Politik

Die Ukraine will der EU mit Strom aushelfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will mit Blick auf die Energiekrise in Europa vermehrt Strom an die EU liefern.
29.07.2022 14:00
Lesezeit: 1 min

Hilfe aus der Ukraine: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sein Land durch Stromexporte zum „Garanten der europäischen Energiesicherheit" machen. Das sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft.

Mit Blick auf die Energiekrise in Europa und dem wachsenden Unmut in Teilen der Bevölkerung aufgrund der gestiegenen Energiekosten, hat Selenskyj der EU eine Unterstützung mit Strom aus seinem Land angeboten.

„Wir bereiten uns“, so Selenskyj weiter, „auf die Erhöhung unseres Stromexports für die Verbraucher in der Europäischen Union vor.“ Mit ein Grund: Ein Großteil der mit mehr als die Hälfte mit Atomkraft erzeugten Stroms wird nicht gebraucht, da aufgrund des Krieges ein großer Teil der Industrie-Produktion stillsteht.

„Unser Export erlaubt es uns nicht nur, Devisen einzunehmen, sondern auch unseren Partnern, dem russischen Energiedruck zu widerstehen“, so der ukrainische Präsident mit Blick auf die von Russland deutlich reduzierten Lieferungen an Gas, das auch zur Verstromung genutzt wird. Russland liefert bekanntlich über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 nur mehr 20 Prozent des maximal möglichen Umfangs.

Die Ukraine war Mitte März an das europäische Stromnetz angeschlossen worden. Vor Beginn des russischen Angriffskriegs gegen das Land war das ukrainische Netz mit dem russischen synchronisiert und die Ukraine selbst auf Stromimporte aus Russland und Weißrussland angewiesen. Den ersten Strom lieferte die Ukraine bereits Anfang Juli über Rumänien in die Europäische Union.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Linke fordert höhere Rentenbeiträge: Arbeitgeberanteil soll auf 60 Prozent steigen
16.02.2026

Die Linke will Arbeitgeber stärker an der Finanzierung der Rentenversicherung beteiligen. Laut einem Thesenpapier soll der...

DWN
Politik
Politik Laschet zur Atomdebatte: Europäischer Nuklearschirm hat keine Priorität
16.02.2026

Braucht Europa einen eigenen nuklearen Schutzschirm? Nach Angaben des Kanzlers sprechen Deutschland und Frankreich zumindest darüber....

DWN
Politik
Politik CDU-Parteitag in Stuttgart: Beschlüsse zu Schulden, Social Media, Teilzeit und Tiktok
16.02.2026

Beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart stehen neben den großen Linien der Regierungspolitik auch mehrere umstrittene Reizthemen auf der...

DWN
Finanzen
Finanzen Steuererklärung per App: Steuererklärung mit einem Klick startet im Juli bundesweit
16.02.2026

Am Handy mit einem Klick die Steuererklärung machen? Was lange wie ein unerfüllbarer Wunsch klang, soll ab Juli möglich werden....

DWN
Politik
Politik EU-Rechnungshof: Milliarden aus dem Corona-Aufbaufonds unzureichend vor Betrug geschützt
16.02.2026

Der Europäische Rechnungshof warnt vor erheblichen Defiziten beim Schutz von Milliardenmitteln aus dem Corona-Aufbaufonds der EU. Welche...

DWN
Technologie
Technologie KI-Einsatz in Unternehmen: Warum die Wirtschaft bislang nur punktuell profitiert
15.02.2026

Künstliche Intelligenz gilt als möglicher Hebel für höhere Produktivität in Unternehmen und Volkswirtschaften, doch ihr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Eurozonen-Wirtschaft: Übergang in einen neuen Konjunkturzyklus
15.02.2026

Die Eurozonen-Wirtschaft tritt laut Prognosen der Bank Citadele in einen neuen Konjunkturzyklus ein, getragen von sinkenden Zinsen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstand unter Druck: Datev-Analyse belegt beunruhigende Zahlen
15.02.2026

Die wirtschaftliche Lage im deutschen Mittelstand spitzt sich weiter zu: Kleine und mittelgroße Unternehmen stehen immer stärker unter...