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Drosten macht sich für vierte Impfung stark, spricht von Maske tragen im nächsten Winter

Lesezeit: 4 min
31.12.2021 12:34  Aktualisiert: 31.12.2021 12:34
Im Folgenden lesen Sie den Corona-Ticker für Samstag, 31. Dezember, den wir laufend für Sie aktualisieren.
Drosten macht sich für vierte Impfung stark, spricht von Maske tragen im nächsten Winter
Der Virologe Christian Drosten (l) und der Entertainer Jan Böhmermann bei einem Fototermin vor der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises 2021 auf der Bühne im Funkhaus Köln. (Foto: dpa)

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20.08 Uhr - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet 2022 als das Jahr, in dem die Pandemie überwunden werden wird. "Daran will ich glauben", sagt er bei seiner Neujahrsansprache. Allerdings stünden zunächst schwere Wochen bevor.

19.16 Uhr - Frankreich meldet 232.200 Neuinfektionen - ein weiterer Rekord - und damit den dritten Tag in Folge mehr als 200.000 neue Fälle pro Tag.

18.40 Uhr - Die Biotech-Firma Novavax will ihren Antrag für eine Notfallzulassung ihres Impfstoffes in den USA nun kommenden Monat stellen. Damit verschiebt sich der Schritt erneut: Im August hieß es, der Antrag werde im vierten Quartal eingereicht, nachdem ursprünglich das dritte Quartal angepeilt worden war.

17.07 Uhr - Auch Italien und Großbritannien melden mit 144.243 und 189.846 Fällen jeweils Rekorde bei der Zahl der registrierten Neuinfektionen.

16.20 Uhr - Portugal meldet 30.829 Neuinfektionen, ein Rekord. Davon seien schätzungsweise 83 Prozent auf Omikron zurückzuführen, teilen die Behörden mit. Es wurden 18 weitere Todesfälle verzeichnet. Portugal hat mit inzwischen etwa 87 Prozent eine der höchsten Impfquoten weltweit.

15.30 Uhr - Bei einer Omikron-Infektion ist britischen Daten zufolge das statistische Risiko im Krankenhaus behandelt werden zu müssen ein Drittel des der Delta-Variante. Dies bestätige die bereits vorliegenden "ermutigenden Zeichen", sagt die Chefberaterin der UK Health Security Agency, Susan Hopkins. Allerdings könne die höhere Ansteckungsrate bei Omikron trotzdem zu einer massiven Belastung des Gesundheitssystems führen. Grundlage der britischen Analyse waren mehr als eine Million Fälle.

14.09 - Olaf Scholz ruft die Bevölkerung in seiner ersten Neujahrsansprache als Bundeskanzler zum Impfen gegen das Coronavirus auf. "Uns allen ist klar: Die Pandemie ist nicht vorbei", sagte der SPD-Politiker laut dem am Freitag vorab veröffentlichten Redetext. "Auch die nächsten Tage und Wochen werden noch ganz im Zeichen von Corona stehen." Bislang Ungeimpfte seien besonders gefährdet, sich anzustecken und lange und schwerwiegend an der Krankheit zu leiden. "Ich appelliere daher noch einmal an Sie: Lassen Sie sich impfen!" Gerade die neue Virus-Variante sollte den Ausschlag geben, sich impfen zu lassen. "Das ist der Weg aus dieser Pandemie." Es komme jetzt "auf Tempo" an. "Wir müssen schneller sein als das Virus!"

Er wisse, dass manche skeptisch seien, sagte Scholz. Doch inzwischen seien fast vier Milliarden Menschen weltweit geimpft, ohne größere Nebenwirkungen. In Deutschland hätten sich inzwischen mehr als 60 Millionen Menschen impfen lassen. Seit Mitte November habe es mehr als 30 Millionen Impfungen gegeben, bis Ende Januar sollen noch einmal 30 Millionen Impfungen folgen. "Tun wir miteinander alles – aber auch wirklich alles – dafür, dass wir Corona im neuen Jahr endlich besiegen können." Auch die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus sollten ernst genommen werden.

13.00 Uhr - Die britische Arzneimittelbehörde genehmigt die Tabletten gegen Covid-19 des US-Konzerns Pfizer. Das Medikament Paxlovid könne eingesetzt werden bei Menschen über 18 Jahren mit milden bis moderaten Symptomen, die ein Risiko für einen schweren Verlauf hätten. Die Pille sei laut Studien am wirkungsvollsten, wenn sie im frühen Stadium von Covid-19 eingenommen werde, teilt die Behörde mit. Pfizer hatte kürzlich bekanntgegeben, die Arznei habe eine Wirksamkeit von 90 Prozent bei der Vermeidung von Hospitalisierung und Tod bei Hochrisiko-Patienten.

12.38 Uhr - Israel will nun auch ältere, in Heimen untergebrachte Menschen mit einer vierten Dosis vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Sie hätten ein höheres Risiko sich anzustecken und seien gefährdeter, sagte Gesundheitsminister Nitzan Horowitz. Am Donnerstag war die Auffrischungsimpfung mit der vierten Dosis für Personen mit einem geschwächten Immunsystem gemehmigt worden. Am Freitag wurde mit den Impfungen begonnen.

09.00 Uhr - Der Virologe Christian Drosten kritisiert den hohen Anteil an Ungeimpften in der Bundesrepublik. "Wir haben zu viele ungeimpfte Leute in Deutschland, gerade auch über 60. Und die sind natürlich richtig in Gefahr", sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité im Deutschlandfunk. "Das wird in Konsequenz auch verhindern, dass wir in Deutschland in die endemische Phase eintreten können, und das wird uns einen extremen gesellschaftlichen, auch wirtschaftlichen Nachteil bringen gegenüber anderen Ländern, wenn wir das nicht hinbekommen." Für Geimpfte könne die Pandemie im kommenden Jahr vorbei sein. Falls die Impflücke aber nicht geschlossen werden könne, müssten diese wahrscheinlich weiter Rücksicht nehmen auf die Ungeimpften. Einige Maßnahmen seien dann weiter nötig. "Maske tragen in Räumen beispielsweise im nächsten Winter, das würde mich nicht wundern, wenn wir das noch machen müssen. Ich glaube aber nicht, dass wir in großer Breite dann noch diese Belastung auf die Krankenhäuser haben werden."

08.49 Uhr - Der Berliner Virologe Christian Drosten rechnet damit, dass eine Impfung mit einem an die Omikron-Variante angepassten Wirkstoff nötig sein wird. "Ich gehe davon aus, dass jeder nochmal eine Auffrischungsimpfung mit einem Update-Impfstoff braucht", sagte er im Deutschlandfunk. Zudem werde wahrscheinlich die Inzidenz zum kommenden Winter noch einmal steigen, so dass gefährdete Personen erneut eine Auffrischungsimpfung bräuchten.

07.20 Uhr - Südkorea verlängert die seit Mitte Dezember geltenden strengeren Vorschriften zur Bekämpfung der Omikron-Variante bis zum 16. Januar. Demnach dürfen sich nicht mehr als vier Geimpfte treffen, Restaurants und Bars müssen um 21 Uhr schließen, Kinos um 22 Uhr. In Südkorea sind knapp 91 Prozent der Einwohner über zwölf Jahren geimpft. Am Donnerstag waren 4875 neue Corona-Infektionen gemeldet worden, ein starker Rückgang im Zwei-Wochen-Vergleich. Allerdings verharrt die Zahl der schwerkranken Covid-Patienten bei 1000.

05.30 Uhr - Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, warnt vor Überlegungen in manchen Regionen Deutschlands, die Schulen vorübergehend zu schließen. "Ich finde es unerträglich, dass einzelne Politikerinnen und Politiker jetzt schon wieder über Schulschließungen nachdenken. Das hätte massive und dauerhafte Folgen für die Kinder und Jugendlichen, die Schäden waren in der Vergangenheit enorm", sagte Fischbach. "Würde es nach den Ferien zu erneuten Schulschließungen kommen, wäre das ein klarer Ausdruck von Politikversagen."

04.20 Uhr - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 41.240 Corona-Neuinfektionen. Das sind 5809 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 35.431 Positiv-Tests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 214,9 von 207,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 323 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 111.925. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 7,15 Millionen Corona-Tests positiv aus. Das RKI weist darauf hin, dass zum Jahreswechsel weniger getestet wird und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet werden.

03.00 Uhr - Die Intensivmediziner fordern ein einheitliches Warnsystem wegen der Omikron-Ausbreitung. Es sei möglich, dass die Omikron-Variante mildere Krankheitsverläufe verursache, sagt der Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis. Jedoch könnten die Intensivkapazitäten in Deutschland dennoch vor große Herausforderungen gestellt werden. Daher sollten sich Bund und Länder schnell auf ein Warnsystem aus den Faktoren Intensivbettenbelegung, Hospitalisierungsquote und Inzidenz einigen.

02.20 Uhr - Arbeitsminister Hubertus Heil sieht die Arbeitswelt in Deutschland für das dritte Corona-Jahr gut gerüstet. "Das Jahr 2022 steht zu Beginn zweifellos im Zeichen der weltweiten Corona-Pandemie und dennoch blicke ich optimistisch ins nächste Jahr", sagt der SPD-Politiker. "Wir haben vorausschauend das Kurzarbeitergeld verlängert und so Sicherheit für die Beschäftigten und die Betriebe in diesem Winter geschaffen. Zudem sorgen wir mit klaren Regeln am Arbeitsplatz und mit der Verpflichtung zum Homeoffice dafür, dass der Arbeitsort wo immer möglich kein Infektionsort wird."


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