Politik

Öko-Wahn und Kannibalismus: Wir sollen uns gegenseitig verspeisen, um das Klima zu schützen

Menschenfleisch statt Rindfleisch? Kannibalismus könnte einigen Wissenschaftlern zufolge als Ergänzung für unsere Lebensmittelversorgung dienen. Dadurch ließe sich das Klima schützen, behaupten sie. Allerdings sollen keine Menschen getötet, sondern bereits Tote verspeist werden.
29.12.2021 22:11
Aktualisiert: 29.12.2021 22:11
Lesezeit: 1 min
Öko-Wahn und Kannibalismus: Wir sollen uns gegenseitig verspeisen, um das Klima zu schützen
Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) hält in dem neuen Kinofilm „Hannibal“ mit einem diabolischen Gesichtsausdruck ein Messer in der Hand. (Foto: dpa) Foto: -

Durch den Klimawandel steht einigen Wissenschaftlern zufolge die weltweite Nahrungsmittelversorgung kurz vor einer Katastrophe, was einige Experten dazu veranlasst, der Menschheit vorzuschlagen, nach Alternativen zu traditionellen Nahrungsquellen zu suchen. Meistens meinen sie Dinge wie pflanzliche Proteine oder Fleisch aus Laboranbau. Andere schlagen sogar vor, Insekten zu essen. Aber ein schwedischer Wissenschaftler hat einen Vorschlag, der sogar Kakerlaken appetitlich klingen lässt: Kannibalismus, so Kristin Houser in einem Beitrag auf „futurism.com“.

Während des schwedischen Gastro-Gipfels 2019 führte Magnus Söderlund, Professor an der Stockholm School of Economics, einen Vortrag mit dem Titel „Können Sie sich vorstellen, menschliches Fleisch zu essen?“ durch. Söderlund bemerkte, dass der Klimawandel die Menschen dazu zwingen wird, Lebensmittel zu probieren, an die sie derzeit nicht denken würden, darunter Haustiere, Insekten und - vielleicht das tabueste Fleisch von allen - menschliches Fleisch.

Houser kommentiert: „Zum Glück versucht Söderlund nicht, Menschen zu ermutigen, sich gegenseitig zu töten. Er schlägt nur vor, dass wir Fleisch von bereits toten Menschen essen. Yum - Fleisch alter Leute! Der Wissenschaftler bittet andere auch nicht, etwas zu tun, was er selbst nicht tun würde. Als Schwedens TV4 Söderlund fragte, ob er selbst menschliches Fleisch essen würde, antwortete er, dass er ,offen sei, es zumindest zu probieren‘.“

Der „Business Insider“ berichtet: „Die Idee, Kannibalismus zur Ergänzung unserer Lebensmittelversorgung einzusetzen, ist nicht neu. Im Jahr 2018 fragte sich der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, ob es möglich sein würde, Fleisch aus geernteten menschlichen Zellen in einem Labor anzubauen (…) Für Dawkins und Söderlund könnte Kannibalismus eine Möglichkeit sein, sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der die Vorräte an einigen wichtigen Grundnahrungsmitteln ausgelöscht werden. Da klimabedingte Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze immer häufiger und extremer werden, wird es für landwirtschaftliche Erzeuger schwieriger sein, Pflanzen anzubauen.“

Der Politik-Analyst David Flemming vom „Ethan Allen Institute“ kritisiert Söderlunds Ansatz in einem Beitrag mit dem Titel „Kannibalismus und Klimakatastrophe“.

Die „Pacific Island Times“ zieht einen umstrittenen historischen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Entstehung des Kannibalismus: „Lange bevor der Klimawandel zum festen Bestandteil globaler Konferenzen wurde, hatten die Siedler der pazifischen Inseln vor dem Kontakt die schrecklichen Folgen des extremen Temperaturanstiegs und -abfalls erlebt – und starben daran. Der Klimawandel führte zu Nahrungsmittelknappheit, die Konflikte zwischen den Dörfern auslöste und zum Undenkbaren führte: dem Aufstieg des Kannibalismus (…) Die Nahrungsmittelknappheit führte zu zunehmenden Konflikten, dem Aufkommen von Kannibalismus (…) und Zwangsmigration. Etwa 4.000 bis 6.000 Siedler packten ihre Habseligkeiten und zogen um.“

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