Unternehmen

Einzelhandel: Keine Erholung in Sicht

Der deutsche Einzelhandel leidet weiter unter der anhaltenden Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine.
24.05.2022 12:12
Aktualisiert: 24.05.2022 12:12
Lesezeit: 1 min

Der Einzelhandel in der Krise: Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie und des russischen Krieges in der Ukraine gelingt es dem Einzelhandel nicht, die Umsätze auf ein Vorkrisenniveau zu steigern.

Das ergab eine bundesweite Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter mehr als 700 Handelsunternehmen. Am meisten betroffen sind der Non-Food-Handel und innerstädtische Geschäfte. Deshalb fordert der Verband von den Kommunen vehement eine gezielte Innenstadtentwicklung. „Für attraktive Innenstädte braucht es einen starken Einzelhandel. Es ist daher wichtig, Stadtzentren gerade in dieser schwierigen Zeit gemeinsam für die Zukunft aufzustellen“, sagt Stefan Genth, Geschäftsführer des Handelsverband Deutschland (HDE).

Aus der durchgeführten Studie geht hervor, dass die Umsätze im stationären Non-Food-Handel durchschnittlich um rund 13 Prozent unter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 lagen. Ebenso blieben die Besucherzahlen in Non-Food-Geschäften rund 21 Prozent hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Insgesamt hatte der Einzelhandel in deutschen Innenstädten im Vergleich zum Jahr 2019 Umsatzeinbußen von rund 20 Prozent zu beklagen.

Um eine Verödung der deutschen Innenstädte zu vermeiden, fordert der HDE ein staatliches Sonderprogramm zur Innenstadtentwicklung. Es soll für einen Zeitraum von fünf Jahren laufen und jährlich mit einer Summe von 500 Millionen unterstützt werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Ist die Ära der Niedrigzinsen vorbei? Wie Bull DeFi ungenutzte Ersparnisse in aktive Renditen verwandelt – bis zu 3.700 US-Dollar pro Tag.

Wir beleuchten die unterschiedlichen Mechanismen von Bull Market DeFi im Vergleich zu traditionellen Anlagen – und warum es sich lohnt,...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinas Marsch in die Flaute drückt Deutschlands Industrie 
04.08.2026

In China braut sich womöglich eine länger anhaltende Krise zusammen. Für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft ist das eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Öl-Aktien: Konzerne kassieren, Deutschlands Wirtschaft zahlt
04.08.2026

Krieg im Nahen Osten, Ölpreise auf Rekordniveau und Milliardengewinne für die Energiekonzerne: Öl-Aktien schlagen 2026 sogar den...

DWN
Politik
Politik Trump-Vertraute Loomer in der Ukraine: „Russland hat mich getäuscht“
04.08.2026

Jahrelang verbreitete Laura Loomer die Erzählungen des Kremls und beschimpfte die Ukraine als Land der „Nazi-Apologeten“. Nun reist...

DWN
Finanzen
Finanzen Palantir-Aktie: Überwachungsfirma hebt Prognose kräftig an
04.08.2026

Die Palantir-Aktie schießt nach starken Quartalszahlen zweistellig nach oben und profitiert vom boomenden KI-Geschäft in den USA. Vor...

DWN
Politik
Politik KI-Steuer, steuerfreie Einkommen, Grundeinkommen? Zeit für einen Systemwechsel
04.08.2026

Wenn Erwerbsarbeit nicht mehr die Existenz sichert: Künstliche Intelligenz frisst Arbeitsplätze, Inflation und Steuern fressen Löhne,...

DWN
Finanzen
Finanzen Nivea bremst: Beiersdorf-Aktie gerät unter Druck
04.08.2026

Die Schwäche von Nivea zwingt Beiersdorf zu einer überraschenden Prognosesenkung und setzt die Beiersdorf-Aktie kräftig unter Druck....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ein Volk in Rente: 22,5 Millionen Rentenempfänger in Deutschland
04.08.2026

Immer mehr Menschen beziehen Rente – und der steuerpflichtige Anteil der Auszahlungen wächst weiter. Neue Zahlen zeigen, wie viele...

DWN
Finanzen
Finanzen Hensoldt-Aktie: Bosch-Fachkräfte an Bord
04.08.2026

Die Hensoldt-Aktie rückt in den Fokus, weil der Rüstungskonzern ein neues Entwicklungszentrum mit rund 300 Stellen plant und dabei auf...