Deutschland
Deutschland Mindestlohn soll auf 12 Euro steigen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will den gesetzlichen Mindestlohn zum 1. Oktober auf 12 Euro anheben. Derzeit beträgt der Mindestlohn...

DWN
Politik
Politik IS greift Gefängnis in Syrien an, mehr als 40 Tote

In Syrien gab es bei einem der schwersten IS-Angriffe seit Jahren mehr als 40 Tote. Der Angriff galt einem Gefängnis im Nordosten des...